Corona: Klinik-Mitarbeiterin betroffen

Rosenheimerin war beim Skifahren in Südtirol - 14-tägige häusliche Quarantäne angeordnet

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Nach der ersten an dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 erkrankten Person aus dem Landkreis Rosenheim (wir berichteten) gibt es nun einen zweiten bestätigten Fall in der Region. Das teilte das Bayerische Gesundheitsministerium heute mit. Es handelt sich um eine Mitarbeiterin der RoMed-Klinik Rosenheim. Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim ergänzt dazu, dass sich die Frau beim Skifahren in Südtirol mit dem Virus angesteckt hat. 

Die Untersuchung des Abstrichs ergab einen positiven Befund. Da die Frau nur leichte Krankheitssymptome zeigt, kann sie in häuslicher Quarantäne bleiben.   

Vorsorglich werden derzeit allgemeinchirurgische Patienten verstärkt in den RoMed-Kliniken Bad Aibling, Prien und Wasserburg behandelt, das meldet die Pressestelle der Kliniken.

Das Gesundheitsamt hat bereits Kontaktpersonen der erkrankten Frau ermittelt und für diese eine 14-tägige häusliche Quarantäne angeordnet.

Zusätzlich werden sie täglich vom Gesundheitsamt kontaktiert und nach Symptomen sowie Fieber befragt. Zudem werden bei ihnen Abstriche genommen. Diese werden in einem Labor des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit auf SARS-CoV-2 untersucht. Weitere Kontaktpersonen werden ermittelt.

Einen direkten Zusammenhang oder Kontakt zu der ersten im Landkreis Rosenheim erkrankten Person gebe es nicht.

Um eine weitere Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern hat das Bayerische Gesundheitsministerium im Einvernehmen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus und dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales eine Coronavirus-Allgemeinverfügung erlassen. Sie betrifft – wie bereits ausführlich berichtet – unter anderem den Besuch von Schulen, Kindertagesstätten, Kindertagespflegestellen und Heilpädagogischen Tagesstätten für Reise-Rückkehrer aus Risikogebieten wie Südtirol.

Demzufolge dürfen Schüler und Kindergartenkinder zum Beispiel nach ihrer Rückkehr aus Südtirol für 14 Tage nicht in die Schule oder Einrichtung.

Südtirol war am Donnerstagabend vom Robert Koch-Institut als Coronavirus-Risikogebiet eingestuft worden.

Risikogebiete sind laut RKI-Definition „Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann”. In Italien gehören dazu neben der Provinz Bozen (Südtirol) in der Region Trentino-Südtirol außerdem die Region Emilia-Romagna, die Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien.

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