Wie zuletzt vor 30 Jahren!

Erneut weniger Arbeitslose - Und für Azubis gibt's noch viele offene Stellen

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Auf den ganzen Agentur-Bezirk des Arbeitsamtes bezogen ist es ein historischer Tiefststand – und auch im Landkreis Rosenheim beträgt die Quote genau zwei Prozent, so gering wie im Vormonat und auch im Juni des Vorjahres: 2884 Personen sind heir aktuell arbeitslos gemeldet. 

1782 der Arbeitslosen sind bei der Hauptagentur in Rosenheim gemeldet, 31 weniger als im Vormonat. Darüber hinaus kümmert sich das Jobcenter Landkreis Rosenheim um 1102 arbeitslose SGB II-Kunden, 20 weniger als im Mai. Insgesamt betreut das Jobcenter 3187 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 2525 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

„Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Rosenheim zeigt sich auch im Juni dynamisch“, sagt Dr. Nicole Cujai, die Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur. „Im Betrachtungszeitraum vom 14. Mai bis 13. Juni haben sich bei der Agentur für Arbeit Rosenheim insgesamt 2190 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Dem gegenüber standen 2370 Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit. Die Zahl der Arbeitslosen ist somit um 180 auf 6510 Betroffene zurückgegangen (Juni 2018: 6660 Arbeitslose). Der Wert ist damit so niedrig wie zuletzt vor knapp 30 Jahren.“ Die Arbeitslosenquote ist im Juni insgesamt um 0,1 Prozentpunkte auf 2,1 Prozent gesunken (Vergleichsmonat des Vorjahres: 2,2 Prozent).

Dr. Cujai weiter: „Bei der Betrachtung nach Rechtskreisen fällt auf, dass im Bereich Sozialgesetzbuch (SGB) II (Zuständigkeit: Jobcenter) die Arbeitslosenzahl mit 2590 Betroffenen um 350 unter dem Vergleichswert des Vorjahres liegt. Der Wert für die Langzeitarbeitslosen ist dabei im Jahresvergleich um 210 auf 970 Betroffene zurückgegangen, was die Aufnahmefähigkeit des regionalen Arbeitsmarktes unterstreicht.“

Mit Blick auf den Rechtskreis SGB III sagt die Agenturleiterin: „Bei diesen Kunden, die die Agentur für Arbeit betreut, ist im Juni zum zweiten Mal in Folge ein Anstieg der Arbeitslosenzahl in Relation zum Vergleichsmonat des Vorjahres zu beobachten. Mit 3920 Betroffenen waren im SGB III-Bereich 210 Arbeitslose mehr gemeldet als im Juni 2018. Man sieht, dass die Unternehmen in der Region vorsichtiger bei Neueinstellungen sind, da die wirtschaftlichen Prognosen nicht mehr so positiv sind wie 2018. Ich möchte die Unternehmen auf das Qualifizierungschancengesetz hinweisen, durch das Beschäftigte direkt an ihrem Arbeitsplatz qualifiziert werden können. Dies ist eine Möglichkeit, mit Blick auf die Zukunftsfestigkeit des eigenen Unternehmens in die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu investieren.

Die Agentur für Arbeit kann Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne abgeschlossene Berufsausbildung oder mit Berufsabschluss, wenn sie seit mindestens vier Jahren einer an- oder ungelernten Tätigkeit nachgehen und ihren Ausbildungsberuf nicht mehr ausüben können, durch eine Weiterbildung bis hin zu einem anerkannten Berufsabschluss fördern. Beschäftigte, deren Tätigkeitsfeld sich verändert hat, werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, durch eine Anpassungsqualifizierung unterstützt. Unternehmen können sich unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 20 an den Arbeitgeberservice wenden und sich unter www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rosenheim/content/1533719201342 informieren.“

Die Agenturleiterin wirft einen Blick auf den Ausbildungsmarkt und wendet sich an die jungen Menschen unter 25 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung:

„Egal, ob Ihr noch zur Schule gehen, einen Studienabbruch erwägt, Euch in einem Übergangsjahr befindet oder einfach als Helfer jobbt, der regionale Ausbildungsmarkt ist ausgesprochen gut und es gibt noch viele offene Lehrstellen (1450) in fast allen Branchen. Nutzt die Unterstützung der Agentur für Arbeit bei der Ausbildungsplatzsuche und vereinbart am besten sofort einen Termin mit der Berufsberatung per E-Mail an Rosenheim.berufsberatung@arbeitsagentur.de und/oder nutzt den Sofortzugang zur Berufsberatung und zum Arbeitgeberservice am Donnerstag, 11. Juli 2019, von 13 bis 17 Uhr.

Zu diesem Termin warten in der Arbeitsagentur Rosenheim und in den Geschäftsstellen in Holzkirchen, Bad Tölz und Wolfratshausen Kollegen vom Arbeitgeberservice, die in direktem Kontakt zu Ausbildungsbetrieben stehen, mit vielen attraktiven Stellenangeboten. Die Kollegen der Berufsberatung geben wertvolle Tipps zur Wahl des richtigen Ausbildungsberufs und zu Bewerbungsunterlagen. Alternativ könnt Ihr Montag und Donnerstag zwischen 8 und 12 Uhr sowie Donnerstag von 13.30 bis 15.30 Uhr ganz ohne Termin zu einem Gespräch mit Euren Berufsberatern in die Arbeitsagentur Rosenheim (Wittelsbacherstr. 57) kommen. Es gibt sicherlich für jede/jeden noch eine attraktive Ausbildungsstelle.“

Dr. Cujai spricht auch die jungen Menschen an, die in den kommenden Woche ihre Ausbildung abschließen und schon wissen, dass ihr Ausbildungsbetrieb sie nicht übernimmt: „Melden Sie sich unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 00 oder online unter www.arbeitsagentur.de bei der Agentur für Arbeit. Die Kollegen unterstützen Sie bei der Bewerbung und bei der Stellensuche. Die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung bildet eine ideale Grundlage für den späteren Berufsweg und Sie finden als frisch ausgebildete Fachkraft meist relativ schnell wieder Arbeit.“

Dr. Cujai wirft noch einen kurzen Blick auf den Stellenmarkt:

„Die stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt bestätigt sich, jedoch auch hier mit kleinen Eintrübungen: Die Unternehmen im Agenturbezirk haben dem Arbeitgeberservice im vergangenen Monat 1010 neue offene Stellen gemeldet, 970 davon sind sozialversicherungspflichtig und 810 sofort zu besetzen. Damit haben die Betriebe so viele Stellen gemeldet wie im Vormonat, jedoch 140 weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Aktuell stehen 5190 offene Arbeitsplätze zur Verfügung.

Die meisten Angebote gibt es in den Bereichen Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung (1460), Gesundheit und Soziales, Lehre und Erziehung (880) und Kaufmännische Dienstleistungen, Handel, Vertrieb, Tourismus (870) sowie Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit (710).“

Der Arbeitsmarkt in den weiteren Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

  • Die Stadt Rosenheim weist im Juni eine Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent auf (0,1 Prozentpunkte weniger als im Vormonat und 0,2 Prozentpunkte weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres). Derzeit sind insgesamt 1277 Bürgerinnen und Bürger ohne Arbeit. Bei den SGB III-Kunden, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, fiel die Anzahl der Arbeitslosen um 27 auf 608. Für 669 arbeitslose SGB II-Kunden, zwei weniger als im Vormonat, ist das Jobcenter Rosenheim Stadt zuständig. Insgesamt betreut das Jobcenter 2138 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1704 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

 

  •  Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist im Juni eine Arbeitslosenquote von 1,9 Prozent aus (0,1 Prozentpunkte weniger als im Vormonat und gleicher Wert wie im Vergleichsmonat des Vorjahres). Die Zahl der Arbeitslosen liegt für den Landkreis insgesamt bei 1311. Davon sind 854 Männer und Frauen, 70 weniger als vor einem Monat, in den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur in Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet. 457 Personen (17 weniger als im Mai) sind beim Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen als arbeitslos registriert. Insgesamt betreut das Jobcenter 1918 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1494 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

 

  • Im Landkreis Miesbach gibt es derzeit 1035 Arbeitslose. Es errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 1,9 Prozent (entspricht dem Wert des Vormonats und 0,1 Prozentpunkte weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres). Von den Arbeitslosen sind 677 bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet, 22 weniger als im Vormonat. Für die Betreuung der Arbeitslosengeld II – Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als “zugelassener kommunaler Träger” (optierende Kommune) zuständig. Bei diesem Jobcenter sind 358 Arbeitslose, 7 mehr als im Mai, gemeldet. Insgesamt betreut das Jobcenter 1038 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 817 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

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