Zusätzliche Klassenzimmer notwendig

Planungen zur Erweiterung der Beruflichen Oberschule in Rosenheim können beginnen

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Die Berufliche Oberschule in Rosenheim soll erweitert werden. Der Ausschuss für Schulen und Sport des Landkreises Rosenheim sowie der Kreisausschuss erklärten in ihrer gestrigen Sitzung einstimmig ihr Einverständnis mit einem von der Regierung von Oberbayern vorgelegtem Raumprogramm. Voraussetzung für die Erweiterung ist allerdings, dass auch die Stadt Rosenheim der Baumaßnahme zustimmt.

Ein Konzept zur Errichtung eines Erweiterungsbaus sowie von Umbaumaßnahmen in den bestehenden Gebäuden war zusammen mit der Schulleitung entwickelt worden. In die Planungen sollen zudem die verschiedenen Möglichkeiten zum Bau einer Schulturnhalle auf dem Gelände der Schule miteinbezogen werden. In einer Zweckvereinbarung hatten Stadt und Landkreis 1974 vereinbart, dass die Stadt im Verhältnis der Zahl der Schülerinnen und Schüler aus Landkreis und Stadt Kosten übernimmt. Demnach soll sich die Stadt Rosenheim an den Gesamtkosten mit etwa 28 Prozent beteiligen. Im Haushaltsplan 2019 des Landkreises Rosenheim sind 300.000 Euro für Planungskosten vorgesehen. Die beiden Ausschüsse beauftragten die Verwaltung, das notwendige Vergabeverfahren für die Planungsleistungen durchzuführen.

Die Berufliche Oberschule in Rosenheim war in den vergangenen 15 Jahren bereits mehrfach baulich erweitert worden, letztmals 2008. Aufgrund einer nicht vorhersehbaren Steigerung der Schülerzahlen wurde es schon zum Schuljahr 2009/2010 notwendig, vier mobile Klassenzimmer aufzustellen. Ab 2010 war es möglich, Schülerinnen und Schüler aus dem Mangfalltal an die Berufliche Oberschule in Holzkirchen zu verweisen. Weil dort inzwischen ebenfalls Raumnot herrscht, steht die Schule dort nicht mehr zur Verfügung.

Hinzu kommt, dass mit Beginn des laufenden Schuljahres die Ausbildungsrichtung „Gestaltung“ neu eingeführt wurde, für die langfristig mindestens fünf bis sechs zusätzliche Klassenzimmer, aber auch weitere Fachräume benötigt werden. Zudem erfordert die vom Kultusministerium geforderte Umsetzung des neuen „Lehrplan Plus“ zusätzliche Gruppen- und Projekträume, die derzeit nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Aspekt ist aus Sicht der Verantwortlichen in der Schule, dass das für die aktuell 100 an der Schule tätigen Lehrkräfte vorhandene Lehrerzimmer viel zu klein ist.

An der Beruflichen Oberschule in Rosenheim wurden im Schuljahr 2002/2003 812 Schülerinnen und Schüler in 30 Klassen unterrichtet. In den vergangenen vier Schuljahren lagen und liegen die Schülerzahlen jeweils knapp unter 1.200. Auch die Zahl der Klassen ist deutlich höher und liegt bei 50 beziehungsweise 51 Klassen. Für die kommenden beiden Schuljahre sind steigende Schülerzahlen und noch mehr Klassen vorhergesagt.

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