Innkaufhaus schließt die Pforten

Nach 46 Jahren Aus für Wasserburger Institution - Am 17. Dezember ist Schluss

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DSC_1300„Das ist wie ein Erdbeben im Wasserburger Einzelhandel.“ Moritz Hasselt, Vorsitzender vom Wirtschaftsförderungsverband, bringt es auf den Punkt. Das Innkaufhaus, 46 Jahre aus dem Stadtbild nicht wegzudenken, schließt am 17. Dezember wohl für immer seine Pforten. Gestern war Betriebsversammlung. Geschäftsführerin Moana Bolfeta musste allen 45 Mitarbeitern kündigen. „Wir sind wie eine Familie. Das war für mich ein ungemein schwerer Schritt. Aber ich bin erleichtert, wie meine Mitarbeiter trotzdem hinter mir stehen.“

Der Internethandel und sinkende Umsatzzahlen sind der Hauptgrund für die Schließung.

„Es ist unglaublich schwierig geworden, mit den Lieferanten zu verhandeln. Wir warten manchmal tagelang auf Ware, im Internet bekommt’s der Kunde am nächsten Tag vor die Tür gelegt. Da haben wir natürlich keine Chance mehr“, so Bolfeta.

Zur wirtschaftlich schwierigen Lage seien in den vergangenen Wochen auch noch gesundheitliche Probleme gekommen. „Der Schritt ist mir nicht einfach gefallen. Er ist aber absolut notwendig.“ Sie finde es einfach nur berührend, wie die Belegschaft die Nachricht aufgenommen habe. „Die haben mich getröstet, mir sogar Blumen zum Abschied geschenkt. Es war einfach unglaublich schön, mit diesen Menschen zusammenzuarbeiten.“

Sofort Schluss ist indes noch nicht. Bolfeta: „Der Betrieb im Innkaufhaus läuft ganz normal bis 17. Dezember weiter. Bis dahin geben wir uns Zeit, noch nach Lösungen – eventuell auch nach einem Nachfolge-Modell – zu schauen.“ HC

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54 Gedanken zu „Innkaufhaus schließt die Pforten

  1. Ein Wasserburger

    Ich bin schockiert. Jetzt fast schon wöchentlich Meldungen über die Schließung Wasserburger Traditionsgeschäfte. Die Altstadt blutet aus!

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  2. Nun ja… wenn man sich auch Billig-Mode-Ketten in die Stadt holt – wen wundert’s?
    Sehr schade! Denn im Innkaufhaus gab’s so gut wie alles!
    Viel Kraft und Erfolg allen Mitarbeitern auf der Suche nach Neuem!

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    1. Sie sprechen mir aus dem Herzen! Ich danke Ihnen!

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    2. Absolut richtig: Kik ist in der Stadt, H&M, und wer weiß, was sonst noch kommt!!?!
      Mein Herz blutet genauso, dass der Herrenausstatter Forstmeier schließt. „Herrenausstatter“ allein dieses Wort ist gold wert! Ich bin noch nie, nie derart kompetent und modisch ausgestattet worden wie dort. Und die Preise konnten sich locker messen mit Zalando und dem ganzen anderen Krampf…

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    3. ja leider jagen und feilschen die Menschen für Pfennig Beträge anstatt an das Stadtbild zu denken u. den Erhalt unserer Kultur ! das stimmt traurig !

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  3. Da sieht man einfach mal, dass das Internet alles ruiniert!

    Die Leute vergleichen doch nur noch die Preise der Händler mit Internetpreisen! Es bedenkt aber keiner, dass ein Händler vor Ort einen ganz anderen Kostenaufwand hat! Die Mitarbeiter bekommen einen fairen Lohn, der von den Internetbetreibern nicht bezahlt wird!

    Auch kann ein kleiner Händler nicht immer alles an Ware auf Lager haben! Das fordern Kunden! Der Kunde will Internetpreise und noch dazu den Service der Händler vor Ort!

    D.h. In dem Preis soll die Kundenberatung u. der Service kostenlos dabei sein!

    Auf der anderen Seite stehen die Angestellten, die einen gerechten Lohn brauchen! In den Geschäften wird geschaut, im Internet gekauft! Darum werden nicht nur in Wasserburg die kleinen Geschäfte immer weniger!

    Jeder bedauert es, aber wenn ihr alle in den kleinen Geschäften einkaufen würdet, dann müsste man nichts bedauern! Man muss auch bedenken, dass durch den Kauf im Netz, viele regionale Arbeitsplätze verloren gehen! Somit auch die der Kinder!

    Solange der Kunde von den kleinen Händlern Internetpreise verlangt, solange müssen Geschäfte schließen! Nicht bedauern, sondern umdenken!

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  4. Und was wird dann daraus. Vermutlich völlig überteuerte Großraumwohnungen mit extrem hässlicher Architektur.

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    1. ArmesWasserburg

      Jetzt sind alle bestürzt, aber zu geizig, in der Stadt zu kaufen. Ich arbeite selbst im Wasserburger Einzelhandel – ja zum Probieren und zum Beraten sind wir alle gerne gesehen, was kaufen – nee bei Z oder XY gibt’ses ja billiger – und am nächsten Tag auch vor der Tür.
      Jeder sollte sein Kaufverhalten mal prüfen – die ‚Geiz ist Geil-Methode‘ ruiniert nicht nur unsere Stadt!

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      1. eben wir müssen wieder umdenken, unsere Kinder das näher bringen und auch die Produktionsstätte wieder nach Deutschland bringen ! wie es ein Donald Trump auch für die Amerikaner machen möchte. China u. Indien, weder die Türkei oder gar Bagladesh müssen für uns produzieren, die haben genügend Einwohner ohne für Europa billigst die Ware an den Mann zu bringen. Wer verdienst am meisten, der Zwischenhändler !

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    2. Tradition zählt doch schon lange nicht mehr. Wenn ich da an das Hotel Fletzinger denke, mit dem einzigst schönen Biergarten und was dort jetzt steht, bin ich wirklich, wirklich froh, dass ich Wasserburg schon lange als einst wahnsinnig schöne Stadt, den Rücken gekehrt habe. 🙁

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      1. Gisela Mijic

        Da haben Sie total recht !!!

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  5. Ich war letzte Woche im Inn-Kaufhaus und wollte einkaufen. Das Personal musste ich zuerst grüßen, Hilfe hat mir niemand angeboten. Seit Jahren die selbe Warendarbietung. Das ist auch ein Teil der Wahrheit.

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    1. ArmesWasserburg

      Ich widerspreche. Gerade in der Damenabtgl. – Geschirrabtlg. wird man bei Kleinigkeiten herzlichst bedient.
      Auch eine Nadel im Heuhaufen kann man finden, wenn man sie suchen will.
      Warum haben Sie das dann nicht im Haus erwähnt???

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      1. Susi Obermeier

        Warum soll der Kunde das erwähnen? Das ist doch gar nicht seine Aufgabe? Es ist Aufgabe des Inhabers, dafür zu sorgen, dass seine Kunden zufriedenstellend bedient werden. Sonst kommt der Kunde eben nicht mehr. So war das schon immer, aber in Deutschland hat man sich damit schon immer etwas schwer getan, hier war die Servicewüste schon immer arg ausgebreitet.

        Und wer sagt denn, dass man im Internet kauft, nur weil es billiger ist?

        Mich persönlich nerven unmotivierte und unwissende Verkäufer (die oftmals einfach nur Kassierer sind, aber keine Verkäufer) und auch der Zeitfaktor spielt eine große Rolle.

        Da kann ich mich im Internet auch selber und schneller informieren, z. B. auch anhand von Bewertungen anderer Käufer.

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        1. Altstadtbewohner

          Ein alleinstehende/r Verkäufer/in kommt – ganztags arbeitend – auf maximal 200 EUR mehr, als ein alleinstehender Hartz IVler.

          Dem Hartz IV-Bezieher stehen 400 EUR Unterhalt, Mietkosten, Heizungskosten, Krankenkasse, Medikamentenzuzahlung, Wohnungsrundausstattung zu.

          Ein/e Verkäufer/in mit einem Vier-Personenhaushalt mit 2 Kindern kann ganztags nie das verdienen, was einem Vier-Personen-Haushalt bei keiner arbeitenden Person an Hartz IV zusteht.

          Warum soll da ein Verkäufer noch vor jedem Kunden buckeln?
          Warum soll da ein Verkäufer (auch einen Hartz IV ler) bedienen, als wäre der Kunde König?

          Nein, bei dem Gehalt, das ein Verkäufer aktuell nach Tarif bekommt, kann man wirklich von keinem Verkäufer verlangen, dass er ab 8.00 bis 20.00 Uhr verfügbar ist und jeden Kunden zuvorkommend bedient.

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      2. Nein, ich suche nicht die Nadel im Heuhaufen, ich schildere meine Erfahrungen. Ein Haus, das sich seit 30 Jahren nicht mehr verändert hat, das sich nicht Service, Kundenorientierung und Innovation auf die Fahnen schreibt, hat heute keine Chance mehr. Die 80er-Jahre sind vorbei!

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  6. Die Mitarbeiter stehen vor dem Aus
    Sie haben keinen Job mehr und für 50-Jährige ist es einfach nicht leicht, einen neuen Job zu finden
    Im Innkaufhaus wurde man immer sehr freundlich und herzlich bedient – ich kann es nicht verstehen, dass so ein tolles Geschäft nun ab Dezember weg sein soll…

    Ich hoffe, es findet sich jemand, der den Laden übernimmt.
    Viel Kraft an die Angestellten und Fr. Bolfeta!

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    1. Danke für Ihre Worte!

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    2. Na, das Gejammer ist wieder groß.
      Fakt ist, dass ich auch schon seit einigen Jahren in Wasserburg wohne und ich muss gestehen, dass ich das Innkaufhaus immer gemieden habe. Und sollte ich dann doch mal reingegangen sein, weil ich was kaufen wollte, habe ich die Freundlichkeit der Mitarbeiter gesucht, aber leider nicht gefunden.

      Viel mehr habe ich festgestellt, dass die Damen und Herren ihre Stammkunden und Bekannten höflichst bedient haben, Laufkundschaft wurde gerne ignoriert. Das ist meine persönliche Erfahrung.
      Klar muss auch sein, dass die „Ich lass mich mal beraten und kauf dann wo anders“-Mentalität so auch nicht geht. Und das im Internet eingekauft wird, ist doch auch klar – ich kann das bestellen und wenn es mir nicht gefällt, sende ich es wieder zurück.

      Vielleicht sollte man sich halt auch mal was einfallen lassen, um sich von den anderen abzuheben! Z.B. einen direkten Lieferservice oder eine Beratung beim Kunden selbst.
      Was anderes ist natürlich, wenn der Inhaber/inn aus gesundheitlichen Gründen aufhört oder auch altersbedingt.
      Aber wegen den Schließungen der kleinen und mittelständigen Geschäfte müssen wir uns alle auch an die eigene Nase fassen.

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      1. Ich wohne seit kurzem (2 Jahre) in Wasserburg. Ich liebe die traditionellen Geschäfte und gehöre nicht zu den Menschen, die sich im Geschäft beraten lassen und dann im Internet kaufen.

        Ich bin der Meinung, dass Geschäfte vor Ort unterstützt werden müssen und so werde ich es auch weiter handhaben.

        Dennoch habe ich beim Innkaufhaus bei meinem ersten Besuch ebenfalls feststellen müssen, dass bekannte Gesichter gerne und sehr freundlich begrüßt werden. Neue Gesichter leider aber eher abschätzend gemustert werden.

        Ich dachte mir damals, dass Angestellte auch mal einen schlechten Tag haben können, leider war es auch die Male danach nicht besser.

        Nachdem ich es einmal angesprochen hatte, hat sich die Dame nur genervt und nicht wirklich einsichtig gezeigt. Dennoch mochte ich das Sortiment und die Auswahl, gerade was die Kurzwaren betrifft.

        Schade ist es allemal. Ich würde lügen, wenn ich nur wettern würde, weil dies nicht fair wäre.

        Ich bin zwar noch relativ jung mit Mitte 30, dennoch bin ich auch noch mit den sogenannten „Tante Emma“-Läden aufgewachsen und vermisse dieses familiäre Klima sehr. Gerne habe ich bei kleineren Geschäften höhere Preise in Kauf genommen.

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        1. Dass so ein gutes Haus nicht weiter existieren kann liegt am Gesamtumfeld.
          Billigangebote durch Anbieter wie H&M, Kik und dergleichen.
          Ein Kik oder ein Lidl haben ein sehr breites Angebot zu sehr niedrigen Preisen, Haushaltsgegenstände, Bekleidung und so vieles mehr + Parkplatz vor dem Haus.
          All diese Konkurrenten zahlen keine fairen Löhne, all diese Konkurrenten bieten niveaulause, fensterlöse Läden, Kik beispielsweise ist zudem ein Mieter dem man seinem größten Feind nicht wünschen würde.
          Aber all diese Konkurrenten + Internet haben das Rennen gemacht.
          Warum?
          Wegen Geiz ist Geil Mentalität, wegen oftmals geringem Einkommen + wenig Zeit möglicher Kunden.

          Das Schließen dieser von vielen geschätzten Läden und Kaufhäusern ist die logische Antwort auf die Entwicklung des Einzelhandels der letzten 10 Jahre.

          Für einen Erhalt dieser tollen Läden reicht es nicht, dass Leute die es sich leisten können dort einkaufen.
          Für den Fortbestand wäre ein entsprechendes Konzept nötig, die diese Läden schützt.
          Sind diese Läden erst mal weg ist es zu spät.

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  7. SPONSOREN für Sportvereine, Musikschulen, Volkshochschulen und vielen anderen Vereinen, dass sind ganz viele Kleinbetriebe und Geschäfte, die auch noch die Steuern vor Ort zahlen. Mal abwarten, ob Discounter, Bekleidungsketten oder ähnliche Unternehmen zum Allgemeinwohl beitragen und die Vereine unterstützen.

    Vielleicht muss man aber auch die Mitglieder der erwähnten Vereine erinnern, vor Ort beim Einzelhandel einzukaufen.
    Eine Stadt ohne Einzelhandel, wird in naher Zukunft eine Stadt ohne intaktem Vereinsleben.
    Trotzdem fahre ich als gebürtiger Wasserburger noch immer gern in meine Heimatstadt, denn ich glaube fest daran, dass diese Stadt auch in Zukunft immer ein Besuch wert ist.

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  8. Ja, so ist das, wenn wir alle nur noch im Internet nach Preisen schauen und komplett vergessen, was eine kompetente Beratung vor Ort doch eigentlich Wert ist!

    Manchmal hilft die richtige Beratung sogar Geld zu sparen!

    Und alle vergessen den „Lebenswert“, den eine solche Einkaufsmöglichkeit vor Ort bietet …
    Jeder Einzelhandel kann nur so gut sein, wie seine Kunden!

    Und dann wird wieder groß gejammert, wie schlecht es doch ist, wenn wieder einer schließt – Leute nicht jammern – Einkaufskorb greifen und erst einmal am Ort schauen, was angeboten wird!

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  9. So geht es uns als Autoverkäufer seit Jahren: Interessent – schön ’ne Probefahrt gemacht, das Fahrzeug mit dem Verkäufer konfiguriert, Prospekt und Preisliste mitgenommen, bei zig Händlern hat er um Rabatte gefeilscht, und dann ein EU-Fahrzeug gekauft.

    Dass wir dann das Fahrzeug sauber machen müssen, getankt auf unsere Kosten haben wir eh, mehr Kilometer sind auf dem Tacho, zwei, drei Stunden mit dem Kunden verbracht, für nix und wieder nix, interessiert dann Keinen von den Herrschaften, und wenn ein Autohaus schließen muss, ist das Geschrei ein Bruchteil davon wie hier…….
    Da gibt’s nur eins, Augen zu und durch, sind ja nicht alle so…..

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  10. Also wenn ich mal meine Meinung dazu abgeben darf:

    Es ist die logische Konsequenz einer Tatsache. Nicht nur Amazon und andere Onlinehändler haben das Innkaufhaus (und einen großen Rest) der Altstadt zerstört (oder sind gerade dabei) sondern:

    Ältere Mitbürger in Wasserburg. GENAU DIE, die sich jetzt mit darüber echauffieren, dass das Innkauf dichtmacht.

    Warum? Leicht erklärt: Mit dem ständigen Zerstören des Nachtlebens in Wasserburg schafft man genau eines: Den Weggang der Jugend. Und die fehlt nun hier.

    Warum können die Läden in Rosenheim in der FuZo Preise verlangen, die höher sind? Weil die Strassen voll sind von Leuten, die im Gegensatz zu Wbg halt auch u50 sind, und gern shoppen gehen. Ihr nicht-mehr-ganz-so-jungen-Wasserburger (die, die nun am lautesten plärren) gebt wirklich euer Bestes, die Stadt jedem u35 madig zu machen.

    Altstadt? Muss jetzt früher dicht machen. White Secret? Überhäufen wir mit Anzeigen etc etc etc. Und dann wundern, dass die Laufkundschaft ausbleibt, die Altstadt stirbt etc.

    Fasst euch mal an der Nase. Das was ihr da macht, ist vielleicht grad angenehm für euch – Wasserburg blutet über Dauer aber aus.

    Gentrifizierung at its best.

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    1. Gisela Mijic

      Hast du an Vogel oder was, jetzt sind wir Alten dran schuld ….. Du hast sie ned mehr alle !!!!!!

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    2. eine Eiselfingerin

      Also dieser Kommentar scheint mir ziemlich daneben, als ob die Stadt nur vom Nachtleben der jungen Leute lebt. Das hat für mich wirklich nichts mit der Schließung des Innkaufhauses zu tun. Ich gehe gerne ins Innkaufhaus und werde immer gut bedient. Meistens ist es so “ wie man in den Wald hineinruft, so hallt es zurück.“
      Schade !

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    3. Da ist einer sauer, weil ältere Bewohner Wasserburgs erreicht haben, dass nicht mehr bis zum Sonnenaufgang in Wasserburgs Altstadt gesoffen werden kann.

      Die Sperrstunde hat 0,0 mit dem zurückgehenden Umsatz des Innkaufhauses zu tun.
      Absolut nichts.
      Erklär mir doch bitte mal, wie das Innkaufhaus vom ungezügelten, endlosen Feiern und Saufen in Wasserburgs Altstadt profitieren würde. Durch den Müll, den diese Säufer vor dem Innkaufhaus hinterlassen?

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      1. Nun ich habe versucht es euch zu erklären, und recht behalten, weil die Sparte nun am lautesten plärrt. Aber nochmal langsam:
        Keine Jugend, keine Fussgängerzone.
        Keine Fussgängerzone, kein Innkaufhaus auf der Fussgängerzone.

        Und die Jugend habt ihr sehr effizient aus Wbg rausgeekelt. Good job, ihr feiert euch offenbar ja ausgelassen selbst dafür 😉

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        1. Wasserburger Grantler

          ich bin ja gerne bereit mir andere Meinungen anzuhören, aber Blödsinn wird nicht dadurch wahrer, wenn man ihn nur oft genug wiederholt. Sperrstunde hat mit Umsatzrückgang nichts, aber gleich gar nichts zu tun, und wer, glaubst du wohl, kauft mehr im Internet ein – Jüngere oder Ältere?

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        2. @Pat.
          Hab bisher immer gedacht, Alkohol vernebelt nur zeitweise den Verstand.
          Also wenn man sieht was du hier für dummes Zeug fern jeglicher Realität erzählst, dann muss ich sagen:
          Die Sperrstunde ist dringend notwendig, muss ausgeweitet werden und allen Wirten die Jugendlichen verbotener Weise Alkohol ausschenken gehört umgehend die Lizenz entzogen.

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    4. Gusti Schnecke

      Gerade die ältern Leute kaufen im Inn-Kaufhaus die jungen wollen doch H&M, Telly Well, Deichmann ect. ………

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    5. Ich bin auch kein Freund von Sperrzeiten, mir war aber nicht bekannt, dass das Innkaufhaus die gleichen Öffnungszeiten wie das White Secret hat. Wenn Sie auch weiße Mäuse und rosa Elefanten sehen, ist ein Arztbesuch ratsam.

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      1. Es kann halt jeder Euro nur einmal ausgegeben werden.
        Die Altstadt selbst leidet mit Sicherheit nicht mit sinkenden Umsatzzahlen.
        Die Altstadt leidet durch gravierende Architektursünden.

        In der Altstadt ist übrigens immer noch reichlich Publikum, die Hofstatt ist auch an Werktagen stark bevölkert.
        Sind halt keine Innkaufhauskunden, sondern Kunden in Handy- und Nikeläden.

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  11. Das tut mir sehr leid. Gehe sehr gerne ins Inn Kaufhaus und obwohl ich wohl kein Stammkunde bin, werde ich immer sehr gut bedient.

