Woche der Ausbildung startet

Die Agentur für Arbeit Rosenheim und Bildungsträger unterstützen Jugendliche

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„Der Ausbildungsmarkt hat sich in den letzten Jahren stark verändert: Die demographische Entwicklung führt dazu, dass weniger Jugendliche auf den Markt kommen, und viele Jugendliche auf weiterführende Schulen gehen. Dementsprechend gibt es in unserem Agenturbezirk, der Stadt und Landkreis Rosenheim sowie die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen umfasst, inzwischen mehr Ausbildungsplätze als Bewerber“, sagt Dr. Nicole Cujai, die Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur, im Rahmen der deutschlandweiten Woche der Ausbildung der Bundesagentur für Arbeit vom 11. bis 15. März. 

„Junge Menschen, die eine Ausbildung anstreben, sollten sich dennoch frühzeitig um eine Lehrstelle bemühen, denn leider gibt es auch heuer noch Jungen und Mädchen, die nach dem Schulabschluss dastehen und nicht wissen, wie es weitergehen soll.“

 

In eben dieser Situation befand sich Luka J. nach seiner Mittleren Reife an der Wilhelm-Leibl-Realschule in Bad Aibling. Der 16-Jährige nutzte das Beratungsangebot der Agentur für Arbeit Rosenheim und sprach mit der Berufsberaterin Agnes Wieser über mögliche Alternativen. „Luka war noch unentschlossen, welche Ausbildung er machen sollte und zeigte Interesse an Berufen wie Zweiradmechatroniker, Kaufmann Einzelhandel und Kaufmann Büromanagement. So kamen wir zu dem Ergebnis, dass eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) das Richtige für ihn ist, denn dadurch hatte er die Möglichkeit sich theoretisch weiterzubilden und in verschiedene Berufsfelder hinein zu schnuppern“, sagt Wieser. Der junge Mann begann eine BvB bei den Beruflichen Fortbildungszentren der Bayrischen Wirtschaft (bfz) gGmbH, die die Maßnahme am Standort Rosenheim seit 15 Jahren anbieten.

 

„Wir sind stolz, auch in diesem Jahr jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich beruflich zu orientieren, ihre schulische Leistungen zu verbessern sowie sie in ihrer Entwicklung zu jungen Erwachsenen zu unterstützen und begleiten“, sagt Christoph Schreder, Leiter des bfz Rosenheim.

Sieben Monate lang konnte Luka J. mit Ausbildern, Bildungsbegleitern und Sozialpädagogen seine Stärken und Talente entdecken und in den verschiedenen hauseigenen Werkstätten berufliche Grundfertigkeiten kennen lernen, sich aneignen und festigen. „Es hat Spaß gemacht, die verschiedenen Berufsbereiche auszuprobieren und sich dabei anders als in der Schule selber kennen zu lernen“, freut sich der junge Mann.

Er lernte außerdem Bewerbungen zu schreiben und konnte innerhalb des Schlüsselkompetenztrainings „Lernen lernen“ seine persönliche Lernfähigkeit ausbauen. Als dann klar war, dass er eine Ausbildung zum Kaufmann Büromanagement anstrebt, konnte er in ein Praktikum zum wohnortnahen Betrieb „Rosenheimer Leibspeise“ vermittelt werden. Der junge Mann überzeugte im Praktikum und wurde übernommen.

Die Zeit bis zum Ausbildungsbeginn am 1. September überbrückte er in dem Betrieb und bekam erste Ausbildungsinhalte vermittelt. Der 1. Vorsitzende von „Rosenheimer Leibspeise e.V.“, Peter Kaiser, lobt: „Luka hat sich sofort gut ins Team integriert und konnte das Erlernte direkt in die Praxis umsetzen.“ Ein Gewinn für beide Seiten. Luka J. bemerkt abschließend: „Ich hatte erst gar nicht so viel Lust, bin jetzt aber wirklich froh, dass ich in die BvB gegangen bin. So konnte ich meinen Beruf finden und bin bei der Rosenheimer Leibspeise e.V. angekommen.“

 

Der junge Mann hat über die BvB seinen Traumausbildungsplatz gefunden. Die Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur appelliert an die jungen Menschen, die in diesem Jahr ihren Schulabschluss erwerben und noch nicht wissen, wie es danach weitergehen soll: „Vereinbart am besten gleich unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 00 oder per E-Mail unter Rosenheim.Berufsberatung@arbeitsagentur.de einen Termin mit der Berufsberatung. Die Kollegen helfen bei der Suche nach einem Beruf und können wertvolle Tipps zu Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgesprächen geben, Fragen bezüglich Besuch der weiterführenden Schule beantworten und halten eine Vielzahl an offenen Ausbildungsplätzen mit Starttermin im Herbst bereit. Und sollte es in der Ausbildung einmal nicht so rund laufen, können wir durch ausbildungsbegleitende Hilfen (abH), quasi Nachhilfeunterricht während der Ausbildung, unterstützen“, sagt Cujai.

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