Wieviel Bio braucht der Markt? 

RSA-Bank lud Landwirte zum Agrartag nach Augsburg ein

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„Wieviel Bio braucht der Markt?“ – unter diesem Motto stand dieses Jahr der vom Genossenschaftsverband Bayern (GVB) bereits zum zehnten Male ausgerichtete Branchentreff „Agrarimpulse“ in Augsburg, an dem rund 1.000 Gäste teilnahmen. Diesmal auch Landwirte aus dem Altlandkreis Wasserburg, die die RSA-Bank Rechtmnehring eingeladen hatte.

Dr. Alexander Büchel, Mitglied des GVB-Vorstandes, erinnerte die Teilnehmer der Veranstaltung an das Ziel der Bundesregierung, bis 2030 etwa 20 Prozent Ökolandbau zu erreichen. Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ fordert gar, dass bis 2030 mindestens 30 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche auf ökologischem Landbau umgestellt wird. „Die Bereitschaft der Erzeuger auf Öko umzusteigen sei ungebrochen“, versicherte Büchel. „Keine Frage, Bio ist auf Wachstumskurs“ und „in Bayern sei der Ökolandbau eine Erfolgsgeschichte“, an der die bayerischen Genossenschaften ihren Anteil hätten. Büchel begründete das unter anderem damit, dass gut ein Viertel der deutschen Bio-Milch von Molkereigenossenschaften aus dem Freistaat verarbeitet und vermarktet werden.

Sorgen bereitet Büchel jedoch, dass gerade in den letzten beiden Jahren der Zuwachs auf der Verbraucherseite mit dem Wachstum auf der Erzeugerseite nicht Schritt halten konnte. Erforderlich sei die Bereitschaft der Verbraucher, für Bio-Ware „vernünftige Preise zu bezahlen“. Ein Werbeslogan wie „Bio zum Aldi-Preis“ wecke bei ihm mehr Besorgnis als Begeisterung.

Der BayWa-Vorstandsvorsitzende Prof. Klaus Josef Lutz sagte in seinem Impulsvortrag: „Wenn wir den Herausforderungen, vor denen die Landwirtschaft weltweit steht, erfolgreich begegnen wollen, müssen wir den Graben zwischen konventioneller und ökologischer Landwirtschaft überwinden, alte Feindbilder helfen uns hingegen nicht weiter“.

Neben Dr. Alexander Büchel und Prof. Klaus Josef Lutz sprachen noch weitere hochkarätige Referenten, darunter Prof. Dr. Martin Banse über „Ökolandbau – rosige Zukunft oder stürmische Zeiten?“, Peter Großmann-Neuhäusler  und Benedikt Ley über „Alles gut mit Bio – Statements aus der Praxis“ und die stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Gitta Connemann über „Land- und Ernährungswirtschaft im Brennpunkt – Wohin führt der Weg?“.

Zu diesem interessanten und jährlich stattfindenden landwirtschaftlichen Branchentreffen, hatte die Raiffeisenbank RSA die Ortsobmänner, die Stellvertreter und interessierte Landwirte aus dem Geschäftsgebiet nach Augsburg eingeladen (Foto).

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