Gottesdienste vorerst nur im Schlosshof

Immer mehr Lockerungen gibt es inzwischen bayernweit in der Corona-Krise – wir berichteten ausführlich. Über aktuelle Maßnahmen in Haag wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung informiert. Die Infektionen seien durch die bayernweit angeordneten Maßnahmen deutlich reduziert worden. Aus diesem Grund würden die starken Einschränkungen in vorsichtigen Schritten in ganz Bayern immer weiter zurückgeführt. „Auch wir wollen zu normalen Verhältnissen kommen“, betonte jetzt die Haager Bürgermeisterin Sissi Schätz.

Ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität  sei der Pfingstmarkt am Pfingstmontag (wir berichteten) gewesen. „Wir haben zusammen mit dem Einzelhandel sehr gut überlegt“, so die Bürgermeisterin. Da man verkaufsoffene Sonn- und Feiertage nur abhalten dürfe, wenn auch eine für den Ort relevante Veranstaltung wie beispielsweise die Warenmärkte stattfindet, hat sich die Verwaltung mit dem Landratsamt kurzgeschlossen.

„Die Veranstaltung diente der Stärkung des Einzelhandels“, betonte Schätz. Durch mehrere Stellen – wie beispielsweise den geöffneten Schlosshof – wurden die Besucher entzerrt.

Auch der Turm kann inzwischen wieder in kleinen Gruppen besichtigt werden.

Am Schlosshof sollen vorerst bis Ende Juli außerdem im begrenzten Teilnehmerkreis Gottesdienste stattfinden. Pfarrer Pawel Idkowiak habe Bedenken bei geschlossenen Räumen, außerdem sei der Hygieneaufwand in der Kirche sehr hoch.

Deshalb sollen Gottesdienste mit bis zu 50 Menschen im Schlosshof abgehalten werden. Für die Teilnahme ist eine Voranmeldung im Pfarramt notwendig.

Auch sportlich gibt es weitere Möglichkeiten bayernweit. So sind Individualsportarten wie beispielsweise Tennis an der frischen Luft schon länger möglich und seit dieser Woche ist ja – wie berichtet – auch bayernweit der Wettkampfbetrieb sowie Gruppensportarten im Freien erlaubt.

Auch das Haager Freibad hat wieder geöffnet (wir berichteten). „Nur das Plantschbecken ist zu klein, es dürften gleichzeitig nur drei oder vier Kinder rein“, so die Bürgermeisterin. Deshalb bleibt es vorerst geschlossen.

Die Betreuung in den Kindertageseinrichtungen sei noch ziemlich schwierig, so Schätz. Es herrscht weiterhin ein Betreuungsverbot, eine Notbetreuung wird aber angeboten und auch gut angenommen. Diese soll nun auf Vorschulkinder und Geschwister ausgeweitet werden. Ab Juli sollen alle Kinder wieder in den Kindertagesstätten betreut werden können (wir berichteten).

Die Schulen sollen bereits nach den Pfingstferien ab dem kommenden Montag wieder bayernweit den Unterricht für alle Jahrgangsstufen aufnehmen. „Die Schule kriegt das aufgrund der großzügigen Räumlichkeiten gut hin“, berichtet die Bürgermeisterin. So sei beispielsweise auch die Aula bestuhlt. Dennoch sollen einzelne Jahrgänge weiter in rollierendem System die Schule besuchen – wir berichteten ebenfalls.