„Die Stadt Wasserburg ist Kultur“

Gestern eine Bilanz: Referentin Edith Stürmlinger über Theater, Kunst, Musik

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edithOb das Theater Belacqua, die Wasserburger Nächte, das Heimatmuseum oder der Bach-Chor: Das kulturelle Angebot in Wasserburg ist breit gefächert. Edith Stürmlinger, Kulturreferentin der Stadt Wasserburg (unser Foto), stellte in der Stadtratssitzung gestern am Abend einige Einrichtungen genauer vor. „Wir müssen diese Stadt erhalten, sie nicht als Museum, sondern als lebendige Stadt sehen“, so Stürmlinger in ihrem Tätigkeitsbericht. Wasserburg selbst sei ein Zentrum der Kultur. Sie betonte die Wichtigkeit aller kulturellen Institutionen, veranschaulichte kleine Probleme und blickte auf künftige Projekte …

Von klassischen Bühnenstücken bis hin zum Tanztheater hat das Belaqua in Wasserburg einiges zu bieten. „Wir haben hier ein hochgelobtes, überregional bekanntes und außergewöhnliches Theater für eine Stadt wie Wasserburg“, so Stürmlinger.

Viele Mittel würden vom Staat fließen und auch die Stadt unterstütze diese Art der Kunst. Mit der neuen Sparte „Kinder- und Jugendtheater“ biete Jörg Herwegh nun etwas völlig Neues an. Die Kulturreferentin betonte jedoch, dass Wasserburg dieses „Kleingut“ noch mehr schätzen sollte: „Ich würde mir wünschen, dass sich auch die Wasserburger dort öfter sehen lassen.“

Ein wahrer Touristenmagnet sei die große Kunstausstellung des Arbeitskreises 68. Kunst sei ein Zuschussbetrieb und vor allem Künstler müssten mehr unterstützt werden.

Auch die alljährliche Veranstaltung „Wasserburg leuchtet“ erfreue sich hoher Besucherzahlen. „Viele Zuschauer kommen extra von weit her. Ich hoffe, dass das auf jeden Fall so bleibt“, sagte Edith Stürmlinger.

Die Kulturreferentin dankte auch sehr Professor Kaufmann für sein Engagement im Kammerorchester sowie dem Klaviersommer. „Hervorragenden Künstlern kann dort umsonst – für nichts – zugehört werden“.

Eine der größten kulturellen Investitionen der Stadt Wasserburg sei die Stadtkapelle: Bei zahlreichen Veranstaltungen begeistern die Musiker ein großes Publikum. Viele junge Musiker werden in der Stadtkapelle ausgebildet und zeigen großes Engagement. Hier gratulierte Stürmlinger vor allem zum Neubau, der großteils in Eigenleistung entstand (wir berichteten).

Ein weiterer „Glücksgriff“ der Stadt sei Sonja Fehler, die im Heimatmuseum tätig ist. „Die Besucherzahlen haben sich deutlich erhöht“, sagte Edith Stürmlinger. In Zukunft stehe die Renovierung des Museums an.

Ein besonderer Programmpunkt im Kulturkalender: Die Wasserburger Nächte am Innufer. Sie fanden dieses Jahr zum zweiten Mal statt und boten dem Publikum – unter anderem – eine neue Interpretation des bekannten Stückes „Ein Sommernachtstraum“ von Shakespeare. Das bisherige Konzept stimme jedoch nicht ganz. „Beim nächsten Mal wird es ein völlig neues Konzept geben.“ Die Überlegung sei, die Laien-Schauspieler wieder von den Professionellen zu trennen und auch die Anschaffung der Tribüne sowie der Bühnentechnik zu überdenken, so Stürmlinger.

In Zukunft würden Projekte wie die Verwirklichung des Museumsdepots, ein Kunstanbau für die Mittelschule, die Unterstützung des Projektes „Kino unter der Rampe“ und die Renovierung der Orgel anstehen.

Edith Stürmlinger betonte, dass Wasserburgs Willkommenskultur einen hohen Status habe. Ein Beispiel hierfür sei das Nationenfest: „Ich hoffe, dass die Stimmung nicht umschwingt“.

Außerdem appellierte sie an alle Kulturschaffenden, sich dem Kulturkreis anzuschließen. „Der Kulturkreis ermöglicht es, Kräfte zu bündeln und sich gegenseitig zu unterstützen.“
Da in Wasserburg zahlreiche Veranstaltungen stattfinden, kommt es immer wieder zu Termin-Überschneidungen. Um diese Problematik in Zukunft zu umgehen, sollten sich Veranstalter an Andreas Hiebl von der Stadt Wasserburg wenden. „Das ist aber eher ein Luxusproblem“, so Stürmlinger.

„Dafür meinen größten Dank“

Bürgermeister Michael Kölbl zeigte große Wertschätzung für die ehrenamtlichen Dienste der Kulturreferentin: „Edith Stürmlinger ist ein Bindeglied zwischen den Kulturschaften, aber auch zwischen der Kultur und der Stadt. Dafür meinen größten Dank.“

 

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