Zum Wohl der Patienten UND Mitarbeiter

Neue RoMed-Pflegedirektorin Judith Hantl-Merget will optimieren

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Rund drei Monate nach Dienstbeginn hat sich die neue Pflegedirektorin der RoMed-Kliniken, Judith Hantl-Merget, im Landratsamt in Rosenheim mit Landrat Wolfgang Berthaler getroffen (unser Foto), der ihr viel Erfolg für die anstehenden Aufgaben wünschte. Wie Hantl-Merget sagte, sei ihr oberstes Ziel für 2018 eine an die Patienten wie Mitarbeiter gerichtete Prozessoptimierung. Dazu gehöre auch der Abbau der Überstunden bei den Pflegekräften.

„Die Mitarbeiter brauchen ihre freien Tage. Sie sollen sich sicher sein können, dass die Freizeit ihnen gehört“, so Hantl-Merget.

Auch Prozesse so zu gestalten, dass alle Berufsgruppen ineinandergreifend für den Patienten arbeiten, sei dabei ein Teilaspekt. Um dies zu erreichen, müsse es Umstrukturierungen geben. Das Personalmanagement müsse verbessert und bestehende Prozesse verändert werden.

Ein entscheidender Punkt sei hier, nach der Fusion der Kliniken, auch weiterhin das Zusammenwachsen in den Köpfen der Mitarbeiter. „Es muss selbstverständlich sein, dass eine Klinik im Verbund der RoMed-Kliniken, dem anderen Standort in personellen Engpässen aushilft“, sagt Hantl-Merget.

Erste erfolgreiche Schritte in diese Richtung gebe es bereits.

Landrat Berthaler sicherte ihr seine Unterstützung zu. „Jede Veränderung die kommt, löst bei den Mitarbeitern Zweifel und Ängste aus. Darum ist es wichtig, die Mitarbeiter mit ins Boot zu holen“, so Berthaler.

Judith Hantl-Merget hatte ihren Dienst als Pflegedirektorin der RoMed-Kliniken im Oktober angetreten (wir berichteten). Sie begann ihre Laufbahn als Krankenschwester in ihrer Heimatstadt Aschaffenburg. Sie hat ihren Master of Arts für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen erfolgreich abgeschlossen. Zuletzt arbeitete sie als Pflegedirektorin größerer Krankenhäuser beim Vivantes Netzwerk für Gesundheit in Berlin, im Klinikum Ludwigshafen sowie bei der AMEOS-Gruppe, einem Gesundheitsversorger, der in der Schweiz, Österreich und Deutschland aktiv ist.

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2 Gedanken zu „Zum Wohl der Patienten UND Mitarbeiter

  1. Pflexit Jetzt

    Die Pflege ist leider nicht mehr zu retten, egal wer da kommt, das ist nicht mehr aufzuhalten.

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    1. Der neuen Pflegedirektorin kann man wirklich nur das Beste wünschen. Als Angehöriger eines Patienten und ehemalige Pflegekraft sehe ich tagtäglich, wie es im Krankenhaus abläuft. Die Pflegekräfte sind motiviert, aber sie finden keine Zeit mehr für eine patientenorientierte Pflege. Die Mobilisation des Patienten bleibt auf der Strecke, weil man einfach aufgrund vorrangiger Dokumentationsaufgaben einfach keine Zeit dafür findet. Es gibt ja schließlich, dank der modernen Chemie, Antithrombosespritzen. Die Bürokratie frißt die Pflegezeit des Patienten und die Motivation des Pflegepersonals. Für Bürotätigkeiten kann auch eine Bürokraft sehr hilfreich sein. Habe ich mir zumindest mal sagen lassen. Nichts mehr von den Gedanken einer Florence Nightingale ( Begründerin der westlichen Krankenpflege und hoffentlich allen Pflegenden ein Begriff) ist mehr zu sehen und zu spüren.
      Das hat beim besten Willen nichts mehr mit Pflege zu tun. Des weiteren ist der Pflegeberuf in finanzieller Hinsicht alles andere als lukrativ. Das was gebraucht wird ist in erster Linie ein angepasstes Gehalt für die, zum Teil, schwere körperliche Arbeit., sowie eine Anpassung des Personalschlüssels, um wieder PFLEGE betreiben zu können. Was nützen hochtrabende Pflegedokumentationen, wo doch nicht einmal die Hälfte der Maßnahmen aufgrund Personalmangels, umgesetzt werden können. Vor jeder/jedem Einzelnen, die/der nach hoffentlich reiflicher Überlegung, diesen Beruf ergreift, ziehe ich meinen Hut und wünsche allen, dass Pflege wieder zu dem wird, was es einmal war: Handlungen, die dem Wohle des Patienten dienen. Ich wünsche allen Pflegekräften, dass sie nie ihren Enthusiasmus und die Freude an diesem Beruf verlieren mögen.

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