Löwen enttäuschend und enttäuscht

0:3 - Wasserburg unterliegt einer mit Zweitligaspielern verstärkten Regensburger Truppe

image_pdfimage_print

Im ersten Punktspiel nach 195 Tagen Corona-Pause mussten die Wasserburger Fußballer eine herbe Niederlage einstecken. Bei den jungen Wilden aus Regensburg setzte es eine deftige 0:3-Klatsche. Die Tore für Regensburg fielen allesamt in der zweiten Halbzeit.


Knapp 100 Zuschauer am Trainingsgelände des SSV Jahn Regensburg warteten bei bestem Fußballwetter gespannt darauf, wie sich die beiden Mannschaften nach der langen Pause präsentieren würden. Die Wasserburger Löwen mussten sowohl auf Kapitän Matthias Haas, als auch auf Maximilian Höhensteiger verzichten. Haas laboriert an einer Knieverletzung, Höhensteiger war aus privaten Gründen verhindert.
So durfte sich Neuzugang Maximilian Hain bei seinem ersten Pflichtspiel nach seiner Rückkehr zu den Wasserburger Löwen die Kapitänsbinde überstreifen. Wie alle anderen Spieler hätte er sich sein Debüt sicherlich erfolgreicher vorgestellt.
Auf der anderen Seite konnte Regensburg auf mehrere Spieler aus dem Profikader zurückgreifen, die teils über große Zweitliga-Erfahrung verfügen.

Nur in den ersten zehn Minuten konnte Wasserburg das Spiel ausgeglichen gestalten. Danach dominierten zunehmend die jungen Spieler aus der Reserve des Zweitligisten.
Mehrfach konnten die schnellen Stürmer nach langen Bällen die neuformierte Wasserburger Hintermannschaft vor große Probleme stellen. Trotz eines deutlichem Chancenplus für Regensburg – Wasserburg konnte nur einen Torschuss durch Albert Schaberl verzeichnen – ging die Partie mit einem 0:0 in die Halbzeitpause.

In der zweiten Hälfte änderte sich nur wenig am Spielverlauf. Leider wurden die Rothosen aus Wasserburger Sicht immer gefährlicher und effektiver. So konnte Stowasser in der 58. Minute einen Freistoß, der noch leicht abgefälscht wurde, zum 1:0 verwandeln. Danach häuften sich die Chancen für den Jahn. Erneut Stowasser war es vorbehalten, nur vier Minuten nach dem Führungstreffer, das zweite Tor zu markieren. Eine lange Flanke aus dem Halbfeld verwertete er, am langen Pfosten stehend, mit einem satten Volleyschuss.

Trainer Michael Kokocinski versuchte mit der Einwechslung einiger junger Spieler noch etwas mehr Druck nach vorne aufzubauen. Letztendlich konnten sich die Löwen aber auch in der zweiten Halbzeit keine einzige nennenswerte Chance erspielen. Ein konstruktiver Spielaufbau war über die gesamte Spielzeit unter dem Pressing des Gegners nicht möglich.

So konnte der eingewechselte Veron Dobruna, nach einem abgewehrten Schuss des ebenfalls kurz zuvor eingewechseltem Nandzik, den 3:0-Endstand herstellen. Regensburg erspielte sich noch zahlreiche weitere Chancen. Torwart Dominic Zmugg hielt, was zu halten war, konnte aber die Tore zum klaren Regensburger Heimsieg nicht verhindern.

Das Spiel sollten die Wasserburger Löwen rasch abhaken. Bereits am kommenden Freitag um 19:00 Uhr besteht die Chance auf Rehabilitation. Dann trifft man im Toto-Pokal-Qualifikationsspiel im heimischen Altstadtstadion auf den Bayernligisten Hankofen-Hailing.

Text: MS
Fotos: STÜ

TSV 1880 Wasserburg: Zmugg – Grübl, M. Hain, Stephan, Weber – Knauer (ab 73. Neumeier), J. Hain (ab 64. Simeth) – Schaberl (ab 55. Vorderwestner), Denz, Barthuber (ab 64. Goncalves) – Ungerath

Tore: 1:0 Stowasser (58.), 2:0 Stowasser (62.), 3:0 Dobruna (78.)

Schiedsrichter: Martin Speckner (SG Schloßberg 09)

Zuschauer: 95

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

2 Kommentare zu “Löwen enttäuschend und enttäuscht

  1. Enttäuschend trifft es, vorallem von den 3 neuen erfahrenen spielern, m. Hain,grübel und denz hätte ich mehr erwartet. Es kam kein löwenspiel zustande das über die letzten jahre so begeistert war.

    Antworten
    1. Ohne Matze Haas und Höhensteiger gelingt auswärts so gut wie gar nichts – die 6. Auswärtsniederlage in Folge. Man muss sich jetzt auf die Heimspiele konzentrieren, denn die nächsten beiden Auswärtsgegner sind Donaustauf und Pipinsried – leichter wird es definitiv nicht.

      Wobei ich die Sache mit den Profiverstärkungen seitens des Jahn als Wettbewerbsverzerrung sehe – daher eine eigene Reserveliga für die Zweitvertretungen!

      Antworten