Über die Faszination des Goldes

Vortrag bei der Sparkasse fesselt die Besucher - Experte der Landesbank informierte

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dsc_1238kDie Faszination von Edelmetall und der ganz profane Umgang damit als Anlageform in einer zinslosen Zeit standen im Mittelpunkt eines spannenden Vortrags bei der Sparkasse Wasserburg. Kein Geringerer als der Abteilungsdirektor für Sorten und Edelmetalle bei der Bayerischen Landesbank, Roberto Falaschi, war dazu nach Wasserburg gekommen. Er fesselte die Zuhörer im gut besetzten Sparkassensaal mit seinen Ausführungen und stand anschließend Rede und Antwort.

Falaschi startete mit seinem Vortrag tief in der Welt-Geschichte und zeigte auf, dass Gold und Silber die Menschen schon immer fasziniert haben. Wie stabil die Kaufkraft des Edelmetalls über die vergangen hundert Jahre geblieben ist, verdeutliche der Experte an Hand eines eindrucksvollen Beispiels. „1927 hat ein Ford-T-Modell 285 Dollar gekostet, das entsprach in etwa 14 Feinunzen Gold. 1975 kostete ein Ford Maverick 1.985 Dollar, was wiederum in etwa 14 Feinunzen Gold entsprach. Und 2015 musste man für einen Ford Focus 17.500 US-Dollar hinlegen. 14 Feinunzen entsprach auch diese Summe. Falschis Zwischenfazit: „Mit Gold kann man Verluste dämpfen. In ein gesundes Anlageportfolio gehören auch Edelmetalle.“

Dass Gold und Silber auch weiterhin hohe Wertbeständigkeit aufweisen werden, zeigte der Experte anhand von weiteren Zahlen auf: „Auf der Erde wurden in der Geschichte der Menschheit bisher 186.000 Tonnen Gold gefördert. das sind in etwa 70 Prozent des Vorkommens. Wenn in gleichem Tempo weiter gefördert wird, ist in spätestens 26 Jahren Schluss damit.“ Das zeige, dass Gold sicher nicht maßgeblich an Wert verlieren werde.

Der Landesbank-Experte ging auch auf die verschiedenen Produkte ein, die man im Handel erwerben kann – von der Münze bis zum Barren. Er erklärte genau, was für den privaten und den geschäftlichen Anleger entscheidend ist. Falaschi: „Vorsicht ist geboten. Nicht alle Münzhändler kennen sich wirklich aus. Außerdem sind viele Fälschungen unterwegs. Wenn man auf Nummer sicher gehen will, ist die Sparkasse die erste Adresse.“ Über 400 Produkte in Gold und Silber würden dort seriös angeboten. „Wenn ich selbst Edelmetall für mich kaufe, gehe ich ausschließlich zu meiner Sparkasse.“

Einführende Worte zum Vortrag von Roberto Falaschi hatte Richard Steinbichler (Foto unten) gesprochen. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Wasserburg begrüßte die zahlreichen Gäste zunächst schmunzelnd: „Das ist heute natürlich nicht nur ein Informationsabend, sondern auch eine gnadenlose Werbeveranstaltung für unsere Sparkasse. Unser Motto heute: Geld alleine macht nicht glücklich. Ein paar Grundstücke und Gold gehören schon auch dazu“, lachte Steinbichler.

Ernst wurde der Vorstandsvorsitzende bei seinem Blick auf die Zinsentwicklung in Europa. „Wir müssen als Sparkasse mittlerweile Verwahrungsgebühr zahlen, wenn wir das Geld unserer Kunden bei der Zentralbank lagern. Wenn mich jemand fragt, ob man mit Geld heute noch Geld verdienen kann, muss ich das klar verneinen.“ Er sehe mit Sorgen in die Zukunft der Banken, wenn sich die zinslose Zeit fortsetze. „Ich bin jetzt 50 Jahre im Geschäft und hätte niemals gedacht, dass es eine solche Zeit für uns geben könnte. Bausparverträge werden gekündigt, Investmentfonds geschlossen – es ist eine verrückte Zeit. Ich habe mittlerweile meinen grenzenlosen Optimismus verloren.“

Dennoch hatte Steinbichler auch gute Kunde für die Kunden der Sparkasse: „Bei uns ist Ihr Geld noch sicherer als in Fort Nox. Schauen Sie auf unsere Bilanzen. Dann können Sie Ihr Herz entscheiden lassen, wem Sie Ihr Guthaben anvertrauen.“ HC

dsc_1234_kAbschließend stand Robert Falaschi den Gästen noch für Fragen in Sachen Gold als Anlage zur Verfügung. 

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