Zweimal Mozart und Bach

Wasserburger Chor und Collegium mit Gästen aus Grassau im Rathaussaal und in Rott

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Mit dem berühmten Klarinettenkonzert A-Dur KV 618 von Wolfgang Amadeus Mozart erfreut der Bach-Chor Wasserburg am kommenden Wochenende gleich zweimal die Musikfreunde im Altlandkreis – unter der Gesamtleitung von Angelica Heder-Loosli. Es spielen Mitglieder des Grassauer Blechbläser-Ensembles gemeinsam mit dem Bach-Collegium Wasserburg. Die Solisten des Abends sind: Marlene Noichl (Klarinette) sowie die Sänger Roswitha Schmelzl, Sopran – Luitgard Hamberger, Alt – Christian Zenker, Tenor – Raphael Sigling, Bass.

Die beiden Aufführungen finden am Samstag, 24. November, um 20 Uhr im Wasserburger Rathaussaal und am Sonntag, 25. November, um 19 Uhr in der Pfarrkirche in Rott statt.

Wie Mozart, der sich gerade in seinen letzten Jahren viel mit Bach und Händel beschäftigt hat, besinnt sich auch der Wasserburger Bach-Chor seines Namenspatrons und bringt die zuversichtlich-tröstliche Trauer-Motette „O Jesu Christ, meins Lebens Licht“ BWV 118 zur Aufführung.

Anschließend erklingt das Hauptwerk des Abends, das Requiem d-moll KV 626 von Wolfgang Amadeus Mozart, das er – mit 35 Jahren aus dem Leben gerissen – selber nicht mehr vollenden konnte.

Seinem Schüler Franz Xaver Süßmayr, der am Krankenbett wohl noch einige Hinweise vom Meister bekam, ist es zu verdanken, dass er sich der Vervollständigung annahm, und dass es „das Mozart-Requiem“ in der uns bekannten und vertrauten Gestalt gibt. Seine kompositorischen Schwächen wurden immer wieder kritisiert. Franz Beyer ist es 1971 gelungen, diese einfühlsam zu beheben. Seine überzeugende Edition wird deshalb bei diesem Konzert verwendet.

Auch wenn das Geheimnis des mysteriösen Auftraggebers längst gelüftet ist, liegt das eigentliche Geheimnis des Requiems und seiner einzigartigen Faszination in der Musik selbst. Sie bezieht sich in den kraftvollen Chor-Fugen einerseits auf die Wurzeln des Barock, andererseits steigert sie sich in typisch neapolitanisch-opernhaften Elementen zu unvergesslicher Intensität.

Es sind jene neuen, schon auf die musikalische Sprache des 19. Jahrhunderts vorausweisenden Töne der Verinnerlichung und des persönlich-intimen Gefühlsausdrucks. In dieser die Zeiten verbindenden, in dieser vollkommenen Einheit des unvollendeten Werkes offenbart sich Mozarts frühe Vollendung.

Karten gibt es bei der Buchhandlung Herzog in Wasserburg unter 08071/4714, online bei der Sparkasse Wasserburg/Ticketservice sowie jeweils an der Abendkasse.

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