Wohin des Weges, Sechzger?

Fußball-Regionalliga: Rosenheim braucht am Samstag daheim einen Sieg

image_pdfimage_print

Langsam, aber sicher wird’s ernst für die Sechzger in Rosenheim: Noch neun Spieltage stehen an und aktuell liegt das Kasparetti-Team auf einem direkten Abstiegsplatz in Richtung Bayernliga. Am Samstag nun ist um 14 Uhr die zweite Mannschaft der SpVgg Fürth zu Gast im Jahnstadion. Bei der knappen 0:1-Niederlage aus der Partie vom letzten Wochenende bei der Spitzenmannschaft Schweinfurt tankten die Schützlinge von Trainer Thomas Kasparetti zwar keien Punkte, aber Selbstvertrauen.

Man bot dem großen Favoriten Paroli und musste sich nur durch einen Sonntagsschuss in den Winkel geschlagen geben. Selbst konnte man dabei die ein oder andere gute Chance verbuchen, jedoch nicht nutzen, es wäre mehr drin gewesen.

Das gilt es nun im Spiel gegen den Tabellenzwölften besser und vor allem erfolgreicher umzusetzen. „Wir haben in Schweinfurt eine wirklich gute Partie abgeliefert und uns vor allem in der Defensive hervorragend präsentiert. Leider konnten wir trotz einiger guter Chancen keinen Treffer erzielen, das wollen und werden wir nun gegen Fürth nachholen“, gibt sich der optimistische Trainer der Sechzger Thomas Kasparetti selbstbewusst.

Sein Gegenüber auf der Kommandobrücke der kleinen „Kleeblättler“ Petr Ruman will hingegen die deutliche 0:3 Heimschlappe gegen den TSV Buchbach schleunigst wieder wettmachen und damit den Abstand zu den Abstiegsrängen von derzeit vier Zählern bei insgesamt 29 geholten Punkten ausbauen. Dabei fehlen werden den Mittelfranken die gelbgesperrten Michael Guthörl und Ilker Yüksel ebenso wie die verletzten Patrick Tischler und Nader El-Jindaoui.

Die Männer um Kapitän Dominik Sollfrank sind bestrebt so schnell wie möglich wieder in die Erfolgspur zurückzukehren und nach den beiden Siegen zum Auftakt nach der Winterpause den nächsten Dreier zu holen. Der bekannteste Akteur in den Reihen der Gäste dürfte sicherlich der spielende Co-Trainer Daniel Adlung sein, der vor ein paar Jahren noch in der zweiten Liga für die Münchener Löwen aufgelaufen ist.

Die Partie in Rosenheim wird aber sicherlich eine hart zu knackende Nuss für die Gäste aus Fürth werden. Schon das Hinspiel konnten die Innstädter mit 1:0 für sich entscheiden. Coach Kasparetti ist überzeugt, dass nun der erste Heimsieg seit langem wieder eingefahren wird: „wir arbeiten sehr intensiv, entwickeln uns von Woche zu Woche weiter und sind auf einem guten Weg. Sobald uns das Spielglück auch wieder hold ist, gehen wir fest davon aus, wieder dreifach zu punkten. Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir am Samstag den Bock umstoßen werden“.

Dabei nicht mitwirken können neben den beiden Langverletzten Adel Merdan (Kreuzband) und Bruno Goncalves (Sprunggelenk) dieses Mal auch nicht die gelbgesperrten Pius Krätschmer und Chris Wallner.

Mike Neumaier fehlt zudem weiterhin verletzungsbedingt. Neben dem Rückkehrer Danijel Majdancevic (nach Gelbsperre) ist auch wieder Fatih „Pato“ Eminoglu voll einsatzfähig und jederzeit eine Option für das Trainer-Duo Kasparetti und Straßhofer.

Wichtig wird vor allem sein, den Gästen auch in der Abwehr Probleme bereiten zu können, Gefahr auszustrahlen und viele eigene Chancen zu kreieren. Damit begannen die beiden Angreifer Markus Einsiedler und „Lufti“ Mushkolaj bereits in Schweinfurt, mit der Unterstützung von Danij Majdancevic soll nun im heimischen Jahnstadion der dringend notwendige Erfolg eingeheimst werden.

Auch die Rückkehr des erkrankten Philipp Maier sorgte für Stabilität im Mittelfeld, seine Routine und spielerische Klasse fehlte zuletzt. Dahinter kommt der erst 19jährige Keeper Marius Herzig immer besser in Fahrt. Schon bei der letzten Begegnung konnte er mit einigen starken Paraden sein Team im Spiel halten, das Selbstvertrauen in seiner ersten Saison im Herrenbereich steigt von Partie zu Partie.

Es wird wie in nahezu jedem Spiel der Saison eine Begegnung werden, die vermutlich durch Kleinigkeiten entschieden wird. Den Jungs um Kapitän Matze Heiß täte mal eine Führung wieder richtig gut. Diese würde zudem Sicherheit bringen und die Partie möglicherweise in die aus Rosenheimer Sicht richtige Richtung laufen lassen.

Es wäre wahrlich Gold wert, nach langer Zeit mal wieder einen Dreier einzufahren und das Punktekonto von derzeit 23 Zählern aufzufüllen. Die Spiele werden immer weniger, die Saison befindet sich bereits im letzten Viertel. Jeder Punkt zählt im Abstiegskampf, die Möglichkeiten wieder hinten raus zu kommen werden von Woche zu Woche geringer. Deshalb wäre es umso wichtiger, einen Gegner auf Augenhöhe wieder mit in den Abstiegssumpf hineinzuziehen und die eigenen Chancen damit zu erhöhen.

Aber noch ist bei weitem nichts verloren, sollten die Sechzger mit einem guten Spiel und einem positiven Ergebnis am Samstag überzeugen, gehen Heiß und Co. wiederum mit gestärkter Brust in das bevorstehende Derby beim SV Wacker Burghausen, die bis dato im neuen Jahr auch noch nicht berauschend performten.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren