„Wir kommen gut voran!“

„Ich bin zufrieden“, zieht Dr. Theodor Danzl, Geschäftsführer des Inn-Salzach-Klinikums, eine Zwischenbilanz beim 250-Millionen-Euro-Bauprojekt, mit dem bis Anfang 2026 das RoMed- und das Gabersee-Klinikum vereint werden sollen. Der erste von vier Bauabschnitten, das Energiegebäude, ist erledigt, beim zweiten läuft der Innenausbau auf Hochtouren. Foto: Georg Barth

In dem Pavillon, in dem sechs Stationen mit 12 bis 14 Zimmer (rund 120 Patientenbetten) entstehen, werden derzeit Wasser- und Stromleitungen verlegt, in jedem Zimmer die Nasszellen eingerichtet. Im obersten Stockwerk wird bereits der Estrich aufgebracht, gleichzeitig wird am gemeinsamen Eingangsbereich beider Krankenhäuser gearbeitet. „Wir gehen davon aus, dass bis Ende 2021 der jetzige Bauabschnitt fertiggestellt sein wird“, so Danzl.

 

Im dritten Bauabschnitt werden zwei weitere Pavillons errichtet, die rund 280 Betten beherbergen werden – Ende 2024 rechnet der Geschäftsführer mit der Beendigung der Bauarbeiten. Ein weiterer Pavillon mit 130 Betten, der Richtung B15 ausgerichtet ist, soll schließlich Anfang 2026 fertiggestellt sein. Alle vier Häuser werden schließlich über bis zu 560 Betten verfügen.

 

„Das ist ein sportlicher Zeitplan“, stellt Danzl fest, „aber nachdem Heizung, Strom- und Wasserleitungen schon jetzt installiert werden, gehen die weiteren Bauabschnitte schneller voran.“ Der Geschäftsführer, der etwa zwei Tage pro Woche nur mit dem Bauprojekt beschäftigt ist, sei zwar „megaentspannt“, dennoch unter Druck. „Wir wollen kein zweiter Berliner Flughafen werden“, betont Danzl mit Blick auf die Kosten, denn die Baupreise seien extrem gestiegen – die Branche ist durch die Pandemie nicht beeinträchtigt.

Momentan sei man noch im Rahmen. „Es gibt bislang keine dramatischen Überschreitungen, teilweise wurden die Kosten auch unterschritten.“

 

Die größte Herausforderung des Bauvorhabens, sei es gewesen, gute Firmen zu vernünftigen Preisen zu finden. Denn Projekte dieser Größenordnung müssen europaweit ausgeschrieben werden. „Diese Ausschreibung ist ein großer Nervenkitzel“, berichtet Danzl. Und Betriebe auszuschließen, könne schnell vor Gericht enden, was die Bauarbeiten um viele Monate verzögern könnte. Immerhin: Für den Rohbau konnte ein kompetentes Unternehmen aus der Region gewonnen werden. „Das war der Sechser im Lotto“, so der Geschäftsführer erleichtert.

 

Über einen Mangel an Spannung wird sich Danzl auch künftig nicht beklagen können: 70 bis 80 Firmen sind an der Baustelle beteiligt. „Davon sind aber rund 70 Prozent schon ausgeschrieben“, betont der Geschäftsführer.

 

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