Eine PV-Anlage fürs Feuerwehrhaus

Strom soll laut Verwaltungs- und Kulturausschuss Haag auch für E-Ladestation genutzt werden

image_pdfimage_print

Auf Empfehlung des Umweltreferenten Hans Urban soll neben dem südlichen Dach des Haager Bürgersaals auch die Ost- und West-Dachflächen auf dem Feuerwehrhaus mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden. Hierfür stellte Siegfried Fischer vom „planbüro F” dem Verwaltungs- und Kulturausschuss Haag seinen Bericht über die Wirtschaftlichkeitsprüfung vor und ging dabei auf drei mögliche Varianten ein.

Insgesamt wurden drei Varianten untersucht, wie sich das Dach des Feuerwehrhauses zur Stromerzeugung nutzen lasse. Zuerst stellte Fischer die Maximalbelegung vor, die mit Kosten von knapp 40.000 Euro und einer Amortisation von über 15 Jahren kein sehr gutes Ergebnis darstellte.

Die zweite Variante dagegen sei auf eine angepasste Belegung gerechnet, diese koste etwa 13.000 Euro und die Zeit, bis sich die Investition deckt, liege nur noch bei knapp zehn Jahren.

 

Als dritten Vorschlag stellte Fischer die Maximalbelastung vor, bei der zusätzlich der Eigenverbrauch durch eine Elektroladestation für E-Fahrzeuge vorgesehen ist. Das hieße zwar hohe Investitionskosten, der Amortisationswert bei einer Ladung der E-Autos mit 8.000 kWh pro Jahr sike aber auf knapp zwölf Jahre. Außerdem betonte Fischer, damit sei man „besser gerüstet für die Zukunft.“ Denn je mehr Elektroautos laden, umso niedriger werde letztendlich die Amortisationszeit. Es sei zu erwarten, dass der Eigenverbrauch durch mehr E-Autos wie beispielsweise ein elektrisch betriebenes Citymobil steigt, erläuterte Bürgermeisterin Sissi Schätz.

 

Ein Speichermedium sei laut Fischer auf Nachfrage von Siegfried Maier (SPD) nicht vorgesehen. „Der Strombedarf von Bauhof und Gerätehaus ist tagsüber“, erklärte er. Zwar könne man die PV-Anlage nachts nicht für das Laden der E-Fahrzeuge nutzen, allerdings „wäre ein Speicher zu gering“, so Fischer.

 

Die Bürgermeisterin betonte vor der Beschlussabstimmung, dass die ökologischen Aspekte berücksichtigt werden müssen, immerhin waren sie Grund für den Antrag, die Flächen zu prüfen. Die Stromerzeugung und damit der umwelttechnische Nutzen seien bei der ersten und dritten Variante am höchsten. Hans Urban (CSU) stellte klar: „Wir sind mitten im Klimawandel.“ Mittelfristig brauche es auf jedem Dach eine PV-Anlage. Er halte nichts davon, das Dach nur teilweise zu belegen, sondern riet dazu, es maximal auszunutzen. Außerdem appellierte er an das Gremium, die Gemeinde solle die Anlage auf eigene Rechnung betreiben und nicht an Dritte vergeben. „Eigenverbrauch wird immer interessanter“, so Urban, dafür eignen sich laut ihm die Ost- und West-Dachflächen besonders.

 

Der Verwaltungs- und Kulturausschuss entschied sich mit eindeutiger Mehrheit für die dritte vorgestellte Variante und möchte die Dachflächen auf dem Feuerwehrhaus maximal belegen und mit dem erzeugten Strom auch E-Fahrzeuge laden. Außerdem beschloss er einstimmig, die Gemeinde solle die Anlage auf eigene Rechnung betreiben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren