WFV Wasserburg unter neuer Führung

Thomas Schmeling trat nach zehn Jahren nicht mehr an - Hasselt neuer Vorsitzender

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alter und neuer vorsitzender_kSolide Finanzen, reibungslose Neuwahlen: Die Jahreshauptversammlung beim Wirtschaftsförderungsverband (WFV) Wasserburg ging gestern problemlos über die Bühne. Moritz Hasselt (links im Bild) löst Thomas Schmeling an der Spitze des Verbandes ab. Letzterer hatte zehn Jahre lang die Geschicke des WFV geleitet. Dankesworte gab es an diesem Abend nicht nur für Schmelings langjähriges Engagement, sondern vor allem auch für seine umsichtige, ruhige und besonnene Leitung des Verbandes, der immerhin so wichtige und populäre Veranstaltungen wie …

… das Frühlingsfest, den Christkindlmarkt oder die Musikalischen Samstage organisiert. 

„Ich bin damals zu diesem Posten gekommen, wie die Jungfrau zum Kinde“, resümierte Schmeling bei seiner Abschiedsrede in der Wasserburger Backstube. „Eigentlich bin ich ja kein so ein Vereinsmensch. Aber damals bin ich gerne eingesprungen, hab mich eingearbeitet und mir hat die Arbeit über die Jahre hinweg dann wirklich viel Spaß gemacht.“ Jetzt sei es aber an der Zeit, dass andere, jüngere, das Ruder übernähmen.

Schmeling dankte seinen Vorstandskollegen für die konstruktive Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Er freue sich, dass sich wieder eine schlagkräftige Mannschaft für die nächsten beiden Jahre gefunden habe.

Einen Dank gab es auch für Cilli Hölzl-Teichmann, die Büroleiterin des WFV, die ihm all die Jahre tatkräftig und engagiert zur Seite gestanden sei. Auch in Richtung Sparkasse Wasserburg schickte Schmeling Dankesworte für die organisatorisch aufwendige Abwicklung und den Verkauf der Wasserburg-Gutscheine.

die neue vorstandschaft

Bei den Neuwahlen, die unter der Leitung von Stadtrat Markus Pöhmerer standen, erhielten alle Kandidaten im ersten Wahlgang breite Zustimmung. Gewählt wurden:

Moritz Hasselt, 1. Vorsitzender
Christian Huber, 2. Vorsitzender
Katharina Hagl, Schatzmeisterin

Zu Beisitzern mit verschiedenen Aufgabengebieten wurden gewählt:

Christine Deliano
Sindy Limmer
Klaus Rottenwalter
Markus Ruepp
Sibylle Schuhmacher
Oliver Winter

Aus zeitlichen Gründen ist Stefan Gartner als Beisitzer ausgeschieden. Er war zwei Jahre lang im Werbeausschuss des WFV tätig. Markus Ruepp dankte Gartner im Namen der Vorstandschaft und des Werbeausschusses für dessen Engagement.

Eine rundum positive Bilanz zum Thema Finanzen hatte zuvor Schatzmeisterin Katharina Hagl präsentiert. Man habe das Jahr 2014 zwar mit einer leicht roten Null abgeschlossen (267.000 Euro an Einnahmen, 269.000 an Ausgaben), was unter anderem der Umstrukturierung des Frühlingsfestes geschuldet sei, der WFV stehe aber nach wie vor finanziell auf soliden Beinen. „Wir brauchen auch zur Sicherheit ein dickes Polster. Es kann ja immer sein, dass eine unserer Großveranstaltungen mal sprichwörtlich ins Wasser fällt.“

Hagl und der gesamten Vorstandschaft wurde anschließend einstimmig die Entlastung erteilt.

Für die verschiedenen Ausschüsse des WFV hatten zuvor deren Leiter Bilanz gezogen.

So stellte Christian Huber die Bemühungen des Ausschusses für den Christkindlmarkt vor, diesen aus dem erheblichen Defizit heraus zu bringen und noch attraktiver zu gestalten. Dankesworte gab es von ihm für Christoph Klobeck, der lange Jahre den Ausschuss geleitet hatte, für Ausschuss-Mitglied Katja Nowotny und Dorle Irlbeck, die heuer nach dem Krippenweg des vergangenen Jahres die 190 Stationen des Engelwegs organisieren, sowie erneut für Cilli Hölzl-Teichmann.

Moritz Hasselt präsentierte die Ergebnisse für den Frühlingsfestausschuss. Man habe in den vergangen Jahren vieles an den Strukturen geändert. „Ein neuer Festwirt, neue Buslinien, ein Festzug zum Auftakt – da hat sich schon einiges getan. Und jetzt soll es auch auf dem Gelände Änderungen gebe.“

Markus Ruepp präsentierte den Mitgliedern die Tätigkeit des Werbeausschusses, Christine Deliano die des Musikalischen Samstags. Der Wirtschaftsreferent der Stadt, er ist auch Mitglied in der WFV-Vorstandschaft ist, Oliver Winter, stellte die positive Mitgliederentwicklung dar und begrüßte die Neumitglieder.

Und es gab auch ein paar heiße Eisen, die von WFV-Mitgliedern angesprochen wurden.

So meldete sich Maria Schmid-Oehlke vom Restaurant Herrenhaus zu Wort, die bemängelte, dass nur drei Paare im Monat in Wasserburg an einem Samstag getraut werden könnten. „Wir haben sechs Standesbeamte, aber nur drei Termine im Monat. Für uns und für andere Geschäftsleute in der Altstadt ist das ehrlich geschäftsschädigend, dass wir Hochzeiten verlieren, weil das Rathaus nicht auf hat.“ Wenig Hoffnung, dass diese Regelung gelockert wird, machte ihr Zweiter Bürgermeister Werner Gartner, der der Versammlung beiwohnte. „Wir liegen mit den drei Trauungen am Samstag bei vergleichbaren Kommunen schon gut im Rennen und sehen vorerst keinen Handlungsbedarf.“

Auch für Christine Deliano, die sich über die zu kurze Zeit von drei Minuten für Ladetätigkeiten in der verkehrsberuhigten Zone beschwert hatte, hatte Gartner wenig Zuspruch parat. „Wenn wir die Ladezeit wie gewünscht auf 15 Minuten ausdehnen, können wir das nicht mehr kontrollieren. Das gäbe vermutlich ein Parkchaos in der Altstadt.“

Auch wenn er in beiden Angelegenheiten keine guten Nachrichten im Gepäck hatte, versicherte der Zweite Bürgermeister dem WFV den Rückhalt durch die Stadt: „Wir wissen, welch wichtige Aufgaben der Wirtschaftsförderungsverband ehrenamtlich erledigt. Wasserburg ohne den WFV – das kann ich mir gar nicht vorstellen.“ RED

 

 

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