    Ich konnte auch schon einen Fehleinkauf ohne Probleme zurück bringen und habe das Geld bekommen. Ist auch nicht umständlicher als zurückzuschicken.
    Mich macht die Entwicklung sehr traurig, da ja nicht nur Inn-Kaufhaus und Palmano 1 schließen, sondern auch noch an vielen anderen kleinen Läden das Schild zu vermieten hängt und diese wohl demnächst schließen.

    Ausserdem stehen eh schon einige Läden längere Zeit leer.
    Bald unterscheidet sich Wasserburg nicht mehr von jeder xbeliebigen Stadt mit lauter gleichen Läden und Schaufenstern.

    Ich glaube schon auch, dass es neue Konzepte braucht, aber durch das Internet wird es immer schwieriger, als Einzelhandel zu bestehen. Da liegt es wirklich an jedem Einzelnen von uns, die Stadt lebendig und lebenswert zu erhalten.

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  12. Auch ich ging gerne in das innkaufhaus
    Aber seit längerem versuche ich nicht reinzugehen
    Man wird nicht mehr gegrüsst.
    Wenn man guckt, kommt keiner und fragt:
    Kann ich behilflich sein – vor allem, wenn man schon eine Weile sucht.
    Da wird viel gequascht, aber nicht, um sich um den Kunden zu kümmern.
    Man merkt halt, dass manche nicht vom Fach sind …

    Kommentar von der Red. gekürzt.

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  13. Sehr schade!!!!! Ich wünsche Frau Bolfeta und allen Mitarbeitern viel Kraft für ihren Neuanfang.

    Vielleicht hilft dieser Gedanke zum Umdenken: Wenn sich das Kaufverhalten der Wasserburger und der Menschen aus der Umgebung nicht bald ändert, werden wir bald am Sonntag statt einen Schaufensterbummel machen zu können, uns Büroräume anschauen. Na dann viel Spaß!

    Aufwachen! Man muss etwas tun, für das, was man liebt!

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  14. Schwer vorstellbar, dass die ganzen Moralprediger hier tatsächlich aus reiner Nächstenliebe in teuren Ladengeschäften einkaufen.
    Der Mensch lebt davon, dass sich „Zeiten ändern“. Immer alles gleich heißt, ich brauche nichts Neues und nichts Neues, empfindet der Mensch als langweilig und die Art der Wirtschaftsform, die wir haben, straft „nichts Neues“ mit Arbeitslosigkeit & Co.

    Jetzt bestellt man eben im Internet. Und manche sind so naiv und glauben, dass es dabei nur Verlierer gäbe. Vom Neid zerfressen, werden die Gewinner an den Pranger gestellt. Wer weniger schläft, ist länger wach…

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    1. Hallo Berta, wie schon oben erwähnt: Verlierer sind die Sportvereine, allgemeine Vereine, VHS und Musikschulen. Ich habe noch kein Internet gesehen die diese Institutionen, die wir alle in irgendeinerweise beanspruchen wollen, mit Bandenwerbung, mit Inseraten und mit Spenden aller Art, unterstützen.

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  15. Manuel Michaelis

    Die aktuellen Veränderungen sind meiner Meinung nach zum Teil auch den Luxussanierungen geschuldet. Dadurch ziehen Menschen in die Altstadt, die ihren Lebensmittelpunkt woanders (zB. in München) haben und keine wirkliche Verbindung zu Wasserburg haben und entsprechend hier weder einkaufen, noch ausgehen.

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    1. Ich finde es sehr schade, dass das Inn Kaufhaus schließt. Obwohl ich dort nur selten etwas eingekauft habe. Der Grund ist ganz einfach. Ich arbeite schon immer in einem Pflegeberuf und kann es mir einfach nicht leisten im Inn Kaufhaus einkaufen zu gehen. Genauso ist es in ganz vielen anderen Geschäften, gerade was Bekleidung angeht. Wenn ich für eine Hose 150 Euro oder mehr bezahlen muss, dann überleg ich’s mir schon….. Oder ein T-shirt für 50 Euro, geht halt nicht. Und ganz ehrlich, das will ich mir auch nicht leisten…. Aber die Spielzeugabteilung war echt super!!!

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  16. Es ist sicher schade um die Mitarbeiter, aber mal ehrlich das Innkaufhaus ist mittlerweile nicht mehr zeitgemäß ausgestattet. Ob es um die Räumlichkeiten oder auch Sortiment geht… Und das Personal ist nähmlich auch nicht auf Zack. Es ist nun mal so.. Wasserburg muss wachsen und da braucht der Stadt was frisches und peppiges..

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    1. Als ich vor ein paar Jahren nach Wasserburg zog, war ich wirklich froh, dort dieses Kaufhaus zu entdecken.

      Ich dachte mir, gut dass es so etwas hier noch gibt. In meiner Heimatstadt Bad Tölz schloss so ein Kaufhaus nämlich schon vor 10 Jahren und auch wenige Kilometer weiter in Wolfratshausen steht das ehemalige Isarkaufhaus seit Jahren leer.

      Ich kann den Eindruck nicht bestätigen von einigen Schreibern, dass man als Laufkundschaft nicht gut bedient wird. Im Nachhinein finde ich es richtig schade, dass ich nicht die grosse Shopperin bin. Mein Dank geht an die Verkäuferinnen der Wäsche- und Geschirrabteilung, dort werde ich immer freundlich und kompetent beraten!

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  17. Gibt es eigentlich irgendeine Reaktion des Bürgermeisters zur Situation? Evtl. moderiert er vielleicht zwischen Vermieter und Mieterin? Ach, jetzt hab‘ ich aber geträumt…

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    1. Wasserburg muss wachsen?
      In der Innenstadt?
      Warum?
      Eine historische Altstadt kann räumlich überhaupt nicht wachsen, wenn man den ursprünglichen, historisch wertvollen und ansprechenden Flair beibehalten will.
      Wo und wie bitte soll die Altstadt wachsen?
      Durch eine Erhöhung der Geschoßflächenzahl? Auch das würde den historischen Charakter zum Negativen verändern.
      Siehe letzte Neubauten/Sanierungen !

      Umsatzmäßig hat sich doch Wasserburg längst verändert, durch die Gewerbegebiete.
      Und genau diese Gewerbegebiete führen zum Sterben der innerstädtischen Läden.

      Haushaltstechnisch fallen die innerstädtischen Läden überhaupt nicht ins Gewicht. Die Stadt Wasserburg lebt von den Großbetrieben.
      Meggle, Bauer, Hutterer, Arzneimittelwerk und so viele mehr sind die Gewerbesteuerzahler der Stadt Wasserburg,.
      Von deren Zahlungen + Einnahmen aus der Einkommensteuer (die sich wiederum durch vorstehende Arbeitgeber ergibt) lebt die Stadt.

      Herausragende Altstadt – Läden wie das Innkaufhaus müssten durch die Stadt geschützt und gefördert werden, nicht nur als Grundversorger und Arbeitgeber, sondern auch als Garant für eine ansprechende Altstadt mit entsprechendem Flair.

      Scheinbar wurde das nie gemacht. Schade. Sehr schade.
      Schlimm zu sehen für was alles in Wasserburg öffentliche Gelder da sind, während man zuschaut wie eine ehemals so feste Größe wie das Innkaufhaus den Bach runter schwimmen muss.

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    2. Grundsätzlich muss sich jeder an der eigenen Nase fassen. Amazon, … und der Tag gehört dir. Geiz ist geil.
      Aber ja, mich würde das auch interessieren. Diese ganze Problematik wurde in den letzten Jahren in Bürgerversammlungen
      von ihm nie thematisiert. Da geht es immer nur um die „tollen Dinge“ die passieren. Aber um solche Themen eben nicht.
      Nicht nur die Meinung des Bürgermeisters würde mich interessieren. Auch die Meinung der anderen Parteien im Stadtrat.
      Aber da wird man wohl auch nichts hören, man möchte es sich ja mit niemandem verscherzen. Oder wo ist der Aufschrei
      der Linken, der CSU, der Grünen, vom Bürgerforum etc.???

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  18. da ist die stadt wasserburg auch mittschuld, das, ein alteingessesenes geschäft schliessen muss. parksituation kontrolle bis spät in die nacht, blitzer an jeder ecke, da braucht mann sich nicht wundern, dass die nicht-wasserburger lieber
    online bestellen ohne teuere nebenkosten

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    1. Eine aus Edling

      Da muss ich Hr. Mayer recht geben! Die Parksituation ist ein Graus. Sollte man dennoch einen Parkplatz in der Ledererzeile ergattern, sind diese echt zu schmal. Beim letzten Mal, mussten beide Kinder an einer Seite aussteigen, unmöglich sowas. Wer Kleinkinder hat und auch diese tollen Kindersitze besitzt, weiß wovon ich rede 😉 Das Parken ist auch teuer, vor allem wenn man 8 Minuten zu spät kommt! 10 € extra oben drauf! Dankeschön!!! Ich muss zugeben, ich kaufe auch lieber im Internet und fahre nicht extra in die Stadt. Kein Stress, keine Strafzettel und ich kann nebenbei noch gemütlich einen Kaffee trinken.

