Wo ist der Respekt geblieben?

Eine Suche unter Jugendlichen mit Hilfe von Filmtagen

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„Wo ist der Respekt geblieben?“ Diese Frage stellten sich Mitarbeiter der Drogenberatungsstellen. Bei Vorträgen und Unterricht vor Schulklassen mussten sie feststellen, dass viele Schülerinnen und Schüler nicht zuhören, weiterreden und keinen Respekt haben. Weder vor dem Referenten – noch voreinander. Aus diesem Grund wurde „Respekt“ zum Thema der dritten Jugendfilmtage 2017 für Stadt und Landkreis Rosenheim …

In Kooperation mit dem Netzwerk Jugendschutz Rosenheim hatte die Kommunale Jugendarbeit des Landkreises die Jugendfilmtage veranstaltet.

Im Foyer des Rosenheimer Citydomes waren insgesamt zehn Mitmachstationen zum Thema Respekt aufgebaut. Es gab einen Stand, an dem die Schülerinnen und Schüler verschiedene Begriffe zum Thema Respekt pantomimisch oder mit Zeichnungen darstellen konnten. An einer weiteren Station legten sie aus einzelnen Buchstaben ein Schimpfwort. Anschließend bildeten sie aus den gleichen Buchstaben ein Wort zum Thema Respekt.

Eine weitere Station beschäftigte sich mit dem Thema: Wo darf ich mein Gegenüber berühren und anfassen. „Sie sollen sich einfach vor dem Film mit dem Thema auseinandersetzen und herausfinden, was bedeutet Respekt für mich“, so Jörg Giesler, Teamleiter der Kommunalen Jugendarbeit im Landratsamt Rosenheim. 

Im Anschluss ging es für die Schüler in den Kinosaal. Insgesamt drei Filme wurden im Rahmen der Jugendfilmtage gezeigt. Bei „Ein Tick anders“ ging es um ein Mädchen, das am „Tourette-Syndrom“ leidet. Aufgrund ihrer Tics, so werden unwillkürliche Bewegungen genannt, die immer wieder in gleicher Weise auftreten können, muss sie die Schule abbrechen und hat keine Freunde.

Im Film „Die Blindgänger“ geht es um zwei blinde Mädchen, die gern Musik machen. Eine Band will sie aufgrund ihrer Behinderung aber nicht dabei haben. Also beschließen sie, ihre eigene Band zu gründen. Der dritte Streifen „Zivilcourage“ erzählt die Geschichte eines 15-Jährigen, der bei einem brutalen Überfall einem Obdachlosen hilft und die Täter anzeigt.

„Vielen Jugendlichen ist das Thema Respekt bewusst, sie wissen aber nicht vor wem. Vor der Familie, der Mutter, den Eltern oder wem auch immer. Die Kinder sollen sich Gedanken drüber machen, das war uns einfach wichtig“, so Giesler abschließend.

In diesem Jahr kamen über 800 Schülerinnen und Schüler der sechsten und siebten Jahrgangsstufen der Schulen in Stadt und Landkreis Rosenheim zu den Jugendfilmtagen in den Citydome.

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