„Wir Lehrer geben unser Bestes”

Wasserburgs BLLV-Vorsitzende Edith Krieger-Gartner: An oberster Stelle stehen die Kinder und ihre Familien!

image_pdfimage_print

Das bayerische Kultusministerium hat – wie berichtet – für die bevorstehenden Pfingsferien eine Notbetreuung durch Lehrkräfte für Grund-, Mittelschulen und Förderzentren angeordnet. Edith Krieger-Gartner aus Wasserburg (Foto), Vorsitzende des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrer-Verbandes auf regionaler Ebene, sagt heute im Gespräch mit der Wasserburger Stimme: „Ich kann Ihnen versichern, die Schulen und wir Lehrer – wir geben unser Bestes in dieser schwierigen Zeit!” Sie ziehe den Hut vor den jungen Lehrkräften, die in der Regel – so wie an der Wasserburger Grundschule – nun die Pfingstferien-Notbetreuung stemmen werden. Eine Lehrerin fährt dafür eigens nicht in ihre Heimat in die Oberpfalz. Natürlich gebe es vielleicht an so mancher Schule auch ein paar „schwarze Schafe”. Aber die gebe es nun mal überall, in allen Bereichen des Lebens …

Während die Lehrkräfte schon während der normalen Schulzeit durch das Nebeneinander von Präsenzunterricht und Lernen zu Hause – also parallel analog und digital – besonders gefordert seien, werde nun die Notbetreuung auch in den Ferien selbstverständlich angeboten. An oberster Stelle stehen doch die Kinder und ihre Familien!”

Die Schulen haben halt schon lange Personalprobleme und da durch den Wegfall von Lehrkräften, die einer Risikogruppe angehören, die Personaldecke ohnehin schon dünn ist, legt Corona nun auch hier den Finger in die Wunde.

Belastungsgrenzen hin oder her – viel Spielraum gebe es nicht für eine Schule, bestmöglichst für die Familien zu handeln. Aber genau das werde hier im Altlandkreis überall gemacht, ist sich Edith Krieger-Gartner im Namen aller heimischen Lehrer sicher. Auch, wenn sich der ein oder andere mal ärgere.

Wie sich Bildungsdefizite durch diese Corona-Monate niederschlagen werden, müsse man abwarten. Sie fürchte auf jeden Fall, dass gerade die Kinder mit Migrations-Hintergrund durch ein Raster fallen werden. Das fange mit der Sprache an und höre mit der fehlenden Digitalisierung im Haushalt auf.

Die Lehrer der Wasserburger Grundschule jedenfalls haben einen Weg gefunden – sie fahren die Arbeitsblätter auch persönlich aus, wenn’s nicht anders geht. Und auch die Kräfte der Mittagsbetreuung der Wasserburger Schule helfen hier mit, damit – wie gesagt – alles Bestens ist …

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

3 Kommentare zu “„Wir Lehrer geben unser Bestes”

  1. Romana Steinwender

    Ich kann die Grundschule und die Mittelschule Eiselfing nur loben.
    Sie erleichtern den Eltern wirklich diese schwierige Zeit.
    Auch das Luitpold-Gymnasium nimmt sich Zeit für alle Probleme und Fragen.
    Die Realschule Wasserburg ist superengagiert bei der Anmeldung der Übertrittskinder.
    Vielen Dank und großes Lob.

    Antworten
  2. Mutter, inkompetent

    Nett, aber nicht hilfreich. Die Kinder haben die Grundschule schon hinter sich. Und bei uns sind engagierte Lehrer leider nicht vorhanden.

    Kann man die irgendwo leihen. Und irgendwie geht es hier in der WS nur um die Lehrer. Die sind sauer, die sind ja so bemüht (glaube ich auch, kann es nur leider selber nicht feststellen!) Die Sorgen und Ängste der Eltern sind wohl nicht so interessant. Kein Wunder, dass diese dann halt in den Kommentaren auflaufen. Wischiwaschi Motivationsmails von der Schule helfen ehrlich gesagt nicht wirklich.

    Die Lehrer die wir angesprochen haben sind so damit beschäftigt die Schuld irgendwo anders zu suchen, dass sie einfach nicht dazu kommen sich mit ihren Möglichkeiten zu beschäftigen. Und das ist so schade.

    Die Lehrer sind das wichtigste für die Schüler. Für die Lehrer lernen sie, nicht fürs Leben und schon gar nicht für die Eltern. Das habe ich von einer Grundschullehrerin gelernt. Eine von der Art die leider so selten ist, ja eigentlich Einzigartig. Leider.

    Antworten
  3. Ich glaube die jetzige Situation verstärkt die Probleme für die Schüler. Ein Lehrer, der eh Probleme damit hat, konkrete und verständliche Arbeitsaufträge zu erteilen, wird jetzt nicht besser verstanden. Und Lehrer, die ihren Job halt irgendwie machen, werden das jetzt halt auch irgendwie machen. Mein Bruder ist an der Realschule und wir fanden die Tendenz, die merklich auch von der Schulleitung so wohl vorgegeben wurde, die Kinder in der eh so schlimmen Zeit nicht zusätzlich mit Anforderungen zu belasten, nicht Zielführend. Inzwischen werden zwar Aufgaben überprüft, aber viel zu wenig korrigiert. In den ersten Wochen kam da ja gar nichts! Und auch noch in der 9. Klasse tun sich Schüler sehr schwer damit, einen Wochenplan, der einem am Montag vorgesetzt wird sinnvoll abzuarbeiten. Da sollt die Einteilung schon von den Lehrern kommen. Wenn meine Mutter dass versucht gibt es mehr Streit wie sinnvolles Arbeiten, was eigentlich klar ist. Ich wäre in der 9. auch nicht anders gewesen. Meine Mutter wollte mit der Schule sprechen, wurde aber von meinem Bruder dringend gebeten, das nicht zu tun. Anscheinend ging das bei Mitschülern etwas nach hinten los. Das ist auch der Grund, warum ich hier anonym bleibe. Wir hoffen, dass die Schule bald bessere Strukturen schafft und ich fände es schon auch gut, wenn Eltern die Möglichkeit hätten über Probleme zu sprechen nicht nur in den Kommentaren. Aber auch die Schüler. Vielleicht ohne Namen, aber eben über die Redaktion aufbereitet. Es kann ja doch sein, dass der eine oder andere Lehrkörper das liest und sich ein bisschen angesprochen fühlt.

    Antworten