Zum heutigen Tag der Migranten

Zuwanderung trägt zum positiven Beschäftigungs-Anstieg im Landkreis bei

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Um auf die Rechte von Migranten und die Chancen, aber auch Probleme im Zusammenhang mit dem Thema Migration aufmerksam zu machen, hat die UN-Generalversammlung den heutigen 18. Dezember schon vor genau 18 Jahren zum Tag der Migranten erklärt. Die Agentur für Arbeit Rosenheim nimmt diesen heutigen Tag zum Anlass, zu beschreiben, inwiefern die Menschen mit Migrationshintergrund im Agenturbezirk positiv zum Anstieg der Beschäftigung beitragen …

Michael Vontra, kommissarischer Leiter der Agentur für Arbeit Rosenheim:

„Die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in unserer Region hat im vergangenen Jahrzehnt einen rasanten Aufschwung erlebt und nach aktuellstem Stand Ende März 2019 mit gut 194.900 Personen einen neuen Höchststand erreicht“, erläutert Michael Vontra, kommissarischer Leiter der Agentur für Arbeit Rosenheim. „Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten insgesamt ist von März 2018 bis März 2019 um 4.320 Personen, oder 2,3 Prozent angestiegen.

Dabei ist die Beschäftigtenzahl der Ausländer vergleichsweise stärker um 8,0 Prozent, oder 2.340 Personen auf 31.530 geklettert“, sagt der kommissarische Agenturleiter. „Dass Bewerber aus dieser Personengruppe häufig den Vorstellungen der Betriebe entsprechen, die Stellen besetzen möchten, beweist der Blick auf die aktuellsten Arbeitsmarktzahlen von Ende November: Mit 6.940 Betroffenen waren 50 Arbeitslose mehr gemeldet als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Dabei lag die Arbeitslosenzahl bei den Ausländern mit 1.890 um 40 Personen unter dem Vorjahreswert.“

Vontra weiter zu den Beschäftigungsverhältnissen der Ausländer in der Region: „Zum Stichtag Ende März waren insgesamt 31.530 Menschen mit ausländischem Pass im Agenturbezirk Rosenheim tätig. Mehr als 60 Prozent von ihnen gingen einer Tätigkeit als Fachkraft, Spezialist oder Experte nach und knapp 40 Prozent arbeiteten auf Helferniveau.

Nach Wirtschaftszweigen betrachtet, arbeiten die meisten von ihnen im Verarbeitenden Gewerbe (6.410), im Gesundheits- und Sozialwesen (4.890) und im Gastgewerbe (4.410). 1.180 von ihnen machten eine Ausbildung.“ Er sagt weiter mit Blick auf die Nationalitäten der nichtdeutschen Beschäftigten: „Die meisten kamen aus Rumänien mit knapp 3.880 (2014 lag deren Anzahl noch bei gut 1.900), gefolgt von Kroatien (3.550), der Türkei (2.620), Ungarn (2.280) und Österreich (2.170).“

Vontra wirft auch einen Blick auf den Beschäftigtenanteil bei den acht zugangsstärksten nichteuropäischen Asylherkunftsländern und fasst zusammen: „Zum Stichtag am 31. März gingen 500 Personen aus Afghanistan, 360 aus Syrien, 260 aus Eritrea und 170 aus Nigeria in unserem Agenturbezirk einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. Weitere 120 Arbeitnehmer kamen aus Pakistan, 90 aus Somalia, 80 aus dem Irak und 60 aus dem Iran.

Die meisten von ihnen waren in den Wirtschaftszweigen Verarbeitendes Gewerbe (330), Gastgewerbe (260) sowie Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (250) beschäftigt. Insgesamt arbeiteten fast die Hälfte der Beschäftigten aus diesen acht zugangsstärksten, nichteuropäischen Asylherkunftsländern mindestens auf Fachkraft-Niveau. Weitere 280 Menschen aus diesen Staaten absolvierten zum Stichtag am 31. März eine Ausbildung.”

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2 Kommentare zu “Zum heutigen Tag der Migranten

  1. Tag der Migranten! die aus der EU ok aber die aus Afrika? 2015 hat die Merkel uns überzeugen wollen das, es Qualifizierte Arbeitskräfte sind. Von wegen! irgendwie kann ich in Wasserburg nur ein Paar finden die der Arbeit nachkommen, was ist mit dem Rest???
    Gestern hat unsere geliebte BK informiert es sollen qualifizierte Arbeitskräfte nach D kommen können bevor die Firmen ins Ausland ziehen .
    Da frage ich wer wen belügt?

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  2. Ja so ist das. Uns wurden Fachkräfte zugesagt und Sozialhilfeempfänger haben wir bekommen!

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