„Wir sind Juden aus Breslau“

Kino-Dokumentarfilm wird im Wasserburger Utopia gezeigt - Regisseurin mit dabei

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Der Kino-Dokumentarfilms „Wir sind Juden aus Breslau – Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933″ von Karin Kaper und Dirk Szuszies wird am Montag, 16. Januar, um 18.15 Uhr  erstmals im Wasserburg im Kino Utopia zu sehen sein. Regisseurin Karin Kaper (Foto) ist mit von der Partie. Weitere Vorführungen finden am 20., 21. und 25. Januar jeweils um 18 Uhr statt.  „Wir sind Juden aus Breslau“ ist ein Film von aktueller Brisanz , der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische  und antisemitische Strömungen in Europa.

Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.

14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.

Mehr über den Film und das Produktionsteam:

www.judenausbreslaufilm.de

 

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