Ein Wettkampf mit vielen Hindernissen

Manuel Riemer und Johanna Windmaier bei der „Deutschen" der U23 in Heilbronn

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Vergangenes Wochenende fand für viele Athleten aus Deutschland der Höhepunkt der Saison statt – die Deutschen Meisterschaften der U23 in Heilbronn. Auch zwei Wasserburger machten sich auf den Weg dorthin, um sich mit den Besten der Besten zu messen. Manuel Riemer und Johanna Windmaier starteten beide am Sonntag über die 110 Meter-, beziehungsweise 100-Meter-Hürden der Junioren und Juniorinnen.

Am Samstag machten sie sich bereits auf die Reise und kamen nach einer vierstündigen Autofahrt am Sportplatz an, um sich das Stadion anzusehen und um sich nach der langen Autofahrt etwas aufzulockern.

Danach ging es gleich ins Hotel, wo man dann noch zu Abend aß und relativ früh ins Bett ging, um fit für den nächsten Tag zu sein. Am Sonntag war es dann endlich soweit. Nach einem ausgiebigen Frühstück begaben sich die Athleten samt Trainer nach Heilbronn ins Leichtathletik-Stadion.

Dort angekommen, machte sich Manuel gleich warm, denn die männliche Jugend der U23 war als erstes mit den Hürden dran. Zudem war er im ersten der drei Vorläufe.

Nachdem der Startschuss gefallen war, sprinteten die sechs Läufer los. Manuel Riemer war ganz gut mit dabei bis sie zur dritten Hürde kamen. Dort spürte der 19-Jährige auf einmal ein Ziehen im linken Oberschenkel und musste deshalb den Lauf abbrechen. Was genau es ist, weiß man noch nicht, die Ärzte vor Ort denken aber an einen Muskelfaserriss. Somit ist die Saison für den Wasserburger gelaufen.

Ganz anders sah es hingegen bei Johanna Windmaier aus. Sie war ebenfalls im ersten von vier Vorläufen. Nach einem Superstart zog die Wasserburgerin so richtig an.  Bis zur siebten Hürden führte sie mit einem Riesenabstand, doch dann geschah etwas, was die Fans und vor allem die Trainer aufschrecken ließ. Johanna blieb hängen und begann zu taumeln. Alle befürchteten schon das Schlimmste, doch dann fing sie sich wieder und beendete das Rennen als Zweite mit einer Zeit von 14,08 Sekunden. Erste wurde Katharina Winkler vom LG Erlangen mit einer Zeit von 13,76 Sekunden. Ärgerlich für Johanna, denn wäre sie nicht hängen geblieben, hätte sie das Rennen gewinnen können und gleichzeitig auch eine neue persönliche Bestleistung aufgestellt.

Trotz dieses kleinen Sturzes schaffte es Johanna noch ins Finale, wo bereits das nächste Unglück auf sie wartete. Kurz bevor der Startschuss im Finallauf fiel, zuckte die Konkurrentin eine Bahn neben ihr in der „Fertig“-Position. Johanna ging davon aus, dass der Start aufgrund dessen zurückgeschossen werde, dem war allerdings nicht so. Deswegen blieb sie noch für eine kurze Zeit im Startblock sitzen, nachdem der Startschuss gefallen war und sprintete dann erst los. Sie kam dann trotz des schlechten Startes mit einer Zeit von 13,78 Sekunden ins Ziel und belegte den fünften Platz.

Die nächsten Wochen stehen für die 21-Jährige noch die Bayerischen und Deutschen Meisterschaften der Frauen an, bei denen sie nochmal zeigen kann, was sie eigentlich drauf hat.

MR

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