„Wer wird Euch in Zukunft pflegen?“

Missstände angeprangert: Pflegepersonal ging in Haag auf die Straße

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Das hat es in Haag wohl noch nicht so oft gegeben: Mit einer großen, öffentlichen Demonstration machten heute Krankenschwestern und -pfleger der Klinik auf den Pflegenotstand aufmerksam. Trotz des eisigen Winterwetters waren über 100 Teilnehmer mit dabei. Sie stellten öffentlich die Frage: „Wer wird Euch in Zukunft pflegen?“

Ihrem Unmut über Personalmangel und niedrige Bezahlung machten die Demonstranten mit Trillerpfeifen Luft. Und sie hielten sich auch anders warm. Immer wieder blieben sie stehen und skandierten: „Wo ist die Pflege?“ Auf die Frage gingen alle in die Hocke und riefen: „Am Boden!“

Einen Bericht über Demo in Haag strahlt heute auch das Bayerische Fernsehen in der Abendschau aus.

 

Fotos: Johanna Furch

 

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4 Gedanken zu „„Wer wird Euch in Zukunft pflegen?“

  1. Schöne Aktion, leider 30 Jahre zu spät.

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    1. Es ist nie zu spät

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      1. Das Gesundheitssystem ist leider längst zusammen gebrochen, wenn man sieht, dass Menschen stundenlang in ihren Ausscheidungen liegen müssen, die einzige Zuwendung der Pflegekraft nur noch das Waschen und verabreichen von Medikamenten ist, man mit Schmerzen stundenlang in Notaufnahmen sitzt oder wochen-, teilweise monatelang auf einen Facharzt-Termin warten muss und eine Pflegekraft lächerliche 2000 Euro verdient, bis 67 arbeiten soll und dann von nicht mal 900 Euro Rente leben muss.

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  2. Warum, des ist doch klar: Fachkräfte von Osteuropa abziehen und anwerben und somit funktioniert zumindest im reichen Deutschland die Pflege.
    Ich finde das nicht sozial, wenn ich mir das dann vorstelle, dass Osteuropa deshalb die Krankenhäuser schließen müssen, damit bei uns genug Pflegepersonal da ist. Aber das wird die Politik ausblenden.

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