Zu Ehren des Heiligen Sebastian

Alte Ansichten der Stadt: Im Wasserburger Pfarrzentrum gingen fast die Stühle aus

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Am Wochenende feierten so viele Wasserburger das Sebastiani-Verlöbnisamt, dass im Pfarrzentrum noch rasch weitere Sitzplätze für den Ansturm herbei geschafft wurden – nach dem feierlichen Vorabendgottesdienst. In seiner Ansprache zu Beginn des Gottesdienstes war Pfarrer Dr. Paul Schinagl auf den Heiligen Sebastian, den mit Pfeilen durchbohrten Märtyrer, eingegangen. In der Predigt später stand dann …

… das Gelübde von 1634 im Fokus, das seinen Anfang nahm, als in Wasserburg die Angst vor der Pest umging. Die Wasserburger Bevölkerung legte damals ein Gelübde ab, so Dr. Schinagl, das 1772 erneuert wurde. Genau davon seien ein Sebastian-Altar und eine Votivtafel noch heute erhalten.

Sebastian gilt auch als der Heilige und Patron der Sportler.

Für die feierliche Eucharistiefeier in Wasserburg stand das Bildnis extra vor dem Ambo.

Im Wortlaut des Gelöbnisses verlas Pfarrer Dr. Paul Schinagl:

„Der Geistliche Rat, die kurfürstlichen Herren und die Bürger von Wasserburg baten in ihrem Fürbittgebet an den Heiligen Sebastian darum, ihre Stadt für diese Zeit und künftig vor Pest und ansteckenden Krankheiten zu bewahren. Dafür gelobten die Wasserburger alljährlich dieses Fest besonders feierlich zu begehen.“

Bis heute werde der Heilige Sebastian, wenn auch nicht wegen der Pest, sondern wegen anderer schrecklicher Krankheiten als Helfer und Fürsprecher verehrt, so der Wasserburger Geistliche.

Der Kirchenchor verlieh dem Gottesdienst eine feierliche Umrahmung unter der Leitung von Anja Zwiefelhofer.

Beim anschließenden Umtrunk im Pfarrzentrum begrüßte Wasserburgs Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Isolde Brandl ganz besonders Thomas Rothmaier und Matthias Haupt, der Leiter des Wasserburger Stadtarchivs.

Die Beiden hatten die gemeinsame Idee, alte Ansichten der Stadt vielen Interessierten zugänglich zu machen. So war der „Wasserburger Kalender“ entstanden. Das Team Rothmaier/Haupt erwies sich nicht nur als sehr Wasserburg-kundig:

Die Beiden schufen an diesem Abend das Gefühl von Heimatverbundenheit, voller Stolz auf die Stadt. Sie hielten gemeinsam einen kurzweiligen und interessanten Vortrag. Zwar sei der Kalender 2018 mit alten Ansichten der Stadt schon vergriffen, an diesem Abend war er aber über Beamer nochmals zu sehen.

Vielleicht gibt es eine weitere Ausgabe für 2019 – das ließen die Beiden verlauten. Die Anwesenden bedankten sich mit großem Applaus …

ad

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