Thema Herbstfest wird vertagt

Ferienausschuss Haag stellt den Tagesordnungspunkt aufgrund der aktuellen Krisenlage zurück

image_pdfimage_print

Das Münchner Oktoberfest wurde abgesagt. Aufgrund der aktuellen Situation ist es auch unwahrscheinlich, dass das Haager Herbstfest stattfinden kann. Deshalb wird sich der Ferienausschuss des Gemeinderats vorerst nicht mit der Ausrichtung durch den neu gegründeten Herbstfestverein sowie mit der Übernahme des Defizits beschäftigen.

Um das Herbstfest weiterhin wie gewohnt auszurichten, wurde ein Festverein gegründet (wir berichteten). Nun stellte dieser den Antrag an den Gemeinderat, das Defizit für die kommenden drei Jahre zu übernehmen.

 

Aufgrund der Corona-Pandemie ist zum aktuellen Zeitpunkt unklar, ob und in welcher Form in diesem Jahr Großveranstaltungen stattfinden können. Deshalb beantragte Dr. Wolfgang Weißmüller (PWG), den Tagesordnungspunkt zurückzustellen. „Ein Großereignis sorgt für die Verbreitung von Viren“, gab er zu bedenken und wies darauf hin, dass das Münchener Oktoberfest bereits am Morgen des Sitzungstages abgesagt worden sei. Es sei davon auszugehen, dass auch andere Feste untersagt werden. „Es macht keinen Sinn, jetzt Zeit zu investieren, obwohl die Wahrscheinlichkeit, dass das Herbstfest stattfindet, sehr gering ist“, so Weißmüller weiter. Sitzungen des Gremiums sollen momentan nur abgehalten werden, wenn sie tatsächlich notwendig seien.

 

„Aufgrund der ernsten Lage sollten wir andere Prioritäten setzen“, fand auch Eva Rehbein (SPD). Man solle eher darüber reden, wie sich Familien und Wirtschaft unterstützen lassen, anstatt ein Fest zu planen. Dies heiße nicht, dass das Gremium dem Herbstfest negativ gegenüberstehe, betonte Egon Barlag (FWG). Zu bedenken sei allerdings auch die aus der Krise resultierende finanzielle Situation der Gemeinde.

 

Der Ferienausschuss einigte sich darauf, das Thema Herbstfest zu vertagen und die Übernahme des Defizits zu einem günstigeren Zeitpunkt zu besprechen. JF

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

5 Kommentare zu “Thema Herbstfest wird vertagt

  1. Was gibts da zu vertagen… absagen wie alles andere auch diese jahr und fertig.

    Antworten
    1. Bitte genau lesen BÖDSINN…
      Es geht hier nicht um Zu- oder Absage.
      Ist doch klar dass es nicht in gewohnter Form bzw gar nicht stattfindet.
      Da hat und hatte die Gemeinde Gott sei dank eh immer wenig zu melden.
      Es geht um etwas langfristig viel Wichtigeres:
      Steht die Gemeinde prinzipiell zum Haager Fest oder eben nicht?
      Ach ja…ich glaube es gibt auch noch ein Leben nach Corona 😉
      Kopf hoch!

      Antworten
  2. Is ja fast wie früher bei den Tiefs 😉
    Weibliche Vornamen haben damals Gartenfeste gekillt.
    Jetzt sind die Volksfeste dran:
    2019 killt Elisabetha das Haager Herbstfest ,
    2020 ist Corona dran und killt gleich alle anderen Feste mit,
    2021 scheint wieder Elisabetha dran zu sein.

    Dürfts ruhig bringen lieber Stimme, is ja bloß a Gaude 😉

    Antworten
  3. Zum Thema “Prioritäten“ und “ernste Lage“ foid ma grod no wos ei:
    I bin scho oiwei Utopia-Fan und seit Schindlers Liste mit der Schule erst Recht. Emotion pur. Das Utopia braucht JEDEN Zuschauer!
    Für was braucht dann das verschlafene Haag a Kino für über 1 Million Euro???
    Sofort canceln und das Geld sinnvoller investieren!!
    Gewerbesteuern müssten doch auch trotz Corona sprudeln…was beim Sax, dem kleinen Weißbräu und dem Eberl aktuell weniger läuft holt doch die große Molkerei (laut Aussage der Schichtarbeiter) x-fach wieder rein!
    Da läufts wie noch nie!!
    Ist ja auch schön für die gebeutelte Molkerei.
    Denke Corona ist einfach eine praktische Ausrede (nicht nur in Haag mit altem und neuem Oberhaupt)lästige Antragsteller abzuwimmeln.
    Liabe Leut im Altlandkreis–zsamhoidn!!

    Antworten
  4. Die Vertagung des Thema Herbstfest und vor allem das Gespräch über finanzielle Unterstützung des Haager Festvereins ist mehr als unverständlich.
    Der eingereichte Antrag und die Präsentation waren im Vorfeld mit der Bürgermeisterin abgestimmt und sie hat dem trotz Bedenken zugestimmt.
    Somit haben sich die Agierenden des Festvereins entsprechend vorbereitet und sind zur Sitzung wie vereinbart erschienen.

    Eine Vertagung des Themas ist grundsätzlich eine Möglichkeit und ein Werkzeug, das dem Gemeinderat, bzw. dem Ferienausschuß zur Verfügung steht.
    Eine Zustimmung der Bürgermeisterin zum Antrag auf Vertagung als Zünglein an der Waage, ist aufgrund der vorausgegangenen Abstimmungen und Vereinbarungen unverständlich und ein sehr negatives Signal hinsichtlich ihrer Verläßlichkeit.

    Aus Prioritätsgründen:
    Sehe ich mir die Agenda der Sitzung an (sie ist online auf den Seiten der Gemeinde Haag einsehbar) scheint die Argumentation, es gäbe andere Prioritäten schon sehr unglaubwürdig.
    Die Agenda hatte 17 Tagesordnungspunkte wovon der erste sich mit der Pandemie beschäftigte (übrigens in knapp 10 Minuten ohne fundamental neue Erkenntnisse und Informationen, ohne sinnvolle Massnahmen, geschweige denn ein Massnahmenpaket abgehakt). Punkt 2 war das Thema Herbstfest und Festverein, die weiteren 15 Punkte beschäftigten sich mit kleineren Finanz- und Bauthemen, die bis in das Jahr 2015 zurück reichten.

    Soviel zum Thema „wichtig“ und „Prioritäten“.

    Es ist offensichtlich nicht im Focus der Gemeinde, dass es auch ein Leben nach Corona geben wird und geben muss.
    Wie schon mehrfach gezeigt fehlt hier der Weitblick in die Zukunft, fehlen langfristige Konzepte, ganz zu schweigen von der Berücksichtigung der Bedürfnisse und Wünsche der Bürger von Haag und dem Haager Land.
    Beispiele hierfür gibt es genügend (alles Auszüge aus den Wahlversprechen):
    • Umsetzung Bebauungsplan und -konzept für Haag und dessen Zukunft
    • Parkraum und Zufahrtskonzept für die Grundschule zugunsten einer fragwürdigen Sanierung, auf Kosten der Sicherheit unserer Kinder
    • Keine Auseinandersetzung mit der Planung und Diskussion des Herbstfestes und anderer kulturell wertvoller Aktivitäten über das Jahr 2020 hinaus.
    Hier scheint nur ein Leben in der Gegenwart und Vergangenheit statt zu finden, statt die Zukunft aktiv zu gestalten.

    Warum werden hier nicht engagierte und motivierte Bürger, die die Gemeinde durch ihre Aktivitäten und ihr Engagement unterstützen, z.B. in einem Festverein, zumindest angehört?
    Welche persönlichen Befindlichkeiten stehen hier über den Aufgaben und Pflichten des Amtes?

    Mit dieser Haltung wird das kleine Pflänzchen Vertrauensvorschuss, dass von den Wählern gegeben wurde mit Füssen getreten.
    Wacht auf und denkt an euren Wählerauftrag, Eure Pflichten und tut langfristig was für Haag, das Haager Land und die Familien und Bürger und hört ihnen vor allem zu.

    Sogd da Xare

    Antworten