„Harmlose“ Anzeige endet vor Gericht

Fall im Landkreis: Polizei warnt die Bürger, Geld-Transfers als Gefälligkeit zu übernehmen

image_pdfimage_print

Innenminister Herrmann stellt neue Sicherheitsausstattung der Polizei und neue Absicherungseinrichtungen der Autobahnmeisterei vor Foto: 10nach8 / Grundmann 23.07.2008Aktuell warnt die Polizei eindringlich davor, Geldtransfers als Gefälligkeit für Fremde durchzuführen, da dies den Straftatenbestand der Geldwäsche erfüllen kann. Betroffen ist dieser Tage nämlich ein Mann im Landkreis Rosenheim, der sich nun dank seiner Gutgläubigkeit wegen des Verdachts der Geldwäsche verantworten muss. Zudem dürften noch Geldforderungen in Höhe von über 1500 Euro auf ihn zukommen. Die ganze Sache fing mit einer harmlos erscheinenden Annonce an, mit der ein Mitarbeiter für eine „leichte Tätigkeit“ gesucht wurde. Per Email erfuhr der Mann …

… dass hinter der Anzeige ein Auswanderer stehen würde, der in seinem neuen Heimatland in Südamerika einen Souvenirshop betreibt und nun jemand suche, der Zahlungen von Deutschen für Souvenirs entgegennimmt und weitertransferiert. Als Begründung führte der Unbekannte zu hohe Überweisungsgebühren nach Südamerika an.

Für den Dienst sollte der Mann zehn Prozent Provision erhalten. Kurz nachdem er sich bereit erklärte, gingen mehrere Zahlungen auf seinem Konto ein.

Was der Bürger nicht wusste, war der Umstand, dass der unbekannte Souvenirverkäufer einen Fake-Internetshop betrieb und den jeweils zu zahlenden Kaufpreis für die bei ihm bestellten Waren (Smartphones, Militariagegenstände) auf das Konto des Mannes überweisen ließ.

Der Souvenirhändler forderte nun, dass zwei Teilbeträge in Höhe von insgesamt 1200 Euro per Western Union – Transfer nach Kroatien überwiesen werden, damit dort eine benötigte Maschine bezahlt werden könne. Dem kam der Mann bereitwillig nach. Nachforschungen bei Western Union sind in diesem Fall aussichtslos.

Kurze Zeit später brach der Kontakt ab.

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren