Zwei Großprojekte starten im März

Stadt beginnt mit Bau des Museums-Depots und mit der Jahrhundertsanierung der Stadtmauer

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Auch wenn es nach den aktuell sonnigen und warmen Tagen kommende Woche vom Wetter her wieder deutlich ungemütlicher wird: Der Winter liegt in den letzten Zügen. Und damit auch die Zeit, in der größere Baumaßnahmen ruhen. Im März sollen jetzt zwei Projekte der Stadt in Angriff genommen werden, die beide eine längere Planungsphase hinter sich haben. So wird mit der Generalsanierung der historischen Stadtmauer begonnen, die sich über Jahre hinziehen und wohl an die zwei Millionen Euro verschlingen wird. Außerdem beginnt die Stadt mit dem Bau des Museums-Depots, der mit 3,8 Millionen Euro veranschlagt ist. Beide Maßnahme werden natürlich staatlich gefördert.

Bereits Anfang März starten die ersten Arbeiten für das neue Museums-Depot. Die Bauzeit wird voraussichtlich bis Juni 2022 dauern. Die aktuelle Kostenberechnung 2020 geht von 3,8 Millionen Euro aus, was der Stadtrat auch vergangenen Sommer abgesegnet hat (wir berichteten).

 

Errichtet wird ein massiven Lager für die Kunstobjekte der Stadt, die aktuelle über mehrere, meist nur notdürftig ausgestattete Lagerorte verteilt sind. Der Bau, er entsteht neben dem Friedhof „Am Herder”, wird fensterlos aus Betonfertigteilen mit Restaurierungswerkstatt und Quarantäneraum ausgeführt. Der Betrieb des Lagers soll anschließend möglichst kostengünstig über die Bühne gehen. Lüftungs- und Klimakonzept wurden in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut erstellt.

Der Baubeginn war eigentlich schon für März 2020 vorgesehen, jedoch wegen erheblicher Kostenüberschreitungen bei den Ausschreibungsergebnissen und den Unsicherheiten durch die Pandemie zurückgestellt worden.

 

Ende März startet dann der erste Bauabschnitt für die Sanierung der Stadtmauer, die zunächst vom Roten Turm bis zum Ende des Altstadtfriedhofs geplant ist (2021). Nächstes Jahr folgt dann der Teilabschnitt vom Altstadtfriedhof bis zur Neustraße.

Bauzeit gesamt: März 2021 bis Oktober 2022.

Kostenberechnung: 1,7 Millionen.

Geplant ist die komplette Sanierung des Mauerwerks, die Festigung und Ergänzung der losen Steine und des Fugenmörtels, die Sanierung der Teilwiederaufbau der Mauerkrone, die statische Sicherung auf der östlichen Friedhofseite im Bereich der starken Schwächung des Mauerquerschnitts. Der Rückschnitt des Efeu wurde mit Abstimmung der Unteren Naturschutzbehörde bereits vollzogen (wir berichteten).

Zeitweise wird es während der Sanierungsarbeiten zu Beeinträchtigungen der Garagenzufahrten im Bereich „Hinter der Mauer” kommen. Infos an die Anwohner gibt es vom Stadtbauamt noch separat.

 

 

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