„Ein Ziel ist ein Traum mit einem Termin“

Staatspreis für die besten Absolventen der Berufsschulen

image_pdfimage_print
Die Note 1,0 schaffte Christian Rust in seinem Beruf als Elektroniker im Eiselfinger Betrieb Seidinger. Schulleiter Gerhard heindl (rechts) und Landrat Josef Neiderhell (im Hintergrund) freuten sich mit ihm.   Fotos: Renate Drax

Die Note 1,0 schaffte Christian Rust in seinem Beruf als Elektroniker im Eiselfinger Betrieb Seidinger. Schulleiter Gerhard Heindl (rechts) und Landrat Josef Neiderhell (im Hintergrund) freuten sich mit ihm. Fotos: Renate Drax

Wasserburg – So werden sie wohl nie mehr zusammenkommen wie an diesem Vormittag – die Maler und Verkäuferinnen, die Sägewerker und Friseusen, die Bankkaufleute, Konditoren und Fahrzeuglackierer, die Elektroniker und Hauswirtschafterinnen. Lang könnte man diese Liste noch fortsetzen, von den Berufen, die 63 Schüler aus dem Landkreis Rosenheim in Zukunft ausüben werden – mit der schulischen Bestnote von 1,0 bis 1,2 in der Tasche. Im historischen Saal des Wasserburger Rathauses wurden sie alle gemeinsam jetzt feierlich mit dem Staatspreis geehrt.

Überreicht wurde er durch Landrat Josef Neiderhell und durch die 2. Bürgermeisterin der Stadt, Marlene Hof-Hippke. Die Schüler erhielten im Namen der Regierung von Oberbayern eine Urkunde „für herausragende Leistungen“, jeder 75 Euro Bargeld und tosenden Applaus von den anwesenden Eltern, Freunden und ihren Ausbildern der einzelnen Firmen. Stolz durften auch die Schulleiter sein auf ihre Schützlinge – Gerhard Heindl (Berufsschule Wasserburg und Rosenheim I), der auch durch das Programm führte – Albert Huber (Berufsschule Rosenheim II) und Albert Seitz (Berufsschule Bad Aibling).

„Ein Ziel ist ein Traum mit einem Termin.“ zitierte Schulleiter Gerhard Heindl und lobte: „Sie haben ein großes Ziel erreicht. Sie sind die Elite unserer vier Berufsschulen.“ Fleiß, Beharrlichkeit und Leistungsfähigkeit hätten alle bewiesen und vor Augen geführt, wie sehr sich beruflicher Einsatz lohnen könne. Das mache auch ihn als Schulleiter „sehr sehr stolz“.  Heindl, aber auch Landrat Neiderhell, betonten in ihren Reden, natürlich dürfe man hier nicht die Ausbildungsbetriebe vergessen und vor allem auch die Familie. Sie sei und bleibe eine ganz wichtige Basis für das Berufsleben. Als für die Schule Rosenheim II die Geehrten am Mikro kurz ihren Ausbildungsplatz namentlich nennen sollten – weil der Zettel hierfür verloren gegangen war – sagten manche einen besonderen Gruß an den Chef oder die Chefin : „Danke, dass ich so viel lernen durfte. Es war sehr schön.“

Das Blechbläserensemble der Stadtkapelle Wasserburg spielte auf und die jungen Leute waren passend dazu auffallend zahlreich in Tracht erschienen. Auch sehr weit angereiste waren dabei. Die Wasserburger Berufsschule beispielsweise nämlich ist für den Beruf des „technischen Produktdesigners“ im nahen bayerischen Raum erst einmal weit und breit die einzige überhaupt. Von allen 21 der „1,0 bis 1,16 Abschluss-Schülern“ war hier in diesem Jahr nur eine einzige junge Frau unter 20 männlichen Einserschülern.

Landrat Neiderhell ergriff am Mikro vor den zahlreichen Gästen die Gelegenheit für die Stadt Wasserburg gleich ein bisserl Werbung zu machen: „ich sage Ihnen eins, in Wasserburg gibt es immer hervorragende Musik- und Kulturveranstaltungen – da gibt es nur eins, ins Auto setzen und hinfahren.“ Er dankte den Elternhäusern für die Unterstützungen dieser großartigen Schüler und den Betrieben, „denn sie fördern und fordern“. Genau diese Mischung mache es aus. Und auch die 2. Bürgermeisterin Hof-Hippke betonte, dass die Familie „die Keimzelle“ dieser wunderbaren Erfolge sei. Ein Vormittag ging zu Ende, an den sich alle Anwesenden in ihrem Leben gerne erinnern werden…

[nggallery id=8]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren