„Wir müssen in Deutschland bleiben”

Neuer Abteilungsleiter Hans Friedl kündigt drastischen Kurswechsel beim Basketball an

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„Am Ende ist die letzte Saison doch eine runde Geschichte geworden”, blickte der nun ehemalige Leiter der Abteilung Basketball des TSV 1880 Wasserburg, Robert Dresp (rechts), bei der gestrigen Mitgliederversammlung zurück. Abgelöst wird dieser nun von Hans Friedl (links), dem Physiotherapeuten der Damenmannschaft. Dieser kündigte eine deutliche Neuausrichtung an.

Ein Jahr lang hatte Robert Dresp – eigentlich als Stellvertreter der Abteilungsleitung gewählt – die Sparte Basketball geführt, immerhin waren die anderen Führungs-Funktionäre bald nach den Wahlen abgesprungen. „Wenn der Robert das nicht übernommen hätte, wäre die Saison nicht möglich gewesen”, betonte Walter Chucholl, Vorstand des Hauptvereins. Auch mit finanziellen Problemen sahen sich die Wasserburger Basketballer jüngst immer wieder konfrontiert.

Zur aktuellen Lage lieferte Finanzverwalterin Paula Zaschka (Foto oben) die Zahlen. Durch den Wegfall der Firma Meggle als Sponsor war die Abteilung auf den Wiedereinstieg der Firma Bauer und viele weitere Spendengelder angewiesen, um die Ausgaben in sechsstelliger Höhe tilgen zu können. Ein kleiner Bruchteil davon sei aktuell noch auf der Haben-Seite übrig, jedoch stünden auch noch Zahlungen offen.

„Es wird am Ende positiv bleiben, aber das Geld brauchen wir definitiv noch”, so Dresp.

Nach der Entlastung der Vorstandschaft folgten die Neuwahlen der Abteilungsleitung, die von Fanclub-Vorstand Wolfgang Tschentscher (Foto) durchgeführt wurden. „Natürlich hat man sich schon im Vorfeld Gedanken gemacht und Gespräche geführt”, so Tschentscher. Dabei kristallisierte sich ein Kandidat für das Amt des Abteilungsleiters heraus: Hans Friedl, der Physiotherapeut der ersten Damenmannschaft.

Auch Gaby Brei bekam gestern ein offizielles „Dankeschön” überreicht.

 

In seinem Plädoyer betonte er, er wolle den Posten übernehmen, weil er das Erbe der Gaby Brei, dem „Uli Hoeneß des Wasserburger Basketballs” – so Friedl wörtlich -weiterführen wolle. Dabei kündigte er einen drastischen Kurswechsel in der Abteilung an. „Das wird kein reines Bundesliga-Projekt mehr. Das wird so wie bisher nicht mehr gehen, weil dafür die Gelder fehlen”, betonte er entschlossen und energisch. Die Bundesliga-Mannschaften sollen nicht mehr als die Sahnehäubchen der Abteilung betrachtet werden. Was man brauche, seien junge Leute, um einen langfristigen Fortbestand des Wasserburger Basketballs gewährleisten zu können.

Auch solle man sich auf lokale Talente fokussieren, da die Verpflichtungen von ausländischen Spielern mit immensen Kosten verbunden seien. „Wir müssen in Deutschland bleiben!”, so Friedl, der sich selbst nicht aufgrund seiner Basketball-Kompetenz für das Amt zur Verfügung stelle. „Ich bin kein Experte, aber ich kann vernetzen und ich kann motivieren!”.

Von links: Schriftführerin Birgit Falter, stellvertretende Abteilungsleiterin Verena Wernthaler, Kassenprüfer Jochen Bruch, Schiedsrichterwart Dagmar Mumesohn, Finanzverwalterin Paula Zaschka, Abteilungsleiter Hans Friedl und Pressewart Manuela Scholzgart.

 

Per Handzeichen wurde Friedl einstimmig für ein Jahr zum neuen Abteilungsleiter gewählt. Seine Stellvertreterin wird Verena Wernthaler sein. Die weiteren Ämter der Vorstandschaft bleiben in bewährter Besetzung, zuzüglich einer neuen Pressebeauftragten.

Abschließend gaben sich der ehemalige und der neu gewählte Abteilungsleiter feierlich die Klinke in die Hand. „Ich wünsche viel Kraft, Zeit und eine gute Zusammenarbeit”,  beendete Wahlleiter und Fanclub-Vorsitzender Tschentscher die Versammlung hoffnungsvoll.

 

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5 Kommentare zu “„Wir müssen in Deutschland bleiben”

  1. Eine Frau Brei war wohl auch ähnlich umstritten wie ein Herr Hoeneß, hat aber wohl scheinbar im Vergleich zum FCB Präsi den Verein nicht gerade zu vollen Festgeld Konten verholfen, der Wechsel war längst überfällig und kommt wohl leider viel zu spät, der TSV hat vielversprechende Talente verjagt.

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  2. Ach Insider, hören Sie endlich diese dämliche Hetzerei auf. Das kennt man seit Jahren von Ihnen. Lassen Sie es gut sein und den jetzigen Leuten ihre Arbeit machen.
    Wir haben Ihre Kommentare oft genug gelesen und nichts wirklich Entscheidendes daraus gezogen. Wie auch? Ist ja immer dasselbe.
    Es ist gut jetzt…

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  3. Und welchen talenten redest du da insider?

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  4. Viel Erfolg! Einzig die Überschrift irritiert. “Wir müssen in Deutschland bleiben”. Was soll das heißen??? Was denn bitte sonst? In die österreichische Liga wechseln😉?

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  5. Als Gabys Tochter kann ich wohl als echte Insiderin schreiben. Keiner – ausser die die sich genau so engagieren oder mit ihr unter einem Dach leben – hat in all der Zeit mitbekommen wie viele Stunden/Tage/Wochen/Monate Gaby am Rechner gewesen ist, über Ordner gebrütet und wie viel sie für’s Basketball telefoniert hat um Spieler, Wohnungen, Behörden-Anmeldungen, Reisen, Vertäge, Abrechnungen, DBBL-Orga und vieles mehr zu bearbeiten. Dann wird ihr Engagement noch nicht einmal dem entsprechend anerkannt, werder finanziell noch in der Öffentlichkeit. Ich bezweifle dass ein hoch bezahlter Uli H. ein Zehntel dessen macht. Dann darf meine Mutter sich nach einer sehr erfolgreichen Zeit auch noch so viel Mist anhören. Sie wollte sich zurückziehen aber ohne sie hätte es weder diese Saison geklappt noch wäre die Abteilung im Stande gewesen sich für die nächste Saison bei der DBBL anzumelden. Bestimmt hat ihr Stil nicht allen gepasst, aber man kann es eben nicht allen recht machen. Ich wünsche Hansi, Veri, Paula und Co alles Gute für die kommende Saison.

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