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      1. Wasserburger Grantler

        Ich bin zwar nicht Harry G., aber I kant scho wieder schbeim! Die Parksituation in Wasserburg ist ein Graus schreiben die Edlingerin, wo bitte sonstwo gibt es 2 kostenlose Parkhäuser oder kostenlose Parkplätze wie unter der Rampe? Nicht das Parken ist teuer, sondern der Geiz, genügend lange vorauszuzahlen. 50 Cent mehr einwerfen und die 10 € sind eingespart. Wenn man aber direkt vor dem Geschäft parken will und nicht bereit ist ein paar Meter zu gehen ( spart das Fitness-Center) , auch den Kindern schadet das nicht, ja dann muss man halt genügend einwerfen oder sich an das Zeitfenster halten. Mir stinkt einfach, dass eigenes Fehlverhalten als persönliche Zumutung anderen untergeschoben wird. I kant scho wieder schbeim !

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  19. Carola Sommer

    Hat eigentlich schon mal jemand darüber nach gedacht, dass es einfach nicht mehr angenehm ist, in die Stadt runter zu gehen?
    Liebe Grüße
    Carola Sommer

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    1. Ich finde es sehr angenehm, in die Stadt runter zu gehen. Warum sollte es auch nicht angenehm sein, sich in der Altstadt aufzuhalten?

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  20. Die Servicequalität war unter aller Kanone! 5 Verkäuferinnen schauen gelangweilt in der Gegend rum, keiner grüßt oder fragt, ob man helfen kann.

    Vielleicht liegt es auch schlichtweg daran. Man kann nicht immer alles auf das Internet oder Billigketten schieben. Man muss eben auch einen gewissen Service bieten und mit der Zeit gehen, wenn man überleben will.

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    1. Eine aus Reitmehring

      Es ist wirklich schade, dass alteingesessene Geschäfte mehr und mehr kaputt gehen. Ob wegen Internetkauf oder weil die Vermieter nicht genug kriegen. Ich bin gerne ins Inn Kaufhaus gegangen, wurde i m m e r nett bedient, und manchmal bekam ich sogar dort etwas, was ich in den anderen Geschäfte nicht fand. Wasserburg stirbt bald aus, oder es bekommt noch ein Schuhgeschäft !!!,

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  21. Es ist tatsächlich auffällig, dass in Wasserburg momentan ein auffälliger Wandel herrscht.
    Egal ob Schließungen oder Neueröffnungen von Geschäften, Lokalen, Bars etc. oder auch das ankommen von Zuwanderer und neuer Kulturellen.

    Aber ist es nicht so, dass es den Wandel schon immer gegeben hat und es ihn auch immer geben wird?
    Das Konsumverhalten der Menschen ändert sich, sowie die Anforderungen und Gewohnheiten.
    Alles wird schneller und einfacher…der Mensch wird immer fauler.
    Arbeitsplätze gehen verloren und neue werden geschaffen…Berufe sterben aus, neue entwickeln sich.

    Für die ältere Generation, für die das Innkaufhaus all die Jahre
    ein universal Geschäft war,in dem man alles bekommen hat,ist es ohne Zweifel unvorstellbar, aber die jüngere Generation wird es trauriger weiße in spätestens 2 Jahren vergessen haben und nicht mehr darüber sprechen.
    Natürlich ist es sehr schade und bedauernswert, dass es seine Pforten schließt,doch man muss auch sagen,dass sich das Innkaufhaus in den Jahren nicht wirklich weiterentwickelt hat bzw. mit dem Wandel mit gegangen ist.

    Ich denke nicht, dass das für Wasserburg jetzt den „Stadtuntergang“ bedeutet…eine Ära geht zu Ende,eine neue beginnt, lassen wir uns überraschen…

    Vielen dank an das Innkaufhaus, dass der Stadt und ihren Bürgern so viele Jahre treu gedient hat!

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