Wohnen rund um ein Atrium

Bauausschuss befasst sich mit Plänen für Mehrfamilienhaus an der Ponschabaustraße

image_pdfimage_print

Ein- bis Vier-Zimmerwohnungen, am Bedarf in der Stadt Wasserburg orientiert – so soll das neue, städtische Mehrfamilienhaus an der Ponschabaustraße aussehen, mit dem sich der Bauausschuss bei seiner jüngsten Sitzung beschäftigte. Die 23 geplanten Wohneinheiten verteilen sich auf drei Stockwerke und sind rund um einen Innenhof angeordnet, wie die Planer den Stadträten präsentierten. Die zeigten sich von den Planungen durchaus angetan. Aber:

Andreas Aß goss ein wenig Essig in den Wein: „Bei mir ist die Euphoriebremse meistens ganz schnell angezogen, wenn ich dann weiß, was die ganze Sache letztlich kostet.“ Die Kosten konnten die Planer in dieser frühen Phase des Projekts lediglich schätzen. Sie liegen zwischen 4,1 und 4,4 Millionen Euro – je nachdem, welche Variante beim Bau der Fassade schließlich zur Ausführung kommt. Insgesamt soll aber ein Mietpreis von letztlich acht Euro für den Quadratmeter nicht überschritten werden, wie der Liegenschaftsverwalter der Stadt, Robert Mayerhofer, einwarf.

Von den Varianten bei der Ausführung des Baus gibt es drei:  Eine mit einer Art Holzvorhang vor der eigentlichen Holz-Beton-Fassade – einem so genannten Hybridbau. Der Holzvorhang dient nicht nur als Sonnenschutz, sondern soll für eine gewisse Privatsphäre auf den Balkonen der Wohnungen sorgen.

Die zweite Variante ist ebenfalls ein Hybridbau aus so viel Beton wie brandschutztechnisch nötig und so viel Holz wie möglich. Der Vorhang fällt dabei aber weg.

Variante drei, die billigste Lösung, ist eine massive Beton- oder Ziegelfassade.

Den Mitgliedern des Bauausschusses gefiel Variante zwei am besten. Die Planer wurden beauftragt, jetzt in die Details zu gehen und die Kosten genauer zu ermitteln.

Insgesamt soll der Baukomplex verschiedene Wohntypen vereinen, so dass sich darin Jung wie Alt, Familien wie einzelne Wohnungsmieter wiederfinden und wohlfühlen können. Alle 23 Wohnungen werden um einen rechteckigen Innenhof, ein Atrium herumgebaut, was Friederike Kayser-Büker (SPD) veranlasste, auf den Lärmschutz hinzuweisen. „Eine solche Bauweise neigt dazu, dass der Lärm vom Innenhof in den Wohnungen als störend empfunden wird.“  Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann versicherte, die Planer würden diesen Umstand natürlich berücksichtigen.

Stellplätze für Pkw und Fahrräder soll es in einer eigenen Tiefgarage geben. Und auch an Elektroautos wird gedacht. Es werden einige Stellplätze mit Ladestationen ausgerüstet.

Und so sehen die Varianten aus – Variante 1 (Grafik ganz oben):

 

Variante 2 – Hybridbau ohne Holzvorhang.

 

Variante 3 – Beton und Ziegelfassade.

 

 

Die Planer zeigten ein paar Beispiel für die Umsetzung von Atrium und Holzvorhang.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.