Zu Gast in der Hypo-Kunsthalle

Wasserburger Lehrer auf Parcours durch die Welt der täuschenden Kunst

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Zu einer besonderen Ausstellung mit dem Titel „Lust der Täuschung – Von antiker Kunst bis zur Virtual Reality“ lud der Kreisverband Wasserburg mit seiner Vorsitzenden Edith Krieger-Gartner in die Hypo-Kunsthalle nach München ein. In zwei Führungen, jeweils begleitet von einer kompetenten Kunstvermittlerin, tauchten die zahlreich teilnehmenden Kollegen erwartungsvoll in die Welt der täuschenden Kunst ein.

Schnell wurde den Teilnehmern bewusst, dass auf das eigene Auge nicht immer Verlass ist. Seit der Antike spielen Künstlerinnen und Künstler mit unserer Wahrnehmung und führten eindrucksvoll und meisterhaft vor Augen, wie leicht man zu täuschen ist. Schon Demosthenes (384-322 v. Chr.) vertrat die Ansicht, dass ein Mensch das, was er wahrhaben möchte, auch für wahr hält.

Mit Beispielen und Exponaten aus Malerei, Skulptur, Videokunst, Architektur, Design und Mode sowie mit Arbeiten aus der Virtual-Reality-Kunst bot die Ausstellung einen vielfältigen und facettenreichen Parcours durch die Geschichte von Schein, optischer Täuschung, Fälschung und Illusion von der Antike bis ins digitale Zeitalter. Der Blick auf die perspektivisch dargestellte, vermeintliche Realität verblüffte und faszinierte einerseits, machte aber andererseits auch ermahnend deutlich, nicht alles zu glauben, was man sieht, und die Bilderflut gerade im digitalen Zeitalter mit Vorsicht zu genießen.

Nach der interessanten und kurzweiligen Kunstvermittlung ließen sich einige Kollegen noch auf „Richie´s Plank Experience“ ein. Dabei sollte man mit einer Virtual-Reality-Brille versehen hoch oben auf einem Wolkenkratzer stehend über eine Holzplanke mit Blick in die Tiefe balancieren. Schon nach einigen Tippelschritten musste der eine oder andere das Experiment von Angst übermannt abbrechen. Noch leicht benommen von den vielfältigen Täuschungen und Illusionen ließ man den erlebnisreichen Nachmittag in einem Münchner Traditionsgasthaus gemütlich ausklingen.

Bernhard Glaser

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