Wie läuft das mit der Schenkung?

Wasserburger Steuerexperte Martin Reiss gibt wichtige Tipps - Teil 11

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PR – „Schenkungen sind ein wichtiges Instrument der Nachfolgeregelung im betrieblichen und im privaten Vermögensbereich. Als Schenkung gilt die unentgeltliche Vermögensbereicherung einer anderen Person. Wird dabei betriebliches oder privates Vermögen übertragen, können erhebliche Steuerbelastungen entstehen, wenn Steuervorteile nicht sinnvoll in Anspruch genommen werden“, sagt Martin Reiss von der gleichnamigen Kanzlei in Wasserburg. Hier sein nächster Steuertipp: 

„Im Falle einer Schenkung werden Steuern festgesetzt, wenn die Vermögenswerte gesetzlich festgelegte Freibeträge überschreiten. Die Höhe der Steuer basiert unter anderem auf den Verwandtschaftsgrad zwischen dem Schenker und Erwerber.“

Der Experte weiter: „Um eine unnötige Steuerbelastung bei der Vermögensübertragung zu vermeiden ist eine entsprechende Vorsorge hilfreich. Dazu zählt das Ausschöpfen der Freibeträge, beispielsweise durch auf Jahrzehnte getreckte Schenkungen oder auf mehrere Personen verteilte Schenkungen. Oft sind Schenkungen über eine weitere Person vorteilhafter als eine Direktschenkung.“

Reiss: „Steuerliche Vergünstigungen können bei der Übertragung von Betriebsvermögen gewährt werden. Bis zu einer vollständigen Steuerbefreiung des Vermögens ist unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen möglich. Immobilien zählen häufig zum Kern des privaten Familienvermögens. Von regelmäßiger Bedeutung ist vor allem das Familienheim. Die Übertragung der zu eigenen Wohnzwecken genutzten Immobilie ist grundsätzlich steuerbefreit. Aber auch eine fremdvermiete Immobilie ist steuerbegünstigt. Sowohl betriebliche als auch private Vermögenswerte können als Familienvermögen in einer Gesellschaft gebündelt werden. Durch die generationsübergreifende Regelung einer kontinuierlichen Übertragung der Gesellschaftsanteile auf die Familienangehörigen, können Steuern reduziert werden.“

Der Steuerberater weiter: „Durch eine freiwillige Vereinbarung zum Übergang von der Zugewinngemeinschaft in die vertragliche Gütertrennung haben Ehegatten die Möglichkeit Vermögen schenkungssteuerfrei auf gemeinsame Kinder zu übertragen. Gegebenenfalls können auch vergangene Schenkungen rückwirkend steuerfrei gestellt werden. Daneben ist eine Betrachtung zukünftiger persönlicher Verhältnisse sinnvoll. Wird der Schenker pflegebedürftig, können die zuständigen Behörden prüfen, ob Schenkungen innerhalb der letzten zehn Jahre erfolgt sind und daraufhin die Rückabwicklung der Schenkung fordern oder den Beschenkten verpflichten für die Pflegekosten aufzukommen.“

Reiss: „Die steuerlichen Möglichkeiten und rechtlichen Risiken einer Schenkung gilt es im Vorfeld genauestens zu analysieren und rechtzeitig die Vermögensübertragung zu planen. Wir unterstützen Sie gerne bei der privaten oder betrieblichen Vermögensvorsorge.“

 

Direkt-Kontakt:

Steuerberaterkanzlei Reiss

Neustraße 4-6
83512 Wasserburg am Inn

​Telefon/Telefax
08071/93100
08071-93101

​E-Mail: Kanzlei@Reiss-Steuerberater.de

 

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