Zwei Oberbayerische Meister

U14: Wasserburger Leichtathleten sammeln in Schongau fleißig Medaillen

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Dass die Leichtathletik-Abteilung des TSV 1880 Wasserburg seit Jahren und Jahrzehnten für erfolgreiche Nachwuchsarbeit steht, ist hinlänglich bekannt. Die Früchte dieser Arbeit zeigten sich diesmal bei den Oberbayerischen U14-Einzel-Meisterschaften in Schongau. Mit viermal Gold, dreimal Silber und zweimal Bronze stellte der TSV eines der erfolgreichsten Teams aller 39 teilnehmenden Vereine.

Wenn man den Titel „Überflieger dieser Saison“ vergeben müsste – Jakob Herzog hätte ihn sicherlich verdient. Der großgewachsene Haager hält nicht nur aktuell den Punkterekord im Blockmehrkampf Wurf der M12 in Deutschland (Saison 2018/19), sondern verbesserte nun auch mit 13,11 Metern den aktuellen Oberbayerischen Rekord mit der Drei-Kilo-Kugel im Stoßen (Jakob ist in dieser Disziplin derzeit sogar auf Platz eins der deutschen Bestenliste in der laufenden Saison).

Von Stoß zu Stoß pulverisierte er seine bisherige Bestleistung von 10,58 Metern und schockte so die verblüffte Konkurrenz. Mit knapp vier Metern Vorsprung auf den Zweiten sicherte er sich hier einen seiner drei Oberbayerischen Titel.

Den Weitsprung gewann er mit der Spitzenweite von 5,28 Metern ebenso deutlich, wie auch den Diskuswettbewerb mit 35,87 Metern (750.Gramm-Diskus). Im 75-Meter-Flachsprint fehlten nur neun Hundertstel zu Platz eins. In allen Disziplinen verbesserte er seine bisherigen Bestleistungen deutlich und lief als echter Teamplayer auch noch als Startläufer die Viermal-75-Meter-Staffel. Seine jüngsten Erfolge genießt Jakob, seinem Wesen entsprechend, mit aller Gelassen- und Bescheidenheit, was ihn auf Außenstehende sehr sympathisch erscheinen lässt.

Doch auch die übrigen Leichtathleten des TSV drängten am Samstag ins Rampenlicht: Mit hervorragenden 2,90 metern sprang Michi, der Zögling von Jürgen Schwarz, mit neuer persönlicher Bestleistung zu seinem ersten oberbayerischen Titel im Stabhochsprung der M12. Der immer gut gelaunte und nette Bub aus Alteiselfing, der in dieser Disziplin von dessen Vater und von Max Kurzbuch betreut wird, strahlte nach seiner tollen Leistung auch während der zweistündigen Heimfahrt noch übers ganze Gesicht. Im selben Wettbewerb sprang David Baumann trotz Fußschmerzen auf gute 2.40 Meter und sicherte sich hier die Bronzemedaille. Im Hochsprung musste er trotz aussichtsreicher Chancen auf Edelmetall mit übersprungenen 1,30 Metern als Sechster aufgrund seiner Schmerzen auf weitere Sprünge verzichten.

Hier nutzte der Vogtareuther Clemens Bleiziffer (M12) die Gunst der Stunde und holte sich mit 1,30 Metern und Rang zwei seine erste Medaille bei Oberbayerischen Meisterschaften (Clemens hatte bis dahin weniger Fehlversuche als viele seiner Konkurrenten). Im Weitsprung konnte er sich mittlerweile auf 4,28 Metern (Rang acht) steigern.

Ebenso positiv verlief es für Laura Broich beim Weitsprung der W13. Hier sprang sie auf 3,91 Metern – neue persönliche Bestleistung (Rang 25). Auch im Kugelstoßen (drei Kilo) verbesserte sie ihre bisherige Bestleistung auf nun 6,83 Meter (Rang 13). Sandra Baumann konnte hier im gleichen Wettbewerb mit 9,20 Metern die Silbermedaille erobern. Im Diskuswurf (750 Gramm) blieb ihr mit 19,26 Metern jedoch leider nur der undankbare vierte Rang. Hier hätten sich Sandra und ihr Trainer Willy Atzenberger sicher mehr erhofft, mit der Silbermedaille lässt es sich jedoch auch gut leben.

Mit Maxi Sinz soll auch der letzte Wasserburger Teilnehmer nicht unerwähnt bleiben. Der „Flugkünstler“ fühlt sich vor allem in luftigen Höhen wohl und so nahm er neben dem Hochsprungwettbewerb (1,30 Meter – Rang zehn) auch am Stabhochsprung der M13 teil und holte sich hier mit 2,20 übersprungenen Metern die Bronzemedaille. Mit seinen Kameraden Jakob, Michi und Clemens lief Maxi noch als dritter Läufer die Viermal-75-Meter-Staffel. Eine Unachtsamkeit des Schlussläufers hätte hier eigentlich zur Disqualifikation der Staffel führen müssen. Dies wurde jedoch scheinbar von den Kampfrichtern übersehen und so lief die Wasserburger Staffel mit 43,85 Sekunden auf Rang fünf von acht teilnehmenden Teams.

Nach diesen Spitzenleistungen ließen sich die Trainer Jürgen Schwarz und Marinus Zimmer nicht lumpen und gaben ihren Athleten auf dem Weg nach Hause nach einem kleinen Zwischenstopp noch eine Runde Burger und Eis aus. Sie hatten es sich wahrlich verdient. Schließlich erreichte man nach knapp zwei Stunden wieder die Heimat und verfolgte zum Abschluss des Tages noch ganz gespannt das Geschehen bei der Leichtathletik-WM in Doha/Katar.  MZ

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Ein Kommentar zu “Zwei Oberbayerische Meister

  1. Glückwunsch und für die Zukunft noch viele Erfolge und Freude am Sport

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