Ein Zebrastreifen für die Kleinen

Grundschule am Gries: Bauausschuss befürwortet Antrag von Elternbeirat und Schulleitung

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Grünes Licht für mehr Sicherheit: Der Bauausschuss der Stadt Wasserburg hat bei seiner gestrigen Sitzung einen Antrag der Schulleitung und des Elternbeirats der Grundschule am Gries befürwortet. Vor dem Schulgebäude wird an der Landwehrstraße ein Zebrastreifen angebracht – und das, obwohl die Polizei darin „keinen Sinn“ sieht, wie Bürgermeister Michael Kölbl bei der Sitzung aus der Stellungnahme der  Inspektion vortrug.

„Ein Zebrastreifen bietet nur vermeintlich mehr Sicherheit, in der Tat mache er aber keinen Sinn“, so die Polizei, die zu dem Antrag gehört wurde. Das sahen die Stadträte und der Bürgermeister anders. „Genau dort, wo der Zebrastreifen hin soll, parken in der Regel viele Autos. Das wird sich dann sicher ändern. Alleine deshalb halte ich den Zebrastreifen für sinnvoll“, so das Stadtoberhaupt. Außerdem seien an dieser Stelle sowohl eine Absenkung des Gehsteiges als auch eine entsprechende Beleuchtung bereits vorhanden, so Kölbl. „Das spart Kosten.“

Rückenwind bekam er von Friederike Kayser-Büker (SPD). Man sei bei den Beratungen zum Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) zu dem Ergebnis gekommen, dass der Fußgänger in der Stadt weiter gestärkt werden müsse. „Da passt der Zebrastreifen gut rein.“ Außerdem könne man so vielleicht den Verkehr der „Elterntaxis“ direkt vor der Schule etwas reduzieren.

Der selben Meinung war auch Christian Stadler von den Grünen: „Die Elterntaxis sind nicht nur am Gries ein Problem. Wir sollten uns allgemein überlegen, wie wir wieder mehr Eltern dazu bewegen können, die Kinder zu Fuß auf den Schulweg zu schicken.“ Der Zebrastreifen sei eine klare Verbesserung und ein Gewinn.

Der Bauausschuss genehmigte den Antrag der Schulleitung und des Elternbeirates ohne Gegenstimme.

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4 Gedanken zu „Ein Zebrastreifen für die Kleinen

  1. Man muss nicht alles verstehen was sich die oberen immer ausdenken. Für was hier ein zebrastreifen gebraucht wird? Die busse und die „Elterntaxi“ sind ja auf der selbigen seite wie die schule. Und wenn die kinder aus der näheren umgebung der schule, sprich burgerfeld auch mit den bus fahren dürften wär das a scho was. Ich musste immer zu fuss gehen, weil die schule ja innerhalb einer grenze lag, wo busfahren zur schule nicht umsonst ist.

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    1. Elternbeirat Grundschule

      Der Elternbeirat der Grundschule Wasserburg freut sich sehr, dass der Antrag ohne Gegenstimme genehmigt wurde – vielen Dank hierfür. Da diese Entscheidung bereits wieder negative Kommentare bekommen hat, möchte ich gerne einige Überlegungen wiedergeben, die uns für den Antrag wichtig waren und die vielleicht eine etwas differenziertere Betrachtung mancher Leser ermöglicht.

      1) Die Kosten für die Errichtung halten sich auf einem sehr niedrigen Niveau, da die technischen und baulichen Voraussetzungen (Absenkung der Bürgersteige, Beleuchtung, Befestigungsmöglichkeit der Schilder) bis auf die Fahrbahnmarkierung und 2 Schilder bereits gegeben sind.

      2) Da an dieser Stelle des Schulweges sehr oft Auto parken, ist der „offizielle Überquerungsweg“ der Schüler zugeparkt, was ein Zebrastreifen verhindern wird.

      3) Es gibt kein Hinweisschild auf eine Schule, was viele Autofahrer davon abhält, in diesem Gebiet besonders achtsam zu fahren.

      4) Ein Fußgängerüberweg mit entsprechender Beschilderung bedeutet für jeden Autofahrer, hier achtsam zu fahren, was sich definitiv positiv auf die Geschwindigkeit als auch auf den Blickkontakt zu den wartenden Kindern auswirkt.

      5) Durch die teilweise unübersichtliche Verkehrssituation (parkende/wartende Autos, Bauhof) ist der jetzige Übergang von den Autofahrern nicht als solcher erkennbar, dies wird durch die Beschilderung/Fahrbahnmarkierung erheblich verbessert.

      6) Es gibt neben den normalen Schulanfangszeiten mehrere Stoßzeiten, an denen viele Kinder die Strasse überqueren müssen (verschiedene Endzeiten der Klassen, Mensa Mittagessen, Gang zum Spielplatz, etc).

      7) Ein auf freiwilligen Helfern basiertes Lotsensystem ist weder ganzjährig noch zu allen Stoß-Zeiten durchführbar und ist keine Alternativlösung.

      8) An allen Schulen in Wasserburg ist ein Zebrastreifen oder eine Ampel vorhanden, nur bei den kleinsten Schülern an der Grundschule nicht.

      9) An allen Zebrastreifen in Wasserburg ist eindeutig und nachweisbar zu erkennen, dass sich die Autofahrer immer Rücksichtsvoll diesen annähern und immer den Fussgängern den Vorrang lassen.

      10) Das von der Polizei genannte Argument „Scheinsicherheit“ kann von uns nicht nachvollzogen werden, denn die Kinder lernen nicht nur in der Schule, sondern auch bei der Verkehrserziehung durch die Polizei als auch durch die eigenen Eltern, wie und wann ein Fussgängerüberweg korrekt überquert wird.

      12) Da die Strasse beidseitig befahren und teilweise zugeparkt ist, ist es für Kinder absolut erforderlich, einen für Autofahrer erkennbaren Überweg zu installieren.

      Es wäre doch schön, wenn sich alle einfach nur freuen würden, dass die Grundschüler nun eine bessere und sichere Möglichkeit haben, die Straße zu überqueren.
      Mit freundlichen Grüßen, Elternbeirat Grundschule Wasserburg

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  2. Der Zebrastreifen ist doch sinnlos warum baut man hier nicht bodenwellen ein wie in anderen Gemeinden auch? Die Teile könne aus Kunststoff oder Metall sein und ich haben den Erfolg das langsammer gefahren wird. Hier in Wasserburg gibt es einige Straßen die so berühgter werden können. Und vor allem es ist effizient. Diese Blumeninseln die Gebaut werden bringen garnichts mit vollem Tempo drauf zu abbremsen und danach wieder vollgas.

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    1. Ich meine, dass Zebrastreifen an geeigneten Stellen schon für eine Erhöhung der Sicherheit sorgen. Die Argumentation der Polizei der dadurch bedingten „Vermeintlichen Sicherheit“ halte ich für relativ gering. So wurde ja bei einem entsprechenden früheren Antrag in Albaching für die Dorfmitte/Kirche (Kreisstrasse) auch erfolgreich argumentiert.
      Allerdings sollte man diesen Einwand vielleicht durch begleitende Maßnahmen entkräften z.B. durch rote Einfärbungen in die Straße mit weißer Inschrift „Kinder“ etliche Meter vor dem Zebrastreifen oder einem vorherigen Granitsteinstreifen oder wie von „Roland“ angeführt durch „Kunststoff/Metall-Bodenwellen“.
      Alternativ gab es in Albaching -weil Platz vorhanden war- eine Querungshilfe, die auch was brachte.
      Helmut Maier

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