Wie lade ich einen Einbrecher ein?

Gefahren abwenden: Kriminaloberkommissar beim Katholischen Frauenbund

image_pdfimage_print

Kriminaloberkommissar Karl-Heinz Busch war auf Einladung des Katholischen Frauenbundes zu Gast im Schnaitseer Pfarrheim. Anschaulich machte er den Besuchern die Gefahren deutlich, die im eigenen Heim, an der Haustür und auf der Straße lauern. Und er gab immer auch die entsprechenden Tipps dazu, wie sich der Bürger schützen kann. Als oberste Regel nannte er die Notrufnummer „110“.

„Das ist Ihre wichtigste Nummer, wenn Sie Hilfe aller Art brauchen. Damit erreichen Sie die Polizei und wir sind immer für Sie da.“ Dabei warnte er gleich vor Rückrufen zu unbekannten Nummern. „Da kann es schnell passieren, dass mal 20, 30 Euro auf der Telefonrechnung fällig sind.“

Zum Thema Einbruch

Ganz klar sei: Ein gekipptes Fenster sei ein offenes Fenster! „Wie kann ich einen Einbrecher ‚einladen‘ in meine Wohnung zu kommen“ – so fragte er und demonstrierte am Pfarrheim-Fenster das Öffnen mit einfachsten Hilfsmitteln.

Er sagte, dass das Schlafzimmer immer der erste Anlaufpunkt eines Ganoven sei, „denn da sind fast immer die Wertsachen versteckt.“ Er zeigte auch an der Tür, wie einfach eine nur zugezogene Eingangstür zu öffnen sei.

Zu diesen Vorführungen kamen auch gleich immer eigene Erlebnisse der Zuhörer und es entwickelten sich lebhafte Diskussionen.

Busch warnte vor den Gefahren an der Haustür, wenn zum Beispiel nur um ein Glas Wasser gefragt werde oder wenn mit Mitleid erregenden Briefen gebettelt werde. „Lassen sie nie jemand Fremden in ihre Wohnung“ appellierte er.

Er zeigte die Tricks der Handtaschendiebe und führte zusammen mit der Vorsitzenden des Frauenbundes Brigitte Waldmann anschaulich Beispiele von Zudringlichkeiten und ihrer Gegenmaßnahmen vor.

„Wir bei der Polizei sehen das Pfefferspray zur Abwehr gar nicht so gerne. Benützen Sie vielmehr einen Schrillalarm, der mit 120 Dezibel, die Angreifer abschreckt.“

Busch gab Verhaltenstipps bei der Abhebung von Geld am Automaten und warnte vor dem immer wieder angewandten „Enkeltrick“.

„Bei all diesen Dingen, die ich ihnen heute näher bringe, sind sie meine Multiplikatoren. Sensibilisieren sie ihre Mitmenschen für diese lauernden Gefahren und für die gezeigten Gegenmaßnahmen“ forderte er seine Zuhörer auf. Dann gab er auch noch Hinweise über die Gefahren die im Internet tagtäglich auftreten „Geben Sie niemals ein Passwort oder gar eine  Geheimnummer preis. Kein seriöser Dienst im Internet wird Sie danach fragen.“

Da es auch sehr viele Straftaten im Bereich der Pflege gibt, forderte Busch auf, rechtzeitig Verfügungen zur Pflege und zur medizinischen Behandlung, aber auch zur Vorsorge in finanziellen Angelegenheiten festzulegen.

„Rufen Sie mich an. Ich komme zu Ihnen ins Haus und kann Sie zu Maßnahmen gegen Einbrüche beraten.“  Forderte er auf und verteilte seine Visitenkarten

Zweieinhalb prall gefüllte Stunden lang fesselte der Kommissar seine Zuhörer und bekam den verdienten Applaus und aus der Hand der Vorsitzender Brigitte Waldmann eine Geschenkpackung hochwertiger Schnaitseer Öle.

ju

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

Ein Gedanke zu „Wie lade ich einen Einbrecher ein?

  1. Denke solche Veranstaltungen sollte man öfter machen, um die Bürger zu sensibilisieren 🙂

    7

    1
    Antworten