„De Autofahrer sind doch grod neidig“

Wasserburg: Diskussion um parkende Motorräder vor Rathaus - Gesamtkonzept soll helfen

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huber_rathaus_kDie parkenden Motorräder auf dem Marienplatz in Wasserburg: Wieder einmal waren sie Thema bei einer Ausschuss-Sitzung im Rathaus. Besonders im Visier der Stadträte: Die Zweiräder, die meist in Scharen an sonnigen Tagen direkt vor dem Rathaus abgestellt werden. „Und zwar so, dass Fußgänger und Rollstuhlfahrer ernsthaft behindert werden“, wie beispielsweise Friederike Kayser-Büker (SPD) monierte. Wolfgang Schmid (CSU) sah das entspannter: „De paar Dog, wo de do sand. Den Ärger gibt’s doch nur, weil die Autofahrer neidisch sind.“

Was jetzt wiederum sein Ausschuss-Kollege Christian Stadler (Grüne) ganz und gar nicht nachvollziehen wollte: „Für mich gehören die Motorräder wie die Autos runter an den Gries. Wir sollten uns nicht immer an denen orientieren, die den Verkehr verursachen.“ Ihn ärgere es, dass die Motorradfahrer immer wieder für erhebliche Behinderungen der Fußgänger und Rollstuhlfahrer sorgten.

Eingeleitet hatte die Diskussion Bürgermeister Michael Kölbl. Man wisse um die Problematik und wolle sich jetzt möglichst vor der neuen Motorradsaison ihrer annehmen. Man denke an die Einrichtung von rund 20 Stellplätzen speziell für Motorräder vor dem Kernhaus am Marienplatz und in der Herrengasse, Ecke Salzsenderzeile. Dafür müsse man insgesamt vier Stellplätze für Autos opfern.

„Zu viel“, meinte Peter Stenger (SPD). „Die stehen dann unter der Woche, wenn keine Motorradfahrer kommen, leer. Er fragte, ob man nicht eine entsprechende Beschilderung anbringen könne: „Sonn- und feiertags für Motorräder.“

Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann ergänzte, man werde auf jeden Fall dafür sorgen, dass die Gehwege rund ums Kernhaus künftig barrierefrei zu erreichen seien. „Wir sollten da ein Gesamtkonzept erarbeiten.“ Zum Platz vor dem Rathaus sagte Herrmann: „Wir haben uns den Kopf zerbrochen. Baulich können wir die Motorräder nicht aussperren, ohne gleichzeitig Fußgänger und Rollstuhlfahrer auszugrenzen.“

Nach längerer Diskussion einigten sich die Stadträte darauf, ein Gesamtkonzept zu erarbeiten und von der Verwaltung dazu Planskizzen anfertigen zu lassen. Das Thema soll im Mai nochmals diskutiert werden.

HC

Ein Kommentar von Paul Geiger, Wasserburg, der uns per Mail erreichte:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wieder mal hat jemand unseren Bürgermeister aufgestachelt, dieses leidige Thema in den Vordergrund zu schieben und semiqualifizierte Leserbriefe zum Thema gab es auch schon in verschiedenen Medien. Als in gesetzten Jahren immer noch begeisterter Motorradfahrer muss ich einfach jetzt einen Kommentar dazu abgeben. Ja, es ist richtig, dass da manchmal sehr viele Motorräder ungeordnet stehen, ja es ist richtig, dass dadurch andere Nutzer beeinträchtigt oder sogar behindert werden, weil ein kleiner Teil der Motorradfahrer scheinbar nicht in der Lage oder schlimmer noch nicht willens ist, das Gehirn bestimmungsgerecht zu nutzen. Es ist aber auch richtig, dass von Seiten der Verwaltung seit Jahren nichts konkretes passiert ist, um an der Situation etwas zu ändern und wenigstens zu versuchen, eine gewisse Ordnung zu schaffen. Viele der Lokale, die auch kräftig von den Umsätzen von uns Motorradfahrern profitieren, werden Einbußen erleiden, wenn keine legalen Parkmöglichkeiten geschaffen werden. Es gehört für mich aber auch dazu, dass die dann bestehende Ordnung  mit entsprechender Konsequenz überprüft wird. Tatenlos lamentieren ist definitiv zu wenig.

Ich finde es prima, dass ein Herr Stenger als passionierter Radler einen Schritt auf die motorisierten Zweiradler zutut, ein ganzes Stück weit ist sein Vorschlag ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn man nämlich genau hinschaut, unterscheidet sich die Zahl der chaotisch an selber Stelle hinterlassenen Fahrräder in nichts von den abgestellten Motorrädern. Wenn schon, dann auch mit denen ab ins Grieß auf – selbstverständlich – gekennzeichnete Stellplätze. Aber es ist ja so einfach, die Motorradler pauschal zu diffamieren, anstatt sich mal die Mühe zu machen, gegen die wirklichen schwarzen Schafe aus unserer Zunft vorzugehen; so etwas fände auch meine uneingeschränkte Unterstützung.

Es wäre schlicht  wünschenswert, dass die Diskussion versachlicht und eine Lösung objektiv diskutiert und angeboten wird. Einfach Aussperren mag zwar momentan opportun sein, zielführend ist es auch bei diesem Thema nicht.

 

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22 Gedanken zu „„De Autofahrer sind doch grod neidig“

  1. Die Motorräder sind alle Jahre eine Schau. Natürlich gibt es Neid der Besitzlosen,

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    1. Florian Stemmer

      Ausschuss? Motorradstellplätze?
      Ja, so ein Schmarrn.
      Samma doch froh, dass die Motorradfahrer in die schöne Stadt kommen,
      ausserdem ist des doch eine Augenweide!

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      1. Wenn ihr sonst keine Probleme im Stadtrat habt!?
        Da entscheiden wieder überwiegend Leute über eine Sache, die sie nicht einmal im Ansatz selber verstehen.

        Die Motorräder sind jedes Jahr eine Schau. Auch belästigen sie niemanden in der Regel. Es ist ein schönes und auch kostspieliges Hobby. Die Motorradfahrer wollen sich gerne austauschen und gegenseitig ihre Maschinen beäugen. Das kann natürlich nur jemand verstehen, der selber mal von diesem Virus infiziert wurde und muss nun über sich von Leuten entscheiden lassen, die keine Ahnung davon haben und haben wollen.

        Weiter sollte auch den Räten bekannt sein, dass ein Motorrad fast unmöglich Vollkasko zu versichern ist und schon alleine deshalb gerne in Sichtweite plaziert wird. Langsam wirds peinlich in Wasserburg!!!

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        1. Ist das mit der Versicherung Problem der Allgemeinheit? Nach dieser Argumentation müssten viele Gefährte vor der Schranke stehen. Einfach nur ein Schmarrn…..

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      2. Also doch, Wasserburg, der rechtsfreie Raum. Wenn vor dem Rathaus das Abstellen von Motorrädern erlaubt ist, dann aber bitte auch für Autos.

        Vielleicht hört man sich mal die Meinungen von Besuchern der Stadt an, die an Stadtführungen teilnehmen und der Motorradlärm das Szenario extrem stört.

        Und viele der Damen und Herren, die die Besucher führen, sind nicht unbedingt mit einer guten Stimme ausgestattet. Hat man ja so schon Schwierigkeiten, den einen oder anderen zu verstehen. Nur weil etwas schon immer geduldet wurde, heisst es nicht, dass es so bleiben muss.

        Ich selbst sehe auch gerne schöne Maschinen, aber nicht unbedingt vor dem historischen Rathaus.

        Meinen Freunden und Bekannten rate ich im Sommer vom Besuch der Schranne ab, da mir der Lärm der Maschinen echt zu laut ist.

        Und in Zukunft, wenn ich keinen Parkplatz finde, stelle ich mich auch vors Rathaus. Und wehe ich bekomme dann einen Strafzettel.

        Die Motorräder werden schliesslich auch nicht verwarnt, obwohl nirgends ein Schild zu finden ist, dass diese dort parken dürfen. Herrn Schmid von der CSU sei gesagt, er möge doch (selbst Biker) seine rosarote Brille absetzen.

        Was heißt hier: Die Autofahrer seien neidisch? Das ist ja wohl eines der dümmsten Argumente, die ich je gehört habe.

        Da lobe ich mir die Aussage des Bürgermeisters, der wenigstens konstruktive Vorschläge vorzuweisen hat. Auch ich war jahrelang begeisterter Biker, aber wenn Fußgänger behindert werden, hat der Spass ein Ende.

        Vielleicht sollten sich insbesondere an den Wochenenden einfach mal alle Eltern mit Kinderwagen, Bobbycar und Dreirad zum gemütlichen Brunch in der Schranne verabreden. Parkmöglichkeiten für diese Fahrzeuge sind ja reichlich vorhanden……

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        1. Bobbycar und Dreirad an der Strasse klingt nach einer wirklich vernünftigen Idee. Hut ab, einfach genial!

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        2. Es ist doch immer wieder zum lachen! Die einen Ärgern sich über Motorräder, deren Besitzer, eben nicht in voller Montur, vom Gries, oder unter der Rampe, kurz mal zum Kaffee in ein Lokal gehen wollen, während es einigen Autofahrern gänzlich unmöglich ist, eine Parklücke, so anzufahren, das Sie nicht 2 davon belegen müssen,was inbesondere einige Wasserburger sind, die (…) nicht 100 Meter zu Fuß gehen können!
          Außerdem, sollten sich die Herren Stadträte mal gedanken machen, wie zb. einige Cafe-Besitzer, ihre Tische so Platzieren, das es auch ohne Motorräder, schon unmöglich ist, ohne Behinderung, an dem Cafe vorbeizugehen

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          1. Volle Zustimmung.
            Siehe Cafe Hofstatt.
            Hier ist ein Durchkommen mit dem Auto den ganzen Sommer über nicht möglich, da mit Tischen und Stühlen zugestellt.
            EINE RETTUNG IST IM ERNSTFALL NICHT MÖGLICH.
            Das Haus ist im Besitz der Stadt Wasserburg, da nimmt man es natürlich nicht so genau.
            Da gelten andere Regeln als beim gewöhnlichen Hausbesitzer und Gewerbetreibenden.

            Ebenso scheint in Umgebung des Hofstattcafes die Parkregelung außer Kraft gesetzt worden zu sein.
            Politessen sind dort gar nicht unterwegs … außer im Cafe selbst … angefüttert !

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          2. zum Beitrag von Hildegard: ja, die Situation in der Hofstatt ist wirklich sehr schwierig. Das liegt aber nicht an den Tischen und Stühlen – weder vom Cafe Hofstatt noch von der Backstube (die Sie vermutlich gemeint hatten) noch vom Roten Turm. Diese Freischankflächen sind schon so bemessen, dass sie weder den (beruhigten) Verkehr noch irgendwelche Rettungswege behindern. Das Problem ist, dass zusätzlich zu den Freischankflächen und auch zusätzlich zu den Marktständen noch vogelwild geparkt wird. Sowohl von den Autofahrern als auch den Motorradfahrern. Der Grund ist dabei nicht, dass das alles gebrechliche Menschen wären, die vom Fahrzeug zum Laden nicht mehr so weit gehen können – auch wenn der durchschnittliche Biker in den vergangenen Jahren vom jugendlichen Rebell zum renitenten Rentner gewandelt hat. Der Grund ist schlicht Rücksichtslosigkeit, Faulheit, Bequemlichkeit.
            Leider haben diese rücksichtslosen Zeitgenossen aus falsch interpretierter Wirtschaftsfreundlichkeit Rückendeckung sowohl von den meisten Stadtratsfraktionen als auch vom einflussreichen Wirtschaftsförderungsverband. Die Erkenntnis, dass auch Rollstuhlfahrer, Kinderwaglschieber und Rollatorpiloten potenzielle Kunden wären, die vor allem auch an den vom Stadtrat Schmid gemutmaßten „wenigen Tagen im Jahr“, also den Wochenendtagen mit schönem Wetter, gerne mal draussen einen Cappuchino trinken würden, die muss sich erst noch durchsetzen. Auch die Erkenntnis, dass die zwei- und vierrädrigen Falschparker nicht selten auch den Lieferverkehr der Geschäfte behindern. Traurig, dass auch einem Vorzeige-Radfahrer wie dem Herrn Stenger zum Thema nichts zu den Behinderungen der schwächeren Verkehrsteilnehmer einfällt, dafür aber der Erhalt möglichst vieler Autoparkplätze anscheinend das Allerwichtigste ist.

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  2. -haubelinchen

    Ich versteh die Diskussion nicht, vor dem Rathaus ist definitiv kein Parkplatz!

    Warum können die Biker nicht unter der Rampe oder im Parkhaus parken. Ich dachte immer, gleiches Recht für alle und vor allem für behinderte oder sonstige in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen.

    Wenn es den Bikern zu dumm ist, sollen sie weg bleiben, den Verlust von den paar Haferl Kaffee kann man verschmerzen!

