Ministerin Ilse Aigner übergab die Preise

Festlicher Abend zum 4. Meggle-Gründerpreis im Rathaussaal - Unsere Bilder

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192153Stelldichein der Prominenz aus Wirtschaft und Politik: Neben Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner waren gestern die Rosenheimer Landtagsabgeordneten Otto Lederer und Klaus Stöttner, Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, Bürgermeister, Kreis- und Bezirksräte ebenso nach Wasserburg gekommen, wie zahlreiche heimische Unternehmer und Vertreter der Wirtschaft. Sie alle trafen sich zur Vergabe des 4. Meggle-Gründerpreises im historischen Saal des Wasserburger Rathauses, der bis auf den letzten Platz gefüllt war. Begrüßt wurden die Gäste wie alle Jahre von Toni Meggle.

192149Der bedankte sich eingangs bei seinen Mitarbeitern sowie bei seiner Führungsspitze um Christian Sedlatschek, Vorstand Finanzen der Meggle AG, und Drs. Sil H. van der Ploeg, dem Vorsitzenden des Vorstands der AG. Letzterer vertrat am gestrigen Abend Meggle bei einer Tagung im schottischen Edinburgh und konnte diesmal an der Preisverleihung nicht teilnehmen.

Toni Meggle bedankte sich auch besonders bei seiner Frau Marina: „Der Mittelstand ist der Rückhalt für Bayern, meine Ehefrau für den Unternehmer Toni Meggle.“

Der Stifter des Meggle-Gründerpreises, der alle Jahre mit insgesamt 50.000 Euro dotiert ist, übergab dann das Wort an Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Es sei ihr eine Herzensangelegenheit, bei der Preisverleihung als Gastrednerin auftreten zu dürfen „Meggle begleitet mich schon mein ganzes politisches Leben lang – ob als ehemalige Kreisrätin oder Landwirtschaftsministerin.“

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Aigner sprach anschließend über Bayerns wirtschaftliche Stellung in Europa. Sie zeigte auf, wie viel der Freistaat in den Wirtschaftsstandort und neue Technologien investiert. „Wir sind wirtschaftlich gesehen unter den Top drei der erfolgreichsten Industrieländer auf der Welt, auf dem Sektor IT die Nummer eins in Europa.“ Und das solle auch weiterhin so bleiben. Die Ministerin mit einem Schmunzeln in Richtung Toni Meggle: „Wir lassen uns die Butter nicht vom Brot nehmen.“

Aigner führte eindrucksvoll aus, dass der Mittelstand weit mehr sei, als ein reiner Wirtschaftsfaktor. Sie sieht in ihm den Garant der sozialen Marktwirtschaft. Der Mittelstand bemesse sich nicht nach der Einkommensklasse oder dem Steuertarif. Mittelstand sei eine Lebenseinstellung und stehe für Fleiß, Pioniergeist und soziales Engagement.

Damit sprach sie Toni Meggle aus dem Herzen, der ähnliche Werte herausstellte: „Die Basis für die insgesamt hohe Lebensqualität und den Wohlstand, den wir in unserem Land genießen dürfen, ist ganz ohne Frage der Mittelstand“, so der Aufsichtsratsvorsitzende von Meggle, der nachfolgend zum Meggle-Gründerpreis weiterführte: „Diese typisch mittelständische Kombination aus Neugier, Dynamik und qualitativ hochstehender Umsetzung ist wahres Unternehmertum. Und dieses Unternehmertum wollen wir tatkräftig unterstützen, indem wir Gründer und ihre erfolgreichen Geschäftsmodelle mit dem Meggle-Gründerpreis auszeichnen.“

 

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„Familienunternehmer denken nicht in Quartalen, sondern in Generationen“

Gerd Maas, Vorsitzender des Regionalverbandes der Familienunternehmer, moderierte die anschließende Podiumsdiskussion, bei der die Erfolgsunternehmer Toni Meggle, Walter Schatt (Schattdecor AG) und Patrick Bonetsmüller (Somic Con) zusammen mit der Wirtschaftsministerin über die Herausforderungen für und die Zukunft des Mittelstandes diskutierten.

Dabei ging es über so wichtige Themen wir die Nachfolgeregelung, die Erbschaftssteuer, die allen Familienunternehmern ein Dorn im Auge ist, und die demographische Entwicklung. Auch zum Thema Asyl und Zuwanderung nahmen die Podiumsteilnehmer Stellung. „Wir können nicht unendlich viele Menschen bei uns aufnehmen“, sagte die Ministerin, die damit die Position von Ministerpräsident Seehofer vertritt. Und Walter Schatt: „Wir haben es Jahrzehnte versäumt, uns als Zuwanderungsland zu positionieren. Jetzt fallen wir ins andere Extrem und öffnen alle Schleusen.“

Am Ende der Diskussion fasste Gerd Maas nochmals die Position der Familienunternehmen mit einem Slogan seines Verbandes zusammen: „Wir denken nicht in Quartalen, sondern in Generationen.“

Durch den Abend führte Dr. Sonja Lechner, begleitet vom Streichquartett des Mozarteums Salzburg. HC

Der Bericht über die Preisverleihung …

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Impressionen aus dem Wasserburger Rathaus (Fotos: Meggle):

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Der MEGGLE Gründerpreis wurde 2015 zum vierten Mal vergeben.

Zielgruppe waren Unternehmen aus den Städten und Landkreisen Rosenheim, Mühldorf, Traunstein und Ebersberg, die nach Gründungsinitiative mindestens drei Jahre, jedoch höchstens sieben Jahre in unabhängiger Entwicklung mit innovativen Produkten oder Dienstleistungen am Markt agieren.

Die Bewerbung musste in überzeugender Darstellung das Geschäftsmodell, die Originalität und die Geschäftsentwicklung der ersten Jahre in Kurzform, mit Anlage eines Business-Plans mit Erfolgskennzahlen, wiedergeben.

Ausgeschlossen waren Unternehmen, die von Mitgliedern der Jury gegründet wurden, sowie die Preisträger der Jahre 2012, 2013 und 2014.

Diese waren:

2012

·         Stefan und Josef Willkommer, TechDivision GmbH, Kolbermoor

·         Willi Bruckbauer, Bora Lüftungstechnik GmbH, Raubling

·         Robert Neumeier, Manufaktur Pastafino, Trostberg

2013

·         Dr. Lars Matthes, Envento Windenergie GmbH, Bergen

·         Bernhard Koller und Armin Wagner, Bioteaque GmbH & Co. KG, Traunstein

·         Alois Grundner, meineumwelt GmbH, Vogtareuth

2014

·         Grimmeisen Licht GmbH, Wasserburg

·         Moarhof Betreiber GmbH, Samerberg

·         O. E. L. Goldmühle, Garting

 

Die Jurymitglieder des MEGGLE Gründerpreises 2015 sind:

Frau Christine Völzow, vbw

Frau Anja Schatt-Steiner, Schattdecor

Frau Helga Wimmer, Kreishandwerksmeisterin Mühldorf

Herr Gerd Maas, Vorsitzender Die Familienunternehmer ASU

Herr Prof. Dr. Heinrich Köster, Präsident Fachhochschule Rosenheim

Herr Peter Eicher, Kreishandwerksmeister Traunstein

Herr Johann Schwaiger, Kreishandwerksmeister Ebersberg

Herr Gerhard Schloots, Kreishandwerksmeister Rosenheim

Die Koordination des Gründerpreises übernahm Frau Christine Völzow, Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft.

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