Zweite Asylbewerber-Unterkunft betroffen

Gemeinschafts-Zuhause von 200 Menschen in der Äußeren Oberaustraße unter Quarantäne

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Nachdem inzwischen zwei Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft in der Äußeren Oberaustraße ebenfalls positiv getestet wurden – hier leben 200 Menschen, überwiegend Familien – hat das Rosenheimer Gesundheitsamt am heutigen Ostermontag auch über diese Einrichtung ab sofort die Quarantäne verhängt. Wie berichtet, war bereits um die Asylbewerber-Unterkunft an der Karlsbader Straße ein Bauzaun errichtet worden – eine ungewöhnliche Maßnahme zur Durchsetzung der Quarantäne. 

Der Hintergrund war hier, dass Bewohner der Unterkunft typische Symptome einer Corona-Infektion aufwiesen. Daraufhin wurden bei 48 der etwa 60 Personen der Unterkunft entsprechende Tests durchgeführt. 17 Personen sind mit Corona infiziert. Die ganze Unterkunft steht seitdem unter Quarantäne. „Ich halte diese Entscheidung fachlich für notwendig und geboten“, so der Leiter des Gesundheitsamts, Dr. Wolfgang Hierl.

Auch bei der zweiten Einrichtung gehe es nun darum, alles zu unternehmen, um die Infektionsketten zu unterbinden. Nachdem 200 Menschen in der Einrichtung leben, würde ohne Isolation der Betroffenen die Gefahr bestehen, die bisher erreichten Erfolge bei der Senkung der Infektionszahlen und der Verlängerung der sogenannten Verdoppelungszeit der Infektion aufs Spiel zu setzen. Das dürfe nicht passieren, so Hans Meyrl am heutigen Ostermontag-Abend.

Der Zugang von sogenanntem Funktionspersonal, also Betreuern, Reinigungspersonal, Sicherheitsdiensten in die Einrichtung bleibe gewährleistet.

„Die medizinische Betreuung und die Versorgung der Bewohner wird selbstverständlich in vollem Umfang sichergestellt“, so Meyrl. Die Gemeinschaftsunterkunft wird von der Regierung von Oberbayern betreut.