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    1. Petra Hölzle

      Wie wär’s mal mit einem Blick über den Brenner. Im als chaotisch geltenden Italien gibt es für die Motorrad- und Rollerfahrer, von denen dort übrigens wesentlich mehr unterwegs sind als bei uns, jede Menge eigens markierte Stellplätze. Mich fasziniert immer wieder, wie brav dort die Maschinen in Reih und Glied geparkt werden und zwar nicht immer direkt vor Cafès und Restaurants in Sichtweite. Wo doch Wasserburg wegen seines italienischen Flairs geschätzt wird …

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  3. Manuel Michaelis

    Ob man jetzt Motorräder toll findet oder nicht, sollte nicht Bestandteil dieser Diskussion sein.
    Fakt ist, dass in der Motorradsaison oftmals – und das nicht nur an Wochenenden – soviele Motorräder vor dem Rathaus abgestellt werden, dass Menschen mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen den Platz nicht mehr passieren können. Dieses Verhalten ist mehr als rücksichtslos.
    Schlimmer als die Rücksichtslosigkeit der Motorradfahrer ist allerdings, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird:
    Während geparkte Fahrzeuge mit Parkzettel nach geringfügigem Überschreiten der Zeit eine Geldbuße erhalten, werden die auf der anderen Straßenseite abgestellten Fahrzeuge (mit zwei Rädern) verschont.
    Fragt man die Damen von der Verkehrsaufsicht dazu, bekommt man als Antwort, dass dies eine Anweisung von ganz oben sei.
    Ich bin zwar kein Rechtsgelehrter, aber ich habe schon das Gefühl, dass hier ein Gesetz sehr eigenwillig ausgelegt wird.
    Meine Erwartung an gewählte Volksvertreter – und solche sind die Stadträte – ist schon, dass sie sich bewusst sind, dass auch das Verkehrsrecht auf demokratische Weise zu Stande gekommen ist und nicht einfach willkürlich für manche ausser Kraft gesetzt werden kann.
    Denn wer die Demokratie nicht respektiert sollte auch kein öffentliches Amt bekleiden.

    Die Konsequenz ist ja, dass die Durchsetzung von Verkehrsregeln nicht mehr ernst genommen wird und daher in Wasserburg eigentlich jeder macht was er will. Vom Durchfahren der der sogenannten Fussgängerzone über Parken wo immer man will bis hin zum Abstellen des Autos mit laufendem Motor vor dem Laden kann hier alles vorkommen.

    Zum Vorschlag von Herrn Stenger: Wenn schon so eine Beschilderung, dann bitte konsequent.
    „Sonn- und feiertags für Motorräder – Menschen mit Mobilitätseinschränkung unerwünscht!.“

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    1. wasserburger Grantler

      da wäre es sicher interessant zu wissen, wer „von ganz oben“ solche Anweisungen gibt.

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    2. Ok, dann soll halt eine Beschilderung her, dass Motorradfahrer nicht erwünscht sind in Wasserburg. Dann wissen die Auswärtigen wenigstens woran sie sind. Gleichzeitig wäre aber auch dann über den Christkindlmarkt zu diskutieren. Da kommt ja dann auch wochenlang keiner durch?!

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  4. Wasserburger Grantler

    Es geht nicht darum, ob Bikes schön sind, man Bikerfachmann ist oder die Dinger vollkaskoversichert sind oder nicht. Es geht einfach darum, dass hier rechtswidrig geparkt und behindert wird. Aber wenn nichts dagegen unternommen sondern nur gejammert wird, wird sich nichts ändern. Da gibts nur eines: empfindliche kostenpflichtige Verwarnungen und zwar regelmässig. Verantwortliche, nicht nur reden und lange rumdiskutieren, sondern endlich handeln. Lasst euch doch nicht so auf der Nase rumtanzen!

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  5. Wer selber kleine Kinder hat, weiß, dass es hier nicht um Neid geht, sondern um konkrete Gefahren. Warum sollen alle hinnehmen, dass einige offensichtlich nur dort eine Kaffee trinken können, wo sie ihr Gefährt im Auge haben? Lächerlich!

    Gleiches Recht für alle, Bürgersteige und Plätze sind keine Parkplätze.

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  6. Die Sache ist doch ganz einfach:
    Gibt es in Wasserburg ausreichend Motorradparkplätze?
    Nein!
    Sind Autofahrer begeistert, wenn ein Motorrad einen vollen Autoparkplatz „blockiert“?
    Nein!
    Will die Stadt die Biker aus der Stadt raus haben?
    Man weiß es nicht… ich denke: Nein!
    Also müssen einfach ausreichend Möglichkeiten geschaffen werden, wo Motorradfahrer ihre Maschinen parken können – und zwar vielleicht nicht droben beim Badria. Dann würd’s vor’m Rathaus vielleicht auch a bisserl leichter…

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    1. Armes Wasserburg! Die Jugend am Wochenende zu laut, Motorräder stören….. Baut doch einen Zaun um die Stadt und ziert diesen mit „Betreten erst ab 70“ Schildern

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  7. Schorsch-der-Biker

    Liebe Legislative… warum auch gelebten Pragmatismus, wenn man alles reglementieren kann ; )

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  8. Die Diskussion über falsch parkende Motorräder ob vor/neben/hinter oder gar auf dem Rathaus und in der Hofstatt ist völlig sinnlos.

    Ich zitiere: „Das Parkverbot ist eine Verkehrsregel, die das Parken von Straßenfahrzeugen (Kraftfahrzeuge, Anhänger, Fahrräder und Fuhrwerke) in bestimmten Zonen des öffentlichen Verkehrsraums untersagt“ Die STVO ist eindeutig und unmissverständlich. Deshalb ist die Stadt oder die Polizei anzuhalten, Parkverstöße und Regelverletzungen so zu ahnden wie überall.

    Ausnahmen gibt es nicht, ob chromglänzendes Show-und Shine Motorrad oder alter Blechkübel. Punkt um. Bei Behinderungen von Fußgängern oder welchen Verkehrsteilnehmern auch immer ist eindeutig zu handeln. Ohne Ausnahme. Die Altstadt Wasserburg hat und hatte schon immer ein Parkplatzproblem weshalb dieser Umstand zu lösen ist oder so zu belassen ist wie es jetzt ist.

    Gleiches gilt übrigens für die Gastronomieflächen vor und/oder neben den Lokalen außerhalb der Lokale. „Feindliche Übernahmen“ von nicht genehmigten Flächen durch die Gastronomen durch „gewaltsames“ Zustellen von Flächen ist gleichsam rigoros zu ahnden wie das Falschparken von Motorrädern. Punkt um.

    Es geht nicht darum, wie viel Spezies oder Kaffee`s mehr oder weniger verkauft werden, oder ob der Eine oder die Andere Wirt/Wirtin am Abend das eingenommene Geld umschaufeln muss, damit es nicht faulig wird, sondern darum, dass Regeln für Alle gelten müssen – ansonsten hat Wasserburg das gleiche Problem wie manche sizilianische Stadt.

    Korruption und mafiöse Strukturen. Spezlwirtschaft hin oder Vorteilnahme her. Die Stadtvorderen bekleiden ein schwieriges Amt, dafür haben sich die Damen und Herren freiwillig entschieden, es auszuüben. Das ist aber deren Problem und viele Bürger bitten um Einhaltung und Durchsetzung von Regeln und Gesetzen. Deshalb gilt die Aufforderung an die Behörden: Setzen Sie die geltenden Regeln und Gesetze durch. Ohne Ausnahme. Punkt.

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    1. Gusti Schnecke

      Bravo – genau auf den Punkt gebracht.

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  9. Die falschparkenden Zweiräder ist das eine – Sie behindern Menschen, die entweder nicht mehr gut zu Fuß sind (der Bordstein am Rathaus und Kirche ist ziemlich hoch) oder aber auch Eltern mit Kinderwagen oder einfach nur Personen, die was zu tragen haben.

    Die Äußerung einiger, so nach dem Motto, wen intressiert denn das – Hauptsache, die Motorräder sind schön, finde ich schon mehr als schwach.

    Und das, was ich jetzt schreibe, da bin ich wohl nicht der einzige, dem es so geht.
    Das andere ist, dass die Dinger einen heiden Lärm machen und auch sehr häufig in unserer kleinen Stadt rücksichtslos durchbrettern. Ein Ohrenschmaus ist das vor allem zwischen den beiden Kreisverkehren in der Münchner Straße. Da wird richtig aufgedreht.

    Mein Vorschlag wäre, an der Stelle auf beiden Seiten einen Blitzer anbringen, das bringt Geld in die Stadtkasse. Viele Autofahrer sind auch nicht rücksichtsvoller.
    Wir müssen aber auch so ehrlich sein, die Stadt ist eine verkehrstechnische Katastrophe, die sich aber durch die Struktur auch nicht ändern lassen wird.

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