Zum Jahresende heißt’s: Pfiad di, Svenni!

Die Kapitänin der Wasserburger Basketball-Damen sucht sich noch mal eine neue Herausforderung

image_pdfimage_print

Ein lachendes und ein weinendes Auge. Das beschreibt es wohl am besten, was die folgende Nachricht bei den Verantwortlichen der Wasserburger Basketball-Abteilung ausgelöst hat. Die bisherige Kapitänin der Bundesliga-Damen – Svenja Brunckhorst – sucht sich nochmal eine neue Herausforderung. Es wird allerdings auch aufgrund der derzeitigen Situation etwas anders verlaufen als geplant. Ursprünglich wäre Svenni nämlich schon seit gestern in Hannover gewesen und hätte dort die Herausforderung 3X3 angenommen …

Nun ist das alles etwas anders. Der vorläufige Plan sieht vor, dass Svenni bis zum 1. Oktober in Hannover ist und dort ihre ersten 3X3-Einheiten absolviert. Danach kommt sie kurz zurück nach Wasserburg – vorerst bis einschließlich Dezember und wird somit für die Vorrunde weiterhin für die Wasserburger Basketball Damen auflaufen.

Im Anschluss daran geht es wieder zurück nach Hannover zum 3X3, eine Sportart, die seit kurzem olympisch ist und die in Tokio 2021 das erste Mal dabei sein wird. Und auch die deutschen 3X3-Damen sind noch im Rennen und kämpfen um einen Spot. Wer in der vergangenen Saison das alles ein bisschen verfolgt hat, hat bereits mitbekommen, dass Svenni da schon – noch nebenher – 3X3 gespielt hat.

„Die FIBA hat vor ein paar Tagen einige 3X3-Meisterschaften und Turniere abgesagt. Daraufhin hat mir der DBB die Option gegeben, mich doch nochmal für drei Monate einem Team anzuschließen, damit ich nicht auf eine Wettkampfsituation verzichten muss. Für mich war es von Anfang an klar, dass ich dann weiterhin für Wasserburg spielen will“,

so Svenni.

In Hannover wurde vor kurzem der erste offizielle 3X3-Court in Deutschland gebaut – beste Voraussetzungen also. Die 3X3-Athleten sind ab September für elf Monate in der Sportfördergruppe der Bundeswehr, eine der höchsten Sportfördergruppen Deutschlands und somit können sie sich voll und ganz auf ihren Sport konzentrieren.

„Mir ist die Entscheidung definitiv nicht leicht gefallen und ich habe sehr lange gebraucht und überlegt. Auch weil die Saison wegen Corona so abrupt zu Ende war und nicht fertig gespielt wurde, das hat das Ganze natürlich nicht leichter gemacht. Dass ich jetzt noch einmal die Möglichkeit habe, für Wasserburg aufzulaufen, freut mich natürlich sehr, da das Konzept in Wasserburg sehr gut ist und ich voll und ganz hinter dem Konzept stehe und somit doch noch einmal ein Teil davon sein kann. 

„Ich selber wollte aber auch nochmal eine Veränderung, etwas Neues probieren und auch jeder, mit dem ich geredet habe, meinte, ich soll die Chance nutzen. So eine Chance bekommt man nur einmal im Leben und der Verein, mein Heimatverein, hat mich immer voll und ganz unterstützt und dafür bin ich dem Verein sehr dankbar!

Mit ein entscheidender Punkt für mich war, dass ich Teil von etwas Neuem sein kann, das jetzt so langsam in Deutschland aufgebaut wird und das großes Potential für die Zukunft hat. Und ich wollte dem Basketball, vor allem dem Damen-Basketball etwas zurückgeben“, sagt die Kapitänin.

Wie genau dann alles ab Januar für die 3X3-Athleten ablaufen wird, ist noch nicht ganz klar. „Das kommt natürlich auch so ein bisschen auf die Situation bezüglich Corona an. Es kann sein, dass wir hauptsächlich trainieren, um uns für die Qualifikation für Olympia in Tokio 2021 vorzubereiten. Es kann aber auch sein, dass wir die ein oder anderen Turniere in Deutschland und Europa spielen werden. Das muss man sehen wie sich das entwickelt.“

„Svenni ist unersetzbar für unser Team – als Spielerin und als Person – deshalb freue ich mich sehr, dass sie vorerst weiterhin ein Teil des Teams bleibt. Aber natürlich werden wir sie ab Januar dann sehr vermissen! Ich bin sehr stolz darauf, was sie alles schon erreicht hat und was sie für den Verein und den Damenbasketball im Allgemeinen getan hat und ich unterstütze sie voll und ganz bei ihrer Entscheidung für 3X3. Ich bin gespannt zu sehen, was sie damit noch alles erreichen wird“, so Sidney Parsons, Head-Coach der Innstädterinnen.

„Natürlich tut es weh, Svenni im Januar gehen zu lassen und uns freut es deshalb umso mehr, dass sie bis dahin nochmal für uns spielen wird. Sie ist eine Spielerin, die sowohl auf als auch neben dem Feld schwer zu ersetzen ist. Aber auf der anderen Seite freuen wir uns auch sehr für sie, dass sie diese Chance jetzt noch einmal bekommt“, so Paula Zaschka und Peter Meier, die Abteilungs-Führungsspitze.

An dieser Stelle Svenni: Wir freuen uns, dich noch ein paar mal in der Badriahalle zu sehen, bevor es zum Abenteuer 3X3 geht und wie Paula Zaschka, Abteilungsleiterin, schon gesagt hat: Du hast einen Traum, lebe ihn!

msch

Foto: Gabi Hörndl

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

Ein Kommentar zu “Zum Jahresende heißt’s: Pfiad di, Svenni!

  1. Svenni, wir wünschen dir alles Gute für die neue Herausforderung und drücken die Daumen, dass der Traum von Olympia in Erfüllung geht !!

    Antworten