Wölfe, Drohnen, E-Bikes und viele Fragen!

Verbund aus Vertretern von 24 bayerischen Traditionsvereinen in der Staatskanzlei

image_pdfimage_print

Die Bürgerallianz Bayern – ein Verbund aus Vertretern von 24 bayerischen Traditionsvereinen – war jetzt zu einem Spitzengespräch beim Leiter der Staatskanzlei Dr. Florian Herrmann geladen. Die Teilnehmer konnten mit dem Minister aktuelle Themen besprechen und ihre Anliegen vortragen. Besonders das Kernziel der Bürgerallianz, die Heimatförderung und das Vertrauen ins Ehrenamt sollen so der Politik näher gebracht werden. Die Themen konnten in einem eineinhalbstündigen Gespräch mit Staatminister Herrmann besprochen werden.

Unser Foto zeigt Staatsminister Dr. Herrmann und Max Bertl sowie Armin Schmid vom Bayerischen Trachtenverband.

Der Verband Bayerischer Amatheurtheater möchte gerne einen Staatspreis einführen. Für den Bayerischen Reit- und Fahrverband ist der Erhalt der Olympiareitanlage von enormer Wichtigkeit. Ebenso konnten die Jagdverbände Ihre Bedenken über die Ausbreitung der Wölfe diskutieren – oder wie es mit den Drohnen und E-Bikes in der freien Natur weitergehen soll.

Die Bürgerallianz mit ihren 24 Verbänden vertritt die Stimme von über 2,2 Millionen Mitgliedern und hat somit eine gewichtige Aussagekraft über das Geschehen in Sachen Heimat und Ehrenamt.

Für den Bayerischen Trachtenverband nahm der Vorsitzende Max Bertl und der Landesjugendvertreter teil. Gerade die Themen des BTV sorgten für enormes Aufsehen, zumal es im ersten Thema um die Änderung des Waffengesetzes und ein Verbot für Messer mit einer Klingenlänge von über sechs Zentimetern geht. Die anderen Verbände stimmten ohne Ausnahme zu, dass ein solches Verbot gerade für Traditionsvereine, aber auch Jäger und Sportvereine eine massive Einschränkung bedeuten würde.

Dr. Herrmann konnte jedoch beruhigen, zumal nach seinem Wissensstand die Innenminister der Länder nicht hinter dem Gesetzentwurf stehen. Der Entwurf entstand durch ein Vorpreschen aus Bremen und Niedersachsen und werde so nicht um zu setzen sein. Er betonte, dass die Innenminister der Länder dies auch so sehen. Im aktuellen Gesetzentwurf, der derzeit diskutiert wird, sei auch eine Ausnahme für Brauchtumspflege, Sport und Beruf vorgesehen, jedoch wurde von den Verbänden nochmal deutlich hervorgehoben, dass dies nicht reiche.

Im zweiten Thema kam durch den Landesjugendvertreter die Juleica zur Sprache. Derzeit müssen die ausgebildeten Jugendleiter um einen Zuschuss zu erhalten die Ausbildung der Bayerischen Trachtenjugend durchlaufen und eine gültige Jugendleiterkarte vorweisen. Da die Beantragung der Karte in einigen Landkreisen eine enorm bürokratische Hürde darstellt, möchte die Bayerische Trachtenjugend gerne auf diesen Zusatz verzichten, so dass die Ausbildung durch die BTJ für die Bezuschussung reicht.

Im Laufe des Gesprächs stellte sich heraus, dass auch andere Verbände Probleme haben. Da es sich um eine bundeseinheitliche Karte handele, wurde versprochen, diesen Sachverhalt zu überprüfen um dann geeignete Schritte einzuleiten, dass der Zuschuss auch für alle Jugendleiter im Verband einheitlich gehandhabt werden könne …

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren