„Aus für die Altstadtbahn in weiter Ferne“

Stellungnahme von „Pro Bahn" zum Urteil des Verwaltungsgerichtes

image_pdfimage_print

Der Streit um die Altstadtbahn zwischen dem Bieterkonsortium und dem Freistaat Bayern nimmt kein Ende. „Wir haben so viel Energie und wirtschaftliche Aufwendungen in das Projekt gesteckt, da können wir jetzt nicht einfach aufhören“, sagen Norbert Moy und Bernd Meerstein von „Pro Bahn“. Sie nahmen heute Stellung zum Urteil des Verwaltungsgerichtes, das (wie berichtet) ihre Klage gegen die Stilllegung der Trasse Reitmehring-Wasserburg abgelehnt hatte.

Das Bieterkonsortium Wasserburger Altstadtbahn und der Fahrgastverband „Pro Bahn“ hätten die Klageabweisung des Verwaltungsgerichts zur Kenntnis genommen und würden sie jetzt einer rechtlichen Bewertung unterziehen. Insgesamt erscheint dem Konsortium aber die weitschweifige Begründung in ihrer Substanz nur wenig stichhaltig, heißt es in der Stellungnahme. „Da von Seiten des Konsortiums schon erhebliche wirtschaftliche Aufwendungen in das Projekt gesteckt wurden, werden die Konsortialpartner alle Möglichkeiten prüfen, gegen das Urteil des Gerichts den Antrag auf Zulassung der Berufung zu stellen und den Sachverhalt damit in der nächsten Instanz klären zu lassen.“
Und weiter: „Abseits aller juristischen Spitzfindigkeiten haben wir kein Verständnis dafür, wenn der Freistaat Bayern, der sich selbst gern als ‚Bahnland‘ bezeichnet, mitten in einer boomenden Region eine Schienentrasse aufgeben will, die direkt von der Landeshauptstadt in das Herz Wasserburgs führt,“ wundern sich Norbert Moy, Vorsitzender von „Pro Bahn“ Oberbayern und sein Wasserburger Kollege Bernd Meerstein über die Vorgehensweise des Bayerischen Innenministeriums. Anlässlich der MVV-Erweiterung bis Reitmehring habe sogar MVV-Geschäftsführer Alexander Freitag vor einem Jahr vorgeschlagen, die Trasse bis in die Altstadt wiederherzustellen.

„Pro Bahn“ legt Wert auf die Feststellung, dass Gegenstand des Urteils nicht die Stilllegung
oder gar Entwidmung der Altstadtbahn-Strecke, sondern ausschließlich das Recht auf
Klagezulassung des Bieterkonsortiums war. „Damit hat das Gericht eine Entscheidung zur
Stilllegung vermieden beziehungsweise auf die nächste Instanz verlagert. Eine Freistellung der Trasse von Bahnbetriebszwecke ist damit in weite Ferne gerückt“, so Moy und Meerstein.

Lesen Sie auch:

„Wichtiger Schritt“ Richtung Endstation

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

44 Gedanken zu „„Aus für die Altstadtbahn in weiter Ferne“

  1. Ich mag die Bahn. Ich nutze sie auch ab und an für meinen Weg in die Arbeit. Ich bin auch Mitglied in einem Verein, der eine kleine Schmalspur-Museumsbahn unterhält und habe dort auch viele Stunden an deren Erhalt mitgearbeitet. Ich wäre von der Altstadtbahn auch in keinster Weise beeinträchtigt, da ich im Burgerfeld wohne. Und dennoch wächst mein Unverständnis zu diesem Thema mit jedem Artikel den ich darüber lese.
    Sofern ich es richtig verstanden habe, müsste ein bestehendes Naturschutz-Gebiet (FFH) teilweise zerstört werden um die Gleise neu zu verlegen. Das wird ja auch nicht über Nacht gehen sondern eine gewisse Zeit dauern – in der heutigen Zeit auch gerne mal länger als geplant. Und wenn die Strecke fertig ist, dann fahren dort die alten Dieseltriebwagen auf und ab. Ökologisch sicherlich auch nicht ganz hasenrein.
    Gewonnen hätte man dann durch die ganze Aktion auch nichts. Der Stadtbus müsste sicher auch weiterhin parallel zum Banhbetrieb laufen. Und wer schon mal im Bus sitzt, der fährt – meiner Meinung nach – gleich zum Reitmehringer Bahnhof durch und steigt nicht in der Altstadt nochmal in die Bahn um.
    Vielleicht gibt es ja gute Argumente FÜR die Altstadtbahn und ich bin nur noch nicht selbst darauf gekommen.

    133

    27
    Antworten
    1. Ich gebe Andreas recht, die Diskussion geht an der Realität vorbei.
      Als die Bahnstrecke Wasserburg – Grafing vor mehr als 110 Jahren eröffnet wurde, lebten die Bürger in der (Alt) Stadt Wasserburg – und rundherum war da (fast) nichts. Es war selbstverständlich, dass der Bahnhof in der Stadt liegen musste.
      Inzwischen wohnt die Mehrzahl der Wasserburger aber nicht mehr in der Altstadt, sondern im Burgerfeld und der Nördlichen/ Südlichen Burgau, und diese Gebiete werden von der Bahnstrecke nicht mal tangiert. Diese Tatsache wird von den Pro Bahn-Befürwortern ignoriert.

      Angenommen, die Reaktivierung würde zustande kommen, und ich will diese teure Investition nutzen, dann muss ich den Bus von der nördlichen Burgau zum Altstadt-Bahnhof nehmen, um dann „ohne Umsteigen“ nach München zu fahren. Geht’s noch?

      Macht doch das Buch zu!
      Die Natur, der Stadtsäckel und die Nerven unserer Stadträte würden geschont.

      129

      27
      Antworten
      1. Dies ist nicht der Fall. Wo ist der Unterschied, ob Sie in der Altstadt am Busbahnhof direkt zur Eisenbahn umsteigen, oder bis Wasserburg-Reitmehring mit dem Bus fahren müssen und dort Umsteigen? Die Buslinien müssen kaum verändert werden, da diese völlig andere Siedlungsgebiete erschließen und weiterhin als Zubringer fungieren. Der Eisenbahnverkehr ersetzt nicht den städtischen Buslinienverkehr.
        Die steigenden Fahrgastzahlen zwischen Reitmehring und München sprechen zudem gegen ihre Behauptung. Es sogar überlegenwert, ob man an der Megglestraße (oder Höhe der B15), mit Erschließung der Wohn- und Gewerbegebiete, eine zusätzlichen Haltepunkt (mit Regionalbusverbindung) einrichtet.

        25

        70
        Antworten
      2. Und eine große ansässige Firma hätte auch noch was davon 😉

        18

        9
        Antworten
        1. wohl eher deren Angestellte 😉

          11

          4
          Antworten
      3. Nur mal zur Klarstellung: Ich wohne im Burgerfeld, fahre täglich mit dem Zug nach München und ich würde sehr wohl von der Altstadtbahn profitieren, wenn sie ohne Umstieg nach München verbunden wäre. Dann müsste ich nämlich nicht mehr über eine halbe Stunde vorher aus dem Haus, zur Haltestelle und mit dem Stadtbus nach Reitmehring tingeln (alles verlorene Zeit für mich), sondern würde in zehn Minuten mit dem Radel den Berg runterrollen und in der Stadt in meinen Zug steigen, wo ich dann durchgehend lesen oder sogar arbeiten kann, bis ich in München bin. Pro Tag spare ich so 40 Minuten Totzeit und habe sogar noch mehr Bewegung.

        28

        18
        Antworten
        1. Helfen würde in diesem Fall auch ein zweiter Bus, der so getaktet ist, daß man nicht 20 Minuten am Bahnhof warten muss. Aber da werden wir noch lange warten müsse. Der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel hat nun mal keine Priorität.

          4

          1
          Antworten
    2. Ihre Argumentation hat einige Wissenslücken und ich bezweifle, ob Sie tatsächlich bei einer Kleinbahn tätig sind. Richtig ist die Feststellung, dass die guten Argumente nicht warhgenommen wurden.
      Trassenführung: Hier wird KEINE Gleistrasse durch eine FFH Gebiet gebaut, weil diese Gleistrasse auf einer dem Eisenbahnverkehrstresse gewidmenten Trasse in toto vorhanden ist.
      Daher ist ihre Annahme irreführend. Das FFH ist also nicht betroffen, da die Trasse eine gewidmete Eisenbahntrasse ist, die nicht Bestandteil des FFH ist. Und zur Information: In Bayern kann man zwar keine Eisenbahn in einem FFH Gebiet bauen, jedoch war dies noch nie ein Grund dort keine Straßen, Autobahnen und Gewerbegebiete zu bauen. Da wurde genau andersherum argumentiert: Der Naturschutz steht dem Fortschritt (= Straßenbau) im Wege. Da wurde bisher immer ein FFH-Gebiet aufgehoben oder herausgenommen. Neue ist sogar der Wegfall des Anbindegebotes. Die Gemeinde darf jetzt in Bayern überalle bauen. Und sein es mitten in einer Naturlandschaft. Soviel zur Wertigkeit des FFH wenn es ums Auto, Wohnbau- oder Gewerbegebiet geht.
      Und was sagen Sie zu dieser großen Autorampe, die man von der Altstadt durch den Wald mitten hindurchgegeborchen hat? Da spielte übrigens der Naturschutz und das Altstadtgesicht keine Rolle, weil es gut für das Auto war. Die Eisenbahntrasse liegt da wo diese ist und diese schmiegt sich in das Stadtbild und Landschaft ein. Man braucht nur von von der anderen Talseite die Stadt betrachten. Die Eisenbahn sieht man so gut wie nicht. Die Autorampe dagegen trumpft optisch unangehnem auf.
      Tatsächlich ist es so, dass hier wohl bei einer Entwidmung der Eisenbahntrasse Gewerbefläche entstehen wird. Dies darf als tatsächliches Ziel der Eisenbahngegner angenommen werden. Also auch nichts mit FFH. Ich gehe sogar soweit, dass hier auf der Teiltrasse eine weitere Autostraße gebaut wird. Ein FFH Gebiet ist einfach und schnell aufgehoben. Hier darf man sogar behaupten, dass der Erhalt der Eisenbahnstrecke sogar die FFH vor der Zerstörung durch Gewerbe- und Straßenbau schützt.
      Wirtschaftlichkeit: Es ist erwiesen und immer wieder belastbar nachprüfbar, dass sich mit einer Reaktivierung einer Eisenbahnlinie die Nutzungshäufigkeit gebenüber eine Buslinie zwischen 50 – 200% liegt (Sie Reaktivierung Senden – Weißenhorn mit Fahrgaststeigerung gegeüber Buslinie bei einer erheblichen Reisezeitverkürzung und vieler andere Strecken, deren Erwartung weitübertroffen wurden).
      Was noch von den Eisenbahngegnern unerschlagen wird ist die Tatsache, dass durch den Ausbau (und weiteren Ausbau), der Strecke Wasserburg Bahnhof – Ebersberg – Grafing Bf – München Zentrum der Pendlerverkehr auf der Schiene weiter zunimmt. Vor allem Eingliederung in den MVV-Raum hat hier ebenso seinen Teil beigetragen. Das Gutachten stammt noch aus einer Zeit, als die Strecke noch wesentlich schlechter bedient wurde. Zudem gibt es bereits Überlegungen, die S-Bahnlinie bis Wasserburg Stadt (Stichwort Elektromobilität) zu verlängern. Die Stadt könnte daher einen schweren Fehler machen und sich vom Verkehrlich amputieren.
      Der Umstieg von Bus zur Eisenbahn ist eine in diesem Fall eine künstliche Unterbrechung der Reisekette, der eine Reisezeitverlängerung zu folge hat. Mit der Eisenbahn ist eine Umstiegsfreie Verbindung zwischen Wasserburg Altstad bis München Zentrum möglich. Der Bus wird von ÖPNV-Nutzern weniger angenommen als Schienenverkehrsmittel. Alle diese Faktoren und viele weitere haben sich verändert oder wurden damals nicht genügend berücksichtigt.
      Umwelt: Dieselbusse fahren auch mit Diesel. Dieselautos auch. Und auch sonst ist die Bilanz des Öl-Verbrennungs-Straßenverkehr sehr schlecht. Beim Straßenverkehr spielt dies tatsächlich nie eine ernste Rolle, wie man inzwischen seit mehreren Jahren zugeben musste. Ganz im Gegenteil. Dort wird und wurde die Luftverschmutzung sogar politische geduldet und viele sind Autofahrer sind gegen saubere Autos (Ist tatsächlich so). Und wer behauptet, dass dort alte Dieseltriebzüge fahren sollen? Auch wenn immer von Politikern nur beim Autoverkehr von Elektromobilität gesprochen wird, gibt diese Elektromobilität beim Öffentlichen Nahverkehr schon seit ca. 1880 für nachhaltigen und umweltfreundlichen Öffentlichen Nahverkehr. Also lange vor dem Auto. Dieses nachhaltige und umweltfreundliche Verkehrsmittel Eisenbahn hat aber leider erkennbar nur sehr wenig Freunde in der Politik.
      Die Frage lautet als daher: Wem hat den Vorteil durch die Zerstörung der Eisenbahnstrecke? Die ÖPNV-Fahrgäste, Umwelt, Stadtgestaltung, Lebensqualität, nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität, sowie und eine dadruch entstehende Menschengerechte Stadt spielen bei dieser Frage im übrigen nie eine Rolle, da diese politisch nicht beachtet werden.
      Daher stellt sich die Frage: Warum nimmt die Politik diese Anregungen nicht ernst und arbeitet an einer S-Bahnverlängerung von Ebersberg zur Altstadt Wasserburg, sondern versucht dieses überlegene Verkehrsmittel S-Bahn sogar für die Zukunft zu verhindern? Lautet die politische Losung und Mobilitätslösung nur immer noch: Nur das flächenfressende Auto ist ein Verkehrsmittel der Zukunft? Für das Auto ist kein Opfer je zu groß, aber für die Eisenbahn / ÖPNV jeder € in die Zukunft zu viel?
      Daher gibt es nur eine Anwort: Die Altstadtbahn muss reaktiviert werden. Für eine alternative, nachhaltige und menschenfreundliche öffentliche Mobilität.

      44

      98
      Antworten
    3. Erlebnisbericht

      Ich habe mal meine Arbeitskollegen aus München zum Betriebsausflug nach Wasserburg eingeladen. Bei der Frage nach der Anreise habe ich auf die stündliche, durchgehend Zugverbindung verwiesen. Sie: „Hört sich gut an, das machen wir!“ – Ich: „Und in Reitmehring steigt Ihr dann noch in den Stadtbus um und seid in zehn Minuten in der Stadt!“ – Sie: „Ach, lass mal, da fahren wir dann doch lieber mit dem Auto.“

      Und ich fürchte, so denken viele!

      8

      0
      Antworten
  2. Xylometazolinhydrochlorid

    Die Dummheit ist rund. Niemand weiß, wo sie anfängt und wo sie aufhört.

    Ernst Festl

    79

    12
    Antworten
  3. Manuel Michaelis

    Zu „Wir haben so viel Energie und wirtschaftliche Aufwendungen in das Projekt gesteckt, da können wir jetzt nicht einfach aufhören“ fällt mir nur der Spruch vom guten Geld, dass man schlechterem hinterherschmeisst ein.

    Die weitere pro-Argumentation ist jetzt schon so verzweifelt, unsachlich und an den Haaren herbeigezogen, dass es gar keinen Spass macht dagegen zu halten.

    90

    27
    Antworten
    1. Unglaublich dass es immer noch Leute wie Gast69 gibt die an diesen Kappes glauben
      Kein Mensch braucht die Altstadtbahn !!!

      117

      32
      Antworten
      1. Unglaublich, dass es immer noch Leute wie Bahngegner gibt, die auf die Zerstörung unserer Lebensgrundlage durch das Auto hoffen und herbeisehnen.
        Jeder braucht die Altstadtbahn. Für eine menschengerechte Zukunft.

        32

        110
        Antworten
        1. Schade das Sie glauben ich würde auf die Zerstörung unserer Lebensgrundlage durch das Auto hoffen, aber die Altstadtbahn wird diese Welt nicht mehr retten
          Haben Sie schon mal die Daumen nach oben und unten beobachtet ?
          Dann wissen sie ja wie die Meinung der ganz großen Mehrheit ist

          74

          20
          Antworten
          1. Bei Flughafen BER, Stuttgart21 und sonstigen politischen Großprojekten (nicht zu verwechseln mit Verkehrsplanung) war die „ganz große Mehrheit“, wie Sie schreiben, auch dafür. Sogar per Stimmzettel. Jetzt wo die Rechnungen astronomisch hoch werden und die Leistungsfähigkeit dazu abnimmt und die Fertigstellung nicht absehbar ist, sind die faktenresistenten damaligen Ja-Jubler (hier also bei der Altstadbahn also die Nein-Jubler) ganz still geworden und schieben die Verantwortung von sich, weil man es ja nicht ahnen konnte ….
            Und weder die 2. S-Bahnstammstrecke wird eine Verbesserung für Wasserburg bringen; und die Vermehrung des Autoverkehrs sowieso nicht.
            Es ist immer das selbige: Meinungen sind Emotionen, aber keine belastbaren Fakten.

            17

            32
        2. Jawohl, Herr Talibahn!

          9

          22
          Antworten
    2. Tatsächlich lebt man in Bayern in einer Autotraumwelt. Man hofft hier das immerwährende Autoparadies zu schaffen. Während andere Bundesländer nicht nur eine wesentlich höheren Elektromobilitätsanteil im Öffentlichen Nahverkehr haben und ihren Autoverkehr und dessen schweren Umweltschäden durch Stadtbahnen in den Griff bekommen, ist man in Bayern noch immer in den 1960 Jahren hängen geblieben. Daher ist Bayern auch beim ÖPVN auf Platz 15 von 16 Bundesländern im Rückstand.
      Man hofft durch exzessiven Straßenbau, Landschafts- und Stadtzerstörung den Autostau, und durch kräftiges und langanhaltendes ignorieren von Fakten die Umwelt und Stadtzerstörung leugnen zu können. Man kann durchaus von proaktiver Ablehnung des Schienenverkehrs sprechen. Auch wenn auf politischen Regionalkonferenzen selbige Politiker das autonomfahrende E-Auto angeblich alle verkehrsproblemlösende Auto feiern, muss doch die Frage gestellt werden, welche Probleme das E-Auto nachweisbar tatsächlich löst?
      Den öffentlichen Flächenverbrauch? Ein klares NEIN. Sogar weiter zunehmend. Den Autostau? Ein klares NEIN. Sogar weiter zunehmend mit weiteren Straßenbau. Den Resourcenverbrauch? Ein klares NEIN? Die erforderlichen Investitionen in den Straßenbau? Ein klares NEIN. Die Luftverschmutzung? Ein klares NEIN. Ja welches Autoverkehrsproblem löst dann eigentlich das E-Auto? Derzeit nicht ein einziges. Politsich sozusagen: Jeder Autoparkplatz und jedes Auto mehr bringt uns dem bayerischen Autoparadies näher. Daher muss man auch die Frage stellen: Hat wurden in den letzten 50 Jahren und ca. 1 Bio. € Steuergelder für den Autoverkehr jemals ein einziges Autoverkehrs oder Autoumweltproblem gelöst? Ein klares NEIN.
      Wenn man bedenkt, wieviele Mrd. € Steuergelder nur für den Bau von E-Modelautos gesteckt wurde, ohne jegliche echten technischen Fortschritt, dann kann man schon verstehen, warum viele denken, dass das E-Auto die Lösung aller Probleme ist. Warum auch immer.
      Und warum die Verkabelung unser Städte für das E-Auto mit kostenlosen Strom fü die privaten Autofahrer mit mehreren hundert Mio. € geschenkt bekommen, aber im selben Atemzug den ÖPNV zerstören und ein Kostentreiber sein soll, bleibt einzig ein Geheimnis der Autopolitik.
      Mit einer elektrifizierten Eisenbahnstrecke erreicht man einen in vielen örtlichen Fällen einen 10fachen Wert eines E-Autos. Während in 1 E-Auto meist 1 Person sitzt, dass 12 m2 öffentliche Fläche verbraucht und 6m Autostau erzeugt und mit Kohlestrom fährt, fahren in einem Zug schon mal 250 Menschen nachhaltig und umweltfreundlich elektromobil. Und das platzsparend und städtefreundlich und für allen Menschen nutzbar.
      Die Bürger müssen sich für eine Öffentliche Mobilität einsetzen und die Politiker davon überzeugen, dass diese seit Jahrzehnten auf den schädlichen Autoirrweg sind.

      31

      39
      Antworten
    3. „Wir haben so viel Energie und wirtschaftliche Aufwendungen in das Projekt gesteckt, da können wir jetzt nicht einfach aufhören“
      Ach, wissen Sie, bei Autobahnprojekten, Bundesstraßen und sonstigen politischen (!) Großprojekten wie zum Beispiel Flughäfen, ist dieser Spruch Standard, wenn die Kosten explodieren. Da gehören Kostensteigerungen von 150 – 200% zum normalen Tagesgeschäft und behauptet, es sei gut investiertes Geld in die Zukunft (für das Auto und Flugverkehr). Und das Volk jubelt dazu brav.
      Aber hier geht es ja nur um die öffentliche nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität der Zukunft und nicht um Auto, Flugzeug und Straßen.

      17

      41
      Antworten
  4. Es braucht wirklich niemand die altstadtbahn. Warum für etwas geld ausgeben was man ned braucht.die verbindung nach reitmwhring mit dem bus ist super. Und ob ich jetzt mit dem bus oder der bahn fahr ist egal. Wenn die bahn kommt fährt bahn und bus gleichermassen und das widerspricht ja der umweltfreundlichkeit und eine menschengerechte zukunft von gast69….

    36

    17
    Antworten
  5. Manuel Michaelis

    Wäre Gast69 tatsächlich und konsequent gegen den Individualverkehr mit Verbrennungsmotor, wie vorgegeben, dann muss er/sie auch gegen die Altstadtbahn sein.
    Denn: Wie würden denn die potentiellen Bahnfahrer aus der Burgau, dem Burgerfeld, Babensham, etc zum Altstadtbahnhof kommen? MIT DEM AUTO!
    Das würde noch mehr Verkehr in der Altstadt bedeuten und das sollte wirklich niemand wollen.
    Gegen die Altstadtbahn zu sein, Gast69, bedeutet weder gegen die Bahn generell, noch ProAuto zu sein, sondern begründet sich auf eine nüchternen Analyse der Vor- und Nachteile.
    Allerdings ist dies seitens der Befürworter leider nicht gegeben. Es wäre jetzt an der Zeit zuzugeben, dass ihr euch da verrannt habt. Ansonsten verhaltet ihr euch nicht anders
    als die Mehrheit der heutigen Politiker – gutes Beispiel ist der Mautkasper von der CSU – die ihre Projekte auch dann noch schönreden, wenn es selbst der Letzte kapiert hat, dass es Unsinn ist.

    36

    21
    Antworten
  6. Es gibt in Wasserburg ein in weiten Teilen gut funktionierendes System aus mehreren Buslinien. Die Busse haben – soweit ich es beobachten konnte – mindestens die Abgasnorm EURO5, sind also eingiermaßen „sauber“. Das Tarifsystem für den Stadtbus ist einfach und kann wohl auch als günstig bezeichnet werden. Die Busse fahren auch pünktlich (sicherlich gibt es zu Stoßzeiten mal etwas Verzögerung). Gibt es einen entsprechenden Bedarf, dann lassen sich Haltestellen auch nachträglich noch mit vertretbarem Aufwand bauen und in den Fahrplan integrieren. Sicherlich gibt es immer Fälle wo es hakt und zwickt – im Großen und Ganzen wäre das aber jammern auf sehr hohem Niveau. Für eine Stadt wie Wasserburg finde ich den ÖPNV recht ordentlich ausgebaut und den Anschluss an den Bahnhof Reitmehring auch gut gelöst.
    Wäre damals die Rampe nicht gebaut worden und wäre verkehrspolitisch einiges anders entschieden worden, dann gäbe es womöglich eine tragfähige Grundlage auf der eine Reaktivierung der ca. 4km langen Teilstrecke von Reitmehring in die Altstadt diskutiert werden könnnte. Da die Situation nun aber so ist wie sie ist sehe ich persönlich darin keinen Sinn.

    39

    10
    Antworten
  7. Ich mit meinen 25 Jahren kenne die Altstadtbahn gar nicht mehr. Was ich allerdings kenne sind die zugewachsenen Schienen direkt am Inn an denen man entlangspazieren kann bis man beim Fischerstüberl landet. Wenn diese wirtschaftlich unrentable Bahnlinie wieder eröffnet werden würde, dann kann man hier in diesem wunderschönen Fleckchen Erde auch nicht mehr spazieren gehen. Das finde ich absolut untragbar! Vom rausgeschmissenen Geld fange ich erst gar nicht an…. Den meisten ist es m.E. vollkommen egal ob sie mit dem Bus oder der Bahn nach Reitmehring kommen. Bitte Gast69 suchen Sie sich eine andere (sinnvollere) Lebensaufgabe der Sie nachgehen können. Es gibt auf der Welt wesentlich wichtigere Probleme (Armut, Hunger etc.) die gelöst werden sollten als die Reaktivierung einer alten, maroden Bahnstrecke die Unsummen an Geld verschlingt!!

    60

    17
    Antworten
    1. Na, aber Hauptsache unsere Parkhäuser sind „wirtschaftlich rentabel“ – die kosten ja nur Millionenbeträge an Bau und Unterhalt, ohne einen Cent Parkgebühren wieder einzuspielen. Da darf für den Bau auch ein erheblicher Teil der historischen Bierkeller samt davor gebauter Salettln platt gemacht werden. Aber fürs Auto ist ja immer Geld da, da fragt keiner nach Naturschutz, Denkmalschutz oder wirtschaftlicher Rentabilität (siehe auch Tunnelprojekt in Reitmehring, diverse Umgehungsstraßen etc.) und da sind auch Armut und Hunger auf der Welt kein Gegenargument.

      15

      39
      Antworten
      1. Sorry, aber die Parkhäuser sind das falsche Argument für die richtige Feststellung (dass das Geld beim Individualverkehr (=Auto) häufig viel lockerer sitzt). Die Parhäuser wurden nämlich gebaut, um die Autos aus der Stadt zu halten. Und deshalb sind sie auch kostenlos, damit die Leute sie überhaupt benutzen. Wenn das Parken drinnen und draußen Geld kostet, dann fahren alle in die Stadt, und dann ist die Stadt wieder komplett dicht wie vor 35 Jahren. Und dann steht auch der Stadtbus im Stau.

        27

        2
        Antworten
    2. Ich bin etwas älter als 25 und ich kann Sie beruhigen: Auch als die Bahnlinie noch in Betrieb war, konnte man auf diesem wunderschönen Fleckchen Erde (sehe ich genauso) problemlos spazieren gehen. Und dass es sehr wohl einen Unterschied macht, ob man mit der Bahn oder mit dem Bus nach Reitmehring fährt, habe ich oben schon geschrieben.

      23

      9
      Antworten
  8. Mich würde mal interessieren wieviel der so negativ zur Altstadtbahn stehenden Personen schon mal von der Altstadt mit dem Bus nach Reitmehring Bahnhof gefahren sind. Pendler sind das bestimmt nicht. Wenn es überhaupt Bahnfahrer sind fahren sie überwiegend mit dem Auto dorthin. Was regt ihr euch auf über die paar Milionen die diese Streckenaktivierung kosten würde? Was hat den der völlig überdimensionierte und meist leere Busbahnhof gekostet?
    M.E. wäre die Altstadtbahn auch ein Schritt in Richtung weniger Autoverkehr in der Altstadt.

    21

    45
    Antworten
    1. Habe gerade mal nachgeschaut: Fahrzeit mit dem Bus vom Busbahnhof nach Reitmehring laut Fahrplan 10 – 11 Minuten. Im Fahrplanentwurf, der auf den Seiten der Stadt Wasserburg zu finden ist, ist die Fahrzeit mit der Altstadtbahn für die gleiche Strecke mit 6 Minuten angegeben.

      11

      5
      Antworten
      1. Diese 10-11 Minuten, die der Bus braucht, sind noch dazu oft nur ein theoretischer Wert. Wenn das Aus- und Einsteigen samt Fahrkartenkauf beim Busfahrer zügig vonstatten geht, wenn kein Stau ist, wenn die Bushaltestellen nicht von Autos zugeparkt sind, wenn der Busfahrer nicht lieber mit einem Kollegen ratscht anstatt loszufahren … dann klappt das sogar ab und zu auch in der Praxis.

        13

        5
        Antworten
  9. Ein Bahnpendler

    Weiterkämpfen für die Altstadtbahn, noch ist nichts verloren! Und langfristig sollte Wasserburg dann idealerweise einen S-Bahn-Anschluss bekommen.

    23

    42
    Antworten
  10. ……. „wir haben so viel Energie und wirtschaftliche Aufwendungen in das Projekt gesteckt, da können wir jetzt nicht einfach aufhören“ ….. dann steckt doch einfach noch mehr davon rein und hört später auf…….. das einzige was hier veranstaltet wird ist eine Entwicklungsverhinderung des alten Bahnhofsareals!!!!!

    38

    15
    Antworten
  11. Hier auch ein interessanter beitrag, das auch ein problem und hohes risiko für eine altstadtbahn sind: https://www.wasserburger-stimme.de/schlagzeilen/innleiten-so-kahl-wie-selten-zuvor/2017/01/12/

    5

    8
    Antworten
  12. @edeltraud. Weniger autoverkehr für die stadt??? Wie werden die burgerfelder und usw wohl zum altstadtbahnhof kommen??? Achja NUR mit den auto.

    20

    11
    Antworten
    1. Warum – lieber Fan – gehen Sie eigentlich davon aus, dass jeder so faul ist und mit dem Auto vom Burgerfeld in die Stadt fährt? Das geht wunderbar zu Fuß (20min) oder mit dem Fahrrad (runterwärts 5min, rauf je nach Kondition). Ich habe 3 Minuten zur Bushaltestelle und gehe trotzdem meist zu Fuß in die Stadt, denn – wie schon oben geschrieben – die „Pünktlichkeit“ des Stadtbusses ist genau wie die angegebene Fahrzeit reine Theorie. Da verlasse ich mich lieber auf meine zwei Füße – da weiß ich wann ich ankomme. Das gleiche wäre mit einer staufreien Altstadtbahn zu erwarten aber wie üblich hat hier jeder Angst, dass ihm was weggenommen wird und schreit Zeter und Mordio…

      13

      9
      Antworten
  13. @edeltraud. Die paar millionen wären anderswo besser investiert als diese altstadtbahn…

    28

    10
    Antworten
  14. @ ein bahnpendler. Und am besten noch einen flughafen mit u-bahn anbindung.

    16

    11
    Antworten
  15. Es sollte das Geld für die Elektrifizierung der bestehenden Strecken vorangetrieben werden. Wir Anwohner in Reitmehring nähe Bahnhof hätten dann keine Rußablagerungen und Lärm, weil das Warmlaufen ( ca 30-45 Minuten) der abgestellten Züge entfallen würde. Laut Bahn sind die Dieseltriebwagen immer gut gewartet und auf dem neuesten Stand, aber die Praxis zeigt etwas anderes. Mir geht es nicht um den Regelbetrieb, der Stört nicht, sondern ist wünschenswert.

    15

    3
    Antworten
    1. Ich würde drauf wetten – aus diesem Kappes wird nie was

      15

      7
      Antworten
  16. Lieber Herr Rieger da sind sie und vereinzelte andere mit sicherheit die außname aber die mehrzahl benutzt nun mal das auto, eben weil es bequemer und schneller geht, da hilft a keine bahn,bus,fahrrad,usw vielleicht ein hubschrauber!!!! Und angst das ihm etwas weggenommen wird hat hier glab i niemand, denn was soll die altstadtbahn denn den menschen wegnehmen?das geld das dafür aufgewendet wird,wird halt dann für einen anderen käse hergenommen!

    9

    6
    Antworten
    1. Lieber Fan, bei uns benutzt die Mehrheit das Auto, weil es keine Alternative gibt, die genau so flexibel wäre. Wenn man mal über die Kante der Kiesgrube hinausschaut, z.B. nach München, zugegebenermassen eine Großstadt mit hervoragend ausgebauten öffentlichen Nahverkehr, machen junge Leute schon gar keinen Führerschein mehr, weil es nicht nötig ist. Oder man kauft sich kein Auto mehr, weil man für die Fahrten, für die man noch ein Auto braucht, auf Alternativen wie Car Sharing oder car2go ausweichen kann. Dort fahren U-Bahnen zu Spitzenzeiten im 4 Minuten Takt. Natürlich kann man in einem Dorf wie Wasserburg den Öffi nicht so ausbauen wie in München, aber man kann auf jeden Fall versuchen, ein besseres Angebot als einen 1 Stunden Takt aufzubauen.

      12

      1
      Antworten
      1. Ich hab mal eine Frage an Gast69,
        wie soll das eigentlich gehen in Reitmehring wenn die Züge aus Mühldorf Rosenheim und
        Ebersberg schon da sind mit 3 Gleisen
        wo soll die Altstadtbahn dann bitte stehenbleiben
        Können Sie mir das erklären ??????

        5

        7
        Antworten
        1. Ich bin zwar nicht der Gast69, die Unsumme an Fragezeichen verdeutlicht jedoch die Dringlichkeit und so sehe ich mich zu einer Antwort genötigt. Bei Ihrer Frage gehen Sie jetzt vom Idealfall eines vollständigen Knotens aus, d.h. dass Züge aus und in allen vier Richtungen gleichzeitig fahren. Dazu bräuchte es in der Tat ein 4. Gleis. Der Platz dafür ist zwischen Gleis 1 und dem P&R-Platz vorhanden, weil in der Planung bewusst freigelassen worden. Da dieser vollständige Knoten aber nicht so leicht zu realisieren ist, weil die Fahrzeiten der Züge vor allem von den Fahrplänen in Mühldorf, Rosenheim und München bestimmt werden, würden die vorhandenen Gleise fürs Erste in jedem Fall reichen.

          8

          0
          Antworten
        2. Die Idee ist doch, dass die „Altstadtbahn“ der Zug nach Ebersberg/München ist.

          Sorry, aber manchmal wundere ich mich schon, mit welchem Eifer hier manche diskutieren, ohne wirklich Überblick zu haben.

          13

          1
          Antworten
  17. Eben darum geht es ja „genau so flexibel“ wie das auto ist nichts denn das auto kann im sekunden takt fahren. Selbst wenn es einem 30min bustakt gäbe (was eh schon grenzwertig wäre) würden die leute diesen auch nicht mehr nutzen wie jetzt. Weil man immer davon abhängig wäre und diese unabhängigkeit gäbe es nur mit einem 10min takt und fahrten mit den bus zu mehreren haltestellen z.b. auch in der ledererzeile,im burgerfeld,burgau usw. So schlimm wie es klingt nichts wird den verkehr aus der stadt verringern bzw die anzahl an weniger autofahrten.

    11

    3
    Antworten
  18. A Ramerberger

    Wer ernsthaft glabt dass de Bahn numoi fährt der glabt a no ans Christkindl!!!

    19

    2
    Antworten