Samuel Costa zurück im Weltcup

Von wegen Karriere-Aus: Vier Operationen und eine Wettkampfpause von über einem Jahr überstanden

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Vier Operationen, eine Wettkampfpause von über einem Jahr und die ständige Sorge, dass eine Fortführung der Profikarriere nicht mehr möglich ist – die Geschichte des besten Nordischen Kombinierers Italiens liest sich wie Thriller. Wie nervenaufreibend und mental fordernd diese 15 Monate im Leben von Samuel Costa wirklich waren, weiß nur er persönlich. Und Hans Friedl – denn dieser nahm sich als Physiotherapeut Costas lädiertem linken Knie an.

Zusammen mit Prof. Dr. Stefan Hinterwimmer von OrthoPlus München, der den Kombinierer schließlich zum vierten und letzten Mal operierte, führte ihn Friedl wieder zurück in den Weltcup-Zirkus. „Samuels Weg ist beeindruckend. Nicht nur, weil er einen Ehrgeiz hat, den ich und mein Team selten erlebt haben, auch weil er trotz der Schwere seiner Verletzung und der damit verbundenen Länge seiner Ausfallzeit niemals aufgegeben hat.“

Friedl, über den Samuel Costa zusammen mit dem italienischen Fernsehen einen Beitrag veröffentlichte, kommt bei soviel Trainingsfleiß regelrecht ins Schwärmen: „Er war nie zu spät oder unentschuldigt bei Behandlungen oder Trainingsterminen, immer auf dem Punkt fokussiert und hat alles angenommen, was wir mit ihm besprochen haben.“

Gespräche, so der Olympia-Physiotherapeut, seien bei derart gravierenden Verletzungen generell wichtig. Man müsse nämlich zunächst auch mental die Patienten erreichen und das Vertrauen ins Comeback wieder greifbar machen.

Costa hat es geschafft – ist schließlich im November 2018 wieder durch die Loipen und die Schanzen der Welttour gefahren oder gesprungen. Bevor es für die Azzurri, die Nationalmannschaft Italiens in der Nordischen Kombination, nun zum Weltcup-Auftakt nach Finnland und Norwegen geht, nutzten er und seine Teamkollegen den Zwischenstopp im Therapie- und Trainingszentrum Hans Friedl. Samuel Costa, Lukas Runggaldier und Aaron Kostner holten sich »bei Hansi« einen letzten Check und das Gefühl, auch statisch komplett in der Spur zu sein.

Trainiert, so die Athleten, hätten sie den Sommer über gut und intensiv – jetzt sei es an der Zeit, wie die Falken (Falcone) durch die Lüfte und Loipen zu fliegen. MP

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