Neues EKG für den Rettungswagen

Freibieraktion der Brauerei Unertl bringt über 11.000 Euro für das Rote Kreuz

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Mit dem eigenen Glas selbst vom Fass zapfen: Für etlichen Wochen gab es gegen eine freiwillige Spende an der Haager Brauerei frisch gezapftes Unertl (wir berichteten). Eine aus der Notsituation heraus entstandene Idee, um das von den Gastronomen zurückgekaufte Bier nicht wegschütten zu müssen. Nun konnte die stattliche Summe von 11.200 Euro an das Rote Kreuz übergeben werden.

Insgesamt 85 Fässer mit je 30 Litern wurden in Haag für den guten Zweck getrunken. „Es ist schön, wie in der Krise alle Haager zusammenhelfen“, freute sich Bereitschaftsleiter Florian Ferschmann über den Spendenbetrag. Mit den erhaltenen Spenden kann der Rettungswagen mit einem neuen EKG ausgestattet werden, das außerdem Blutdruck und Sauerstoffsättigung messen kann. Ferschmann: „Es kommt Haag wieder zu Gute.“

 

 

Gestartet war die Freibieraktion während der Hochphase der Corona-Entwicklungen im Landkreis. Der Einfall entstand aus der Notsituation der Gastronomen (wir berichteten). Nachdem die Brauerei das Bier zurückgekauft hatte, kam die Idee für die Spendenaktion unter strengen Hygieneauflagen. Viele hatten Angst vor der aktuellen Krise, umso überwältigender sei die Spendensumme, freute sich Georg Huber, Vorsitzender des Kreisverbandes Mühldorf. Er bedankte sich bei der Brauerei, die mit ihrer Aktion an das Rote Kreuz gedacht hat. Wichtig sei, sich „gegenseitig stützen und unterstützen“, beteuerte Huber. „Das BRK lebt vom Ehrenamt und ist selbstfinanziert“, so Ferschmann. Deshalb komme auch jede Spende sinnvoll an.

 

„Es ist super, dass aus diesen Entwicklungen jetzt etwas Positives, ein EKG, rauskommt“, so Alois Unertl IV. Er dankte allen „Biergenießern“, die die Aktion mit ihren Spenden unterstützt haben. „Sie haben Bier in eine Spende verwandelt“, zeigte sich auch Alois Unertl III. begeistert von dem Zusammenhalt. Die insgesamt 300 Fässer mit 10.000 Liter zurückgekauften Bier konnten an verschiedenen Stellen für den guten Zweck ausgeschenkt werden. Beinahe alles wurde ausgetrunken.

 

Foto (von links): Alois Unertl III., Alois Unertl IV., Florian Ferschmann, Georg Huber, Marcus Schahman, Wolfgang Rakowitz, Rebecca Konietzko, Sebastian Bachmaier

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Ein Kommentar zu “Neues EKG für den Rettungswagen

  1. Das haut mich jetzt um!
    Wie in einem Märchen mit super HappyEnd.
    Da gibts nur Gewinner:
    Die Wirte
    Die Bevölkerung hat sich gesund ernährt
    Die Umwelt
    Die Ehrenamtlichen
    Der Bräu hat ein Imageplus
    Die Bevölkerung hat einen 2ten modernen Sanka für Notfälle
    Endlich mal eine rundum gelungene positives Sache in diesen vogelwuidn Zeiten.
    Und endlich mal wieder gute Neuigkeiten aus Haag und vor allem für Haag!
    Weiter so im nördlichen Altlandkreis👍🏻

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