„Wir haben einen Flächenbrand”

7-Tages Inzidenz im Landkreis Mühldorf reißt 300-er Marke - Eindringlicher Appell des Landrats

Die 7-Tages Inzidenz im Landkreis Mühldorf hat die Marke von 300 überschritten (wir berichteten). Stand heute liegt die Inzidenz bei 322,8. Lag der Schwerpunkt in den vergangenen Tagen im nördlichen Landkreis, ist nun im gesamten Landkreis ein steigendes Infektionsgeschehen zu beobachten. Der Landkreis weitet daher die Gegenmaßnahmen aus.

Ab morgen werden im gesamten Landkreis in den Schulen täglich Testungen durchgeführt. Seit Montag sieht die vom Freistaat verordnete Testpflicht eine mindestens zweimalige Testung pro Woche von Schüler, Lehrer und Schulpersonal vor. Im nördlichen Landkreis wird in den Schulen bereits seit dieser Woche täglich getestet. Diese Regelung gilt nun für den gesamten Landkreis.

Ziel sei es, trotz der hohen Inzidenzzahlen die Schulen so lange wie möglich offen zu halten, um den Abschussklassen Präsenzunterricht zu ermöglichen.

Da die Testung derzeit das wichtigste Instrument sei, um Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und zu unterbrechen, werde das Schnelltest-Angebot im Landkreis weiter ausgebaut.

Neben den bereits bekannten Anlaufstellen bietet das mobile Team der DLRG auch in dieser Woche in der Gemeinde Schönberg Schnelltests an.

Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben. Eine jeweils aktuelle Übersicht über alle Schnelltestmöglichkeiten im Landkreis ist unter www.lra-mue.de zu finden.

Aufgrund der sehr angespannten Lage im Landkreis Mühldorf richtet Landrat Max Heimerl einen dringenden Appell an die Bürgerinnen und Bürger:

„Wir setzen vorerst nicht auf weitere restriktive Maßnahmen und Verbote, sondern auf das Verantwortungsbewusstsein aller! Wir haben keinen besonderen Herd, sondern einen Flächenbrand. Daher ist jeder Einzelne gefordert.

Ich bitte deshalb alle Bürgerinnen und Bürger, die beruflichen und privaten Kontakte auf ein  Minimum zu beschränken. Falls Kontakte erforderlich sind, müssen die Abstands- und Hygieneregeln konsequent eingehalten werden.

Gleichzeitig bitte ich eindringlich, die Testangebote in den Betrieben und Kommunen wahrzunehmen – zum eigenen Schutz und zum Schutz unserer Mitmenschen.“

Neben den Testungen seien die Impfungen ein wichtiger Baustein im Kampf gegen den Virus.

Aufgrund der hohen Inzidenz bietet der Landkreis Mühldorf allen Landkreisbürgern – wie berichtet – eine Sonder-Impfaktion von Donnerstag bis Sonntag ohne Priorisierung im  Impfzentrum sowie an den Impfstationen in Waldkraiburg und Haag an.

Möglich ist dies durch eine Sonderzuweisung des Impfstoffes AstraZeneca vom Freistaat Bayern.

Einzelheiten dazu unter www.lra-mue.de.

 

 

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12 Kommentare zu “„Wir haben einen Flächenbrand”

  1. Evtl hätten die Kirchen an Ostern geschlossen bleiben sollen. Ostern
    ist knapp 10 Tage her. 1 x Gottesdienst > Corona freut sich

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    1. Tatsächlich soll neben einem Betrieb auch ein Kirchenbesuch verantwortlich für eine große Anzahl von Infizierten sein. Geschlossen bleibt der Einzelhandel. Den wirtschaftlichen Schaden tragen damit wieder die gleichen. Die Kirchen und die Betriebe dagegen bleiben weiterhin verschont. Wollen wir das wirklich noch das ganze Jahr weiterhin so handhaben? Steht wirklich die große Mehrheit der Bevölkerung hinter diesen ungerechten Maßnahmen? Ich bezweifle das.

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      1. Sie stellen hier schon wieder Vermutungen in den Raum. Der Landrat wird hier doch anders zitiert. Ich hoffe doch, dass wenigstens die Bürokratie weiss, warum und woher diese Entwicklung kommt. ME würden wir Bürger schon die ganze Wahrheit vertragen, die durch eine umfangreiche Informationspolitik transparent gemacht werden könnte: Alter, Geschlecht, Familienstand, Herkunft, Beruf, Anzahl der Tests mit CT Wert, ect. der “Fälle”.
        Und die gebetsmühlenartige Forderung nach dem totalen Lockdown, natürlich mit dem verbieten jeder Form gemeinschaftlicher religiöser Praxis, verbieten jeder Art von wirtschaftlicher Aktivität (inkl. Nahrungsmittelhandel, Milchabholung, Schlachtungen), stoppen des kompletten Verkehrs, usw., erscheint mit schon sehr kurzsichtig.
        Neben der verheerenden Schädigung von Gesellschaft und Wirtschaft, glaubt ihr wirklich, dass ihr dieses Virus mit all seinen Mutationen ausrotten könnt?

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  2. Vieleicht kommt es auch vom Gedränge in den Supermärkten……

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  3. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass so viele Menschen in die Kirche gehen, dass gleich ein Flächenbrand entsteht. Da ist es in den Supermärkten deutlichst gefährlicher. Die Einkaufswägen gehen von Hand zu Hand, keiner desinfiziert die Wägen, Gedränge pur. Das hat man in der Kirche nicht. Und außerdem haben sich viele Familien privat getroffen. Es kann auch daraus resultieren.

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  4. …oder von den vielen privaten Treffen

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  5. In den katholischen Kirchen werden die geltenden Vorschriften (AHA+L) korrekt umgesetzt. Es gibt auch noch andere Glaubensrichtungen. Hat sich schon mal jemand gefragt, wie die Regelungen bei den Gottesdiensten in den Moscheen aussehen?

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    1. Echt jetzt? Fangen Sie jetzt wirklich an, verschiedene Religionen gegeneinander aufzuwiegeln? Mir wäre nicht bekannt, dass der Virus bei Katholiken anders wirkt wie bei einem Moslem. Und ich glaube kaum, dass Sie sämtliche Kirchen überwachen können um zu behaupten, dass da alles immer korrekt abläuft.

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    2. Anscheinend stellen Sie sich die Frage. Diese Frage lässt sich aber beantworten: Entweder indem Sie sich bei der nächsten Moschee erkundigen oder online recherchieren. Meine kurze Recherche ergibt, dass die muslimischen Verbände zur strikten Einhaltung der AHA-Regeln aufrufen. Und es ist offensichtlich auch noch zu keinem größeren Ausbruchsgeschehen in Moscheen gekommen. Sehr wohl aber in christlichen Gemeinden. Was soll also das Zeigen mit dem Finger auf andere?

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  6. Kirchgänger ich kann Sie beruhigen!
    Alle Moscheen sind seit einem Jahr komplett geschlossen. Ich würde mir eher Gedanken machen über die Urlauber die, die Regierung erlaubt hat nach Mallorca zu fliegen! Angeblich auf einmal kein Risikogebiet mehr! Wie lächerlich und Naiv!

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  7. Gibts denn offizielle Erkenntnisse, woher die hohen Zahlen im LK MÜ kommen? Wo war der Ursprung?

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  8. 13- 14 Monate….nicht infiziert, trotz Kontakte im privaten Umfeld und Gedränge im Supermarkt….
    Die Zahlen werden kräftig weitersteigen, nachdem man ja jetzt angefangen hat die Kids zu testen…
    Also ist schon mal klar wie die Zahlen nächste Woche aussehen werden
    (…)

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