Wasserburg und sein neuer BürgerBahnhof

Teilnahme am Wettbewerb überwältigend: 513 Namensvorschläge gingen ein

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bahnhofNun ist es offiziell: BürgerBahnhof – so wird die neue zentrale Anlaufstelle in Wasserburg für alle sozialen Belange heißen! Der Gewinnerin des Hauptpreises, Frau Schöttler (Mitte) aus Wasserburg, wurde jetzt der Namens-Hauptpreis übergeben. Unser Foto zeigt zudem Bürgermeister Michael Kölbl und die neue Wasserburger ‚Bahnhofsvorsteherin‘ Ethel Kafka. Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte die Stadt einen Wettbewerb ausgelobt. Gesucht war ein griffiger Name für die neue soziale Anlauf- und Vermittlungsstelle im früheren Stadtbahnhof.

Die Teilnahme am Wettbewerb war überwältigend. Sage und schreibe 513 Namensvorschläge sind im Rathaus eingegangen. Es war insofern gar nicht so leicht, alle Vorschläge zu erfassen und zu sortieren, so dass das Wasserburger Sozialforum seine Entscheidung treffen konnte.

Das Sozialforum ist ein Zusammenschluss von Trägern sozialer Dienste und Angebote in Wasserburg und begleitet die Stadt auch bei der Umsetzung des Projekts. Nach einer Vorauswahlrunde war im Sozialforum die Entscheidung getroffen worden: BürgerBahnhof wird die neue Einrichtung heißen.

Damit wird einerseits klar verdeutlicht, dass die Institution für alle Bürgerinnen und Bürger da sein wird. Zum anderen greift der Name die frühere Nutzung des Gebäudes auf. Bahnhof bleibt Bahnhof –  auch nach fast dreißig Jahren ohne Zuganschluss in Wasserburg! Es ist der im alltägliche Sprachgebrauch der Wasserburger. Zudem sind Bahnhöfe Dreh- und Angelpunkte sowie zentrale Treffpunkte im städtischen Raum. Diese Assoziation soll durch den BürgerBahnhof aufgegriffen werden.

Unter allen Teilnehmern wurden bereits 25 Gutscheine für das Badria verlost. Der Begriff BürgerBahnhof wurde interessanterweise von insgesamt gleich zehn Personen vorgeschlagen. Unter diesen zehn Einsendern wurde schließlich der Hauptgewinn, ein Essensgutschein im Wert von 100 Euro, gezogen. Frau Schöttler aus Wasserburg machte das Rennen.

Aber auch die anderen neun Personen mit demselben Vorschlag gehen selbstverständlich nicht leer aus. Sie erhalten jeweils noch einen von der Stiftung Attl gesponserten Gutschein für ein Frühstück in der neuen, von ihr betriebenen Cafésitobar, die zusammen mit der Beratungsstelle im BürgerBahnhof Platz finden wird.

Ein herzlicher Dank an dieser Stelle allen Teilnehmern am Wettbewerb für die zahlreichen, kreativen Vorschläge! Eröffnung des BürgerBahnhofs wird übrigens am 10. Juni sein.

Leiterin des BürgerBahnhofs nimmt Arbeit auf

Am 1. März schon hat Ethel Kafka ihren Dienst bei der Stadt Wasserburg angetreten. Sie ist als Sozialpädagogin künftig die zentrale Ansprechpartnerin für alle sozialen Belange in Wasserburg. Vorerst ist sie noch im Rathaus tätig, um Kontakte zu den zahlreichen sozialen Einrichtungen und Ansprechpartnern in der Stadt zu knüpfen und die für Juni geplante Eröffnung des BürgerBahnhofs vorzubereiten.

Frau Kafka wird sich in der Stadtratssitzung vom 14. April offiziell vorstellen.

 

 

 

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6 Gedanken zu „Wasserburg und sein neuer BürgerBahnhof

  1. Ein Wasserburger

    „BürgerBahnhof“ passt meines Erachtens sehr gut zu dem neuen Konzept. Glückwunsch an Frau Schöttler!

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  2. Zu Frau Kafka fällt mir der nf Spruch ihres großen Namensvetters ein, mit dem ich ihr viel Geduld und Erfolg im BB (mein persönlicher Kürzelvorschlag für BürgerBahnhof) wünsche!

    „Dass unsere Aufgabe genauso groß ist wie unser Leben, gibt ihr einen Schein von Unendlichkeit.“
    Franz Kafka
    (1883 – 1924), deutschsprachiger Schriftsteller, in Prag geboren als Sohn einer bürgerlichen jüdischen Kaufmannsfamilie
    Quelle: Kafka, Oktavhefte. Drittes Heft, 1916

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  3. Kaum vorstellbar, dass bei 513 Einsendungen kein einfallsreicherer Name dabei war als „Bürger-Bahnhof“.
    Wäre schön, wenn man alle vorgeschlagenen Namen erfahren würde.

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    1. Das hab ich mir grad auch gedacht. „BürgerBahnhof“ – obendrein noch mit dem pseudo-hippen, großen, direkt angeschlossenen „B“ ist schon ein besonderer Brüller (bB).

      Und wo bleibt denn hier der Aufschrei, dass es nicht „BürgerInnenBahnhof“ heißt? Das diskriminiert mich sonst als CheckerIn …

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      1. Die Bezeichnung BürgerInnenBahnhof entspricht nicht den neuesten Erkenntnissen der Genderforschung. Es müßte BürgerXBahnhof, CheckeriX etc. heißen.
        http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/gendertheorie-studierx-lann-hornscheidt-ueber-gerechte-sprache-a-965843.html

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  4. Mit diesem Namen können doch alle zufrieden sein. Wir haben für Bürger und Bürgerinnen eine Anlaufstelle für bestimmt viele Fragen und für die ewigen Bahnbefürworter gibt es jetzt einen Bahnhof!

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