Wurde 59-Jährige ermordet?

Vermisstenfall Manuela K. aus Bergen: Tatverdächtiger unter Mordverdacht in Haft

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Seit Mitte Januar 2020 wurde Manuela K. (59) aus Bergen im Nachbarlandkreis Traunstein vermisst (wir berichteten). Nunmehr besteht die traurige Gewissheit, dass sie Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei in Traunstein ermitteln mittlerweile wegen des Verdachts des Mordes. In dem Zusammenhang wurde am 7. März ein dringend Tatverdächtiger verhaftet.  

Seit dem 9. Januar 2020 gibt es von Manuela K. (59) aus Bergen kein Lebenszeichen mehr. Die Frau wurde bei der Polizeiinspektion Traunstein am 19. Januar als vermisst gemeldet. Nachdem sich bei deren Nachforschungen Ungereimtheiten ergeben haben, ermittelte seit 29. Januar 2020 die Kriminalpolizeiinspektion Traunstein und die Staatsanwaltschaft Traunstein in enger Zusammenarbeit mit den österreichischen Polizeibehörden der Landeskriminalämter Linz und Salzburg sowie der Staatsanwaltschaft Salzburg.

 

Da sich Verdachtsgründe für ein Tötungsdelikt ergaben, wurde am 3. Februar die „Sonderkommission Manuela“ unter Leitung von Kriminaldirektor Hans-Peter Butz eingerichtet. Die äußerst umfangreichen Ermittlungen und zahlreiche kriminaltechnische Untersuchungen der letzten fünf Wochen führten zum dringenden Tatverdacht gegen einen 60-jährigen deutschen Staatsangehörigen mit Wohnort in Oberösterreich.

 

Aufgrund dieser Erkenntnisse erwirkte die sachleitende Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Traunstein einen Haftbefehl wegen des Verdachts des Mordes gegen den Tatverdächtigen.  Am Samstag, 7. März, wurde dieser in Freilassing durch Kräfte der Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben des Poliziepräsidiuma Oberbayern Süd verhaftet. Er leistete dabei keinen Widerstand. Bei der polizeilichen Vernehmung leugnete der Tatverdächtige zunächst, mit der Tat etwas zu tun zu haben, zeigte jedoch am Folgetag den Ermittlungsbeamten das Versteck der Leiche von Manuela K. Der Verdacht, dass diese einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist, war mit der am Montag, 9. März, erfolgten Identifizierung und Obduktion des Opfers beim Institut für Rechtsmedizin München traurige Gewissheit.

Das Opfer wies deutliche Zeichen stumpfer Gewalt auf. Die genaue Todesursache klären die Experten der Rechtsmedizin. Nach derzeitigem Ermittlungsstand gehen Polizei und Staatsanwaltschaft davon aus, dass das Opfer in der eigenen Wohnung getötet wurde.

Gegen den mutmaßlichen Täter wurde Untersuchungshaft angeordnet, er befindet sich in einer Justizvollzugsanstalt.

 

Bislang haben die Beamten der „SOKO Manuela“ eine außergewöhnlich hohe Anzahl von Ermittlungsspuren verfolgt und knapp 700 kriminaltechnische Auswertungen durchgeführt. Des Weiteren wurden in den letzten Wochen zahlreiche Suchmaßnahmen im Landkreis Traunstein veranlasst. Hierzu wurden unter anderem mehrere Wald- und Flurgebiete, der Waginger See sowie umliegende Gewässer mit Hilfe von Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei und der Operativen Ergänzungsdienste Traunstein, der Wasserschutzpolizei Prien, der Polizeiinspektion Laufen, Polizeitauchern, Diensthundeführern und Polizeihubschraubern abgesucht. In einem Schilfbereich am Waginger See konnte eine Matratze sowie Bettzeug aus der Wohnung des Opfers. aufgefunden werden.

Die Leiche von Manuela K. befand sich letztlich in einem Waldstück im Gemeindebereich Siegsdorf, auf das bis dato keinerlei Hinweise vorlagen und daher auch nicht von den bisherigen Suchmaßnahmen umfasst waren.

 

Die umfangreichen Ermittlungen der Kripo zum genauen Tatgeschehen gehen unterdessen weiter.

 

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