„Wir werden weiter Gas geben“

TSV Wasserburg überwintert auf Platz eins: Ein Gespräch mit Abteilungsleiter und Trainer

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Viermal in Folge aufgestiegen und jetzt schon wieder Tabellenführer –  der TSV Wasserburg überwintert in der Fußball-Landesliga auf Platz eins und kann auf eine mehr als erfolgreiche Hinrunde zurückblicken. Wir sprachen mit Trainer Leo Haas und Abteilungsleiter Kevin Klammer über den inneren Zustand und die Zukunft der Wasserburger Löwen: 

Die Hinrunde ist nahezu optimal gelaufen. Erinnert Ihr Euch noch an das Saisonziel vor dem ersten Spieltag? Und was war das offiziell und bei Euch ganz persönlich?

Leo Haas: Saisonziel war nach außen sowie intern der Klassenerhalt und ich bin froh, dass wir das sehr schnell revidieren konnten.

Kevin Klammer: Natürlich. Wir wollten Abstand auf die Abstiegsränge halten, uns in der Liga etablieren und die Strukturen weiter verbessern.

Vier Aufstiege in Folge und jetzt schon wieder an der Spitze: Wie ist der Erfolg zu erklären?

Haas: Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Wir haben eine Supermannschaft. Die Mischung aus verschiedenen Charakteren passt perfekt zusammen. Im Training merke ich, dass jeder Spieler etwas dazu lernen will und den nächsten Schritt machen möchte.

Klammer: Das stimmt. Es sind mehrere Aspekte dafür entscheidend. Sehr wichtig ist, dass jeder der Jungs die richtige Einstellung mitbringt, den nächsten Schritt machen will – und unsere Trainer es schaffen, jeden einzelnen Spieler zu verbessern und nochmal auf ein höheres Level zu bringen. Zudem sind wir extrem heimstark, woran unsere Fans einen entscheidenden Anteil haben. Daheim haben wir die meisten Zuschauer der Liga und auch auswärts sind immer einige Wasserburger dabei und unterstützen die Mannschaft.

40 Punkte, Herbstmeister. Habt Ihr Euch schon mit dem Aufstieg in die Bayernliga beschäftigt?

Haas: Wir haben noch 13 Spiele vor der Brust in dieser Saison. Fußball ist nicht planbar, da kann man nichts vorhersagen. Es kann schnell passieren, dass wir drei oder vier Spiele am Stück verlieren und dann sieht das Ganze schon anders aus. Selbst, wenn wir besser sind als der Gegner. Im Fußball ist es nicht immer so, dass automatisch die bessere Mannschaft gewinnt. Das ist zum Beispiel beim Basketball anders, da gewinnt immer die bessere Mannschaft. Deshalb ist der Aufstieg bei uns kein Thema. Ich erwarte dennoch von der Mannschaft, dass sie in jedem Spiel die bestmögliche Leistung zeigt.

Klammer: Es ist eine tolle Momentaufnahme, Tabellenführer in der Landesliga zu sein. Doch bei aller Euphorie – jeder einzelne muss dafür sorgen, dass wir scharf geschaltet und konzentriert bleiben, dass wir nicht nachlässig werden. Gelingt uns das, bin ich davon überzeugt, dass wir für die nächsten Jahre ein tolles Gerüst haben – egal, in welcher Liga.

Wäre Wasserburg reif dafür? Was würde sich ändern?

Haas: Natürlich. Dann fahren wir eben 20 Kilometer mehr bei einer Auswärtspartie. Das macht es jetzt auch nicht aus. Es steht außer Frage, dass wir unsere Infrastruktur verbessern müssen. Der Spielplatz muss modifiziert werden und die Trainingsmöglichkeiten müssen verbessert werden. Aber das ist ligaunabhängig und hat nichts mit der Bayernliga zu tun.

Klammer: Wie Leo schon sagt. Ändern würde sich, dass wir etwas weiter fahren müssten. Die nötigen Verbesserungen in der Infrastruktur haben erstmal nichts mit der Liga zu tun. Wir müssen unter anderem unsere Trainingsmöglichkeiten ausweiten. Hier sind wir auf die Unterstützung der Stadt angewiesen. Die bereits stattgefundenen Gespräche geben uns Hoffnung, vor allem, weil wir mit Markus Bauer einen sehr engagierten Sportreferenten haben, der unseren Bedarf kennt und versteht.

Was ist Eure persönliche Planung?

Haas:  Der Plan ist eine gute Rückrunde zu spielen.

Klammer:  … und die nächsten Schritte einzuleiten, um den TSV langfristig sowie nachhaltig als Fußballzentrum der Region zu etablieren.

Ist die Abteilungsleitung überhaupt noch nebenberuflich zu schaffen?

Klammer: Ja, da das Ganze von mehreren Personen getragen wird und wir eine klare Aufgabenverteilung haben. Um unsere Jugendarbeit kümmern sich Robert Miller, Can Gülenay, Tobias Stalleder und Bernhard Pintaric. Simon Stümlinger, mein Vorgänger, verantwortet zusammen mit seinem Vater unseren Außenauftritt und Hans Obermaier ist für die Organisation, insbesondere die Heimspiele unserer Ersten, zuständig. Unterstützung erhalten wir von unseren Beisitzern und den ehrenamtlichen Helfern. Jeder trägt einen Teil dazu bei. Besonders hervorheben möchte ich hierbei unseren Finanzchef Hans Hain. Er ist unglaublich gewissenhaft, besitzt eine enorme Fachkompetenz und unterstützt mich in allen Belangen. Zudem leisten Hannes Hain und Camilo Hernandez richtig viel Background-Arbeit – sie halten mir den Rücken frei.

Und wie sieht’s mit den Planungen für die nächste Saison aus?

Haas: Als Trainer musst du Augen und Ohren immer offen halten, was zum Beispiel das Verpflichten von Spielern betrifft. Es war in der Vergangenheit ein wichtiger Faktor, die Mannschaft personell zu verbessern und wird natürlich auch für die Zukunft eine entscheidende Rolle spielen. Deshalb sprechen Kevin und ich auch oft über solche Punkte, weil wir beide das Ziel der Nachhaltigkeit haben.

Klammer: Wir werden weiter Gas geben, um das Niveau noch weiter anzuheben. Wie gesagt, es gibt einige Punkte in der Infrastruktur, die verbessert werden müssen.

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Ein Gedanke zu „„Wir werden weiter Gas geben“

  1. Egal ob Ihr des Jahr aufsteigts oder erst zu am späteren Zeitpunkt, Ihr seits a starkes Team und bringts seit Jahren a super Leistung! Weiter so….und toi toi toi

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