Sakrament der Firmung für 65 Jugendliche

Wasserburg: Großer Tag heute in der Pfarrkirche Sankt Konrad

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firmungEin großer Tag für 65 Jugendliche in Wasserburg: Am heutigen Samstag bekamen sie in der Pfarrkirche St. Konrad das Sakrament der Firmung gespendet. Stadtpfarrer Dr. Paul Schinagl begrüßte dazu Domkapitular Monsignore Thomas Schlichting. In der voll besetzten Pfarrkirche begann er seine Predigt mit der Frage an die Firmlinge, ob sie wüssten, was ein „Swombie“ sei. Die Antwort lautete, dass das Jugendwort 2015 – eine Kombination von „Smartphone“ und „Zombie“ – Menschen meine, die mit gesenktem Blick auf das Display umher liefen, ohne einen Blick auf die reale Umgebung zu werfen und daher wie Zombies wirkten …

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Das Handy oder Smartphone wäre für viele so wichtig geworden, führte der Domkapitular weiter aus, dass ein Verlust selbiger die Idee aufbrächte, zu einem Arzt zu gehen – so als wäre es schon zu einem Körperteil geworden.

Dass die Firmlinge für die Kirche wichtig seien, könne er mit dem Spruch „ihr seid das Salz der Erde“ ausdrücken. Er zeige die Wichtigkeit dieses Minerals für das Leben. Im heutigen Sinne könne dies auch Silizium sein, das so wichtig in der Herstellung von Handys und Smartphones ist.

Statt „Kirche“, „Kinder“ und „Küche“ die wohl früher für das Bild über Frauen als wichtig benannt wurden, könnten diese Werte heute durch drei neue „K´s“ für die Firmlinge ersetzt werden: „Kommunikation“, „Kontakte“ und „Kreativität“. Kommunikation mit Freunden, sich verabreden zu können, erreichbar für den Freundeskreis zu sein, miteinander zu schreiben und sich zu treffen, dafür kann das Handy oder Smartphone ein Garant sein, für gute Kommunikation sei der Heilige Geist der göttliche Garant.

Kontakte waren in der Vorbereitungszeit auf die Firmung zentrales Thema. Die Firmgruppen besuchten Kindergärten und Seniorenheime, fanden Kontakt mit ganz jungen und älteren Menschen, aber auch Kontakt zu ihrer Heimat über das Stadtarchiv. Wesentliches hätten die Firmlinge schon alle in der Taufe bekommen und dies werde mit den Worten des Firmsakraments nun „besiegelt“, um zur Entfaltung zu kommen: die Kreativität der jungen Christen sei jetzt gefragt. Denn sie seien es, die mit ihrem Glauben den weiteren Weg der Kirche mitgestalten. Dazu wünschte ihnen der Domkapitular die Begleitung durch die drei neuen „K´s“ auf ihrem Weg.

Zur musikalischen Umrahmung sang der Jugendchor mit dem Instrumental-Ensemble unter der Leitung von Anja Zwiefelhofer.

Andrea Däullary

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