Wildes Plakatieren sorgt für Ärger

Aktion der Drogerie „Rossmann" gestern Thema im Wasserburger Bauausschuss

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Wenig bis gar kein Verständnis zeigten die Wasserburger Stadträte bei der gestrigen Sitzung des Bauausschusses für eine Aktion der Drogeriekette „Rossmann“. Zu Eröffnung seiner Filiale an der Molkerei-Bauer-Straße hatte das Unternehmen im gesamten Stadtbereich Plakate angebracht – auf privaten Flächen und besonders auf Schaltkästen der Telekom. „Das zeigt, dass da rücksichtslose Profis am Werk waren“, sagte Andi Ass (CSU).

Was Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann bestätigte: „Es ist so gezielt plakatiert worden, dass wir keine rechtliche Handhabe finden können.“ Weder für private Plakatständer noch für die Telekom-Kästen sei die Stadt zuständig. Die Plakate seien auch nicht genehmigungspflichtig, „weil sie die Größe von einem Quadratmeter nicht überschreiten“.

Damit wollten sich Friederike Kayser-Büker und Peter Stenger (beide SPD) aber nicht zufrieden geben. „Das können wir uns doch so nicht gefallen lassen. Da schaffen wir einen Bezugsfall für andere.“ Und Stenger setzte noch einen obendrauf: „Was ist, wenn wir die einfach alle abreißen?“ Das wiederum hielt Bürgermeister Michael Kölbl für keine gute Idee. „Ich äußere mich dazu lieber nicht.“ Das gehe womöglich in den Bereich der Sachbeschädigung.

Dennoch waren sich alle Räte einig, dass gegen die Plakataktion etwas unternommen werden soll. „Wir prüfen das und werden entsprechend reagieren“, versprach Bürgermeister Kölbl und erhielt Rückendeckung von Andi Ass: „Vielleicht sollte der Einzelhandel in der Altstadt mal direkt vor Rossmann plakatieren, dass man alle Drogerieprodukte auch im Herzen der Stadt bekommt.“  HC

 

„Rossmann scheute sich auch nicht, seine Plakate 30 Meter neben einem Wettbewerber in der Ledererzeile anzubringen oder private Plakatständer …

 

… wie diesen vom Restaurant „Zorbas“ in der Postgasse einfach zu überkleben.

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8 Gedanken zu „Wildes Plakatieren sorgt für Ärger

  1. Die Plakate hängen seit 8 Tagen
    Und jetzt fällt das denen auf?
    Die Eröffnung ist eh vorbei, können also jederzeit abgerissen werden

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  2. Also jetzt mal ganz ehrlich, ständig wird sich beschwert das es in Wasserburg keine Läden mehr gibt usw., jetzt eröffnet ein Rossmann sein Geschäft und von einem Herr Ass kommt der Vorschlag, Plakate vor dem Rosmann aufzuhängen mit dem Hinweis, das es alle Produkte auch in der Innenstadt gibt. Das kann er doch nicht ernst meinen oder? Hat da vielleicht jemand Angst um sein eigenes Geschäft in der Zukunft? Das man Ständer wie vom Zorbas einfach überklebt steht dabei außer Frage, dies sollte man lassen. Aber sich darüber auf zu regen das eine Filiale Werbung zur Neueröffnung macht hat für mich wenig mit Ahnung im Stadtrat zu tun. Dann soll man sich in Zukunft auch nicht wundern, wenn keiner mehr ein Geschäft in WBG auf machen will wenn er noch nichtmal Werbung dafür machen darf. Ganz Schwach liebes Stadträte-Team!!!

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    1. Kopfschüttel (ps. kein Stadtrat!)

      1. Als erstes muss ich im Namen ganz vieler Wasserburger unserem Stadtrat ein Kompliment machen – Sie arbeiten für uns ehrenamtlich und das auch gut!
      2. Lassen Sie doch den Andi Ass seine Meinung! Darf er sich darüber nicht äußern?
      3. geht es im größeren Sinne nicht um Rossmann! Wie dieser hier plakatiert – das geht nicht, die eingesessenen Geschäfte halten sich auch an die Spielregeln!
      4. darf jeder Werbung machen, aber erlaubten Sinn – oder sind jetzt Stromkästen für Sie jetzt Werbefläche?
      5. 2020 ist wieder Wahl, lassen Sie sich doch aufstellen, dann wird das Räte-Team wohl nicht mehr so „schwach“ sein!

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      1. zu Ihre Punkten:
        1. naja, nur weil jemand etwas ehrenamtlich macht heisst es nicht das man es auch gut macht zb. Thema Sperrstunde
        2. Natürlich, jeder darf seine Meinung frei äußern (zum Glück), wenn Sie lesen könnten habe ich das auch nie erwähnt, aber als Stadtrat sollte man sich vielleicht 2x überlegen was man von sich gibt, gerade in einem Bereich wovon man evtl keine Ahnung hat
        3. Für mich hört sich das so an, als müsste man auf die eingesessenen Geschäfte rücksicht nehmen oder vielleicht haben die eingesessenen Geschäfte einfach keine Ahnung wie Werbung funktioniert, eine Kette wie Rossmann gibt sich nunmal nicht mit einer Anzeige in der örtlichen Zeitung zufrieden
        4. Woher wollen Sie denn wissen ob Rossmann nicht eine Genehmigung/Erlaubnis der Telekom bekommen hat? Dies wäre ja auch möglich
        5. Aufstellen lasse ich mich gerne, ich hoffe auch noch viele Andere vorallem jüngere Menschen aus Wasserburg

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  3. Was ich interessant finde, ist das man sich wegen paar Plakaten aufregt! Haben wir in Wasserburg nicht andere grundlegende Probleme??!!!!

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  4. Da Gartner hängt a überall umeinander ……..

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  5. Zumindest für den Altstadtbereich gibt es mit der Gestaltungssatzung klare Regelungen, in welcher Form Werbung dort möglich ist.: http://www.wasserburg.de/fileadmin/Dateien/Dateien/Wasserburg/Stadt_Buerger/Stadtverwaltung/Ortsrecht/gestaltungssatzung.pdf
    Der beschriebene Fall scheint ein klarer Verstoß gegen Wasserburger Ortsrecht zu sein. Warum es dagegen keine rechtliche Handhabe geben soll, bleibt das Geheimnis von Stadtbaumeisterin und Bürgermeister. Ähnlich verhält es sich mit der Wahlwerbung. Auch hier gibt es klare Regeln und alle halten sich daran, nur der 2. Bürgermeister der Stadt Wasserburg nicht.

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  6. Ich hab vor sehr vielen Jahren mal in Lyon einen Aufkleber von der Front National von einem Laternenpfahl abgekratzt. Nachts! Was war ich für ein Held! War ja immerhin Sachbeschädigung. Gell?
    Heißen tu ich Rupert Martl

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