Wo ist der Weg zum neuen Sportplatz?

Ramerberger CSU diskutierte kommunalpolitische Brennpunkte

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Kommunalpolitische Brennpunkte, Delegiertenwahl und Mitgliederehrung kamen nicht zu kurz bei der Jahresversammlung der Ramerberger CSU unter dem Vorsitz von Florian Baumann (rechts im Bild). Heftig diskutiert wurden neben dem anstehenden Baubeginn des Ramerberger Gemeindehauses auch die mögliche Verlegung des Fußballplatzes von Ramerberg nach Zellerreit. Im Vordergrund stand hier weniger die Standortfrage des Sportplatzes, als die in der Debatte als Problem angesehene Zufahrtsstraße.

Weiter war das mit erheblicher Verzögerung fertig gestellte Baugebiet Eich ebenso ein Thema wie der von der Rechnungsprüfung angeregte Austritt aus dem Tourismusverband „Chiemsee-Alpenland Tourismus“.  

Dieses Ansinnen war zugleich das Stichwort für Bezirksrat Sebastian Friesinger und eine prägnante Überleitung zum Thema: „Zukunft unserer Dörfer“. Mit Nachdruck setzt sich Friesinger immer noch für die von ihm ins Leben gerufenen Projekte wie „Nahversorgung ist Lebensqualität“ ein und vermittelt unermüdlich die Begriffe „Lebensqualität durch Nähe“. Im Zusammenhang mit den sich unaufhaltsam wandelnden dörflichen Strukturen forderte er die Versammlungsteilnehmer auf, sich unbedingt jetzt schon Gedanken zu machen, denn „Die Zukunft unserer Dörfer ist meist schon da, ehe wir es merken“.

Laut Friesinger gehe es vor allem darum, Bewusstseinsbildung für die dörfliche Lebensqualität zu betreiben, etwas zuzulassen sowie neue Ideen zu schützen und zu fördern. „Wir brauchen Einsatz und Engagement für unsere regionalen Dienstleistungsangebote und zur Pflege von Brauchtum, Tradition und Heimat“. Vor allem die Bildung von Netzwerken seien hierzu wichtige Grundlagen. Und weiter: „Wir müssen unsere Zukunft jetzt gemeinsam gestalten und nicht gestalten lassen.“

Auffallend war bei der CSU-Jahresversammlung im Gasthaus Esterer in Zellerreit, dass diesmal ein Großteil jüngerer Teilnehmer sich ebenso interessiert und diskussionsfreudig zeigte, wie die üblicherweise bei allen Veranstaltungen Anwesenden und seit jeher als „harter Kern“ eingestuften „älteren Semester“ der Ramerberger CSU-Mitglieder.

Kurz und bündig war der von Schatzmeister Franz Untergehrer vorgetragene Kassenbericht. Bei einem immer noch soliden Kassenstand machte er auf die kontinuierlich schrumpfenden Rücklagen aufmerksam.

Die anschließende Entlastung der Vorstandschaft war eine reine Formsache.

Und schon jetzt wurden, im Hinblick auf die Europawahl im nächsten Jahr, Kandidaten als Kreisdelegierte in die besondere Kreisvertreterversammlung benannt. In geheimer Stimmabgabe gewählt wurden Florian Baumann, Thomas Wagner und Peter Wilhelm sowie als Ersatzdelegierte Alois Fischer, Stefanie Schreiner und Hans Wenisch.

Sowohl als Vorsitzender des CSU-Ortsverbands Ramerberg wie auch als Gemeinderat konnte Florian Baumann mit einem breit gefächerten Insiderwissen über interessante Besonderheiten berichten und viele Fragen beantworten.

Zusammengefasst brachte er eigene Vereinsaktivitäten sowie die Beteiligung bei auswärtigen Veranstaltungen in Erinnerung. Von ihm besonders hervorgehoben wurde der seit geraumer Zeit bestehende CSU-Stammtisch. Dabei werden abwechselnd beim Wirt in Zellerreit und Ramerberg von einem interessierten Publikumskreis sowohl politische, wie kommunalpolitische Themen diskutiert.

Zum Abschluss der Versammlung wurde die 40-jährige Verbandstreue von Josef Süßmaier hervorgehoben, der leider aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnte.

prj

Foto: CSU Ramerberg / Penzkofer

 

 

 

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