Singer: Für den Notfall gerüstet

Edeka-Markt in Wasserburg jetzt mit AED-Säule ausgestattet

image_pdfimage_print

AED-SaeuleDie Björn-Steiger-Stiftung übergab gestern ein AED-Gerät (Automatisierter Externer Defibrillator) an den Edeka-Markt Singer. Der „Am Aussichtsturm“ gelegene Supermarkt ist dank der Stiftungsinitiative „100.000 Leben zu retten“ fortan mit einer lebensrettenden AED-Säule ausgestattet. Mit dem darin enthaltenen Defibrillator können nun die Mitarbeiter, aber auch Kunden im Falle eines plötzlichen Herzstillstands Menschenleben durch Elektroschock retten.

Der Edeka-Markt ist aufgrund seiner großen Verkaufsfläche und regem Publikumsverkehr idealer Standpunkt für solch eine Säule. Durch ihr markantes Erscheinungsbild – roter Fuß, AED-Hinweisaufkleber und Infotafel – kann sie quasi nicht übersehen werden. Sie steht im Markt gegenüber der Info und Post, ist somit zentral gelegen und im Notfall schnell erreichbar. Bei der Aufstellung der Säule wurden die Mitarbeiter in den Umgang mit dem Defibrillator angeleitet. Geschäftsführer der Großmarkt Singer GmbH, Max Singer, freut sich über die neueste Errungenschaft: „Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass wir nun dank der Björn Steiger Stiftung mit einem Defibrillator versorgt sind und im Falle des Falles beherzt Erste Hilfe leisten können.“

Die Björn-Steiger-Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine deutschlandweit flächendeckende AED-Verfügbarkeit zu erreichen. Mit der Initiative „100.000 Leben zu retten“ sollen speziell öffentliche Plätze, wie Supermärkte, Einkaufszentren oder Sportvereine mit einem AED Gerät ausgestattet werden. Im Falles eines plötzlichen Herztodes ist der Defibrillator in Zusammenspiel mit der Herzdruckmassage überlebenswichtig. Sein elektrischer Schock unterbricht das Kammerflimmern, sodass das Herz anschließend durch die Herzdruckmassage wieder zu seinem regelmäßigen Rhythmus zurückfinden kann.

Die Björn-Steiger-Stiftung 

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn-Steiger-Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind zum Beispiel die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf.

